IHK Dresden: Mit Lieferantenerklärungen zu Wettbewerbsvorteilen (Veranstaltungsübersicht)

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Veranstaltung

Mit Lieferantenerklärungen zu Wettbewerbsvorteilen

Aber Achtung! Eine Erklärung mit Hintergründen und Konsequenzen

Internationales Geschäft

Die rechtmäßige Ausfertigung von Lieferantenerklärungen durch den Hersteller, Importeur oder den Zwischenhändler ist an (komplizierte) Voraussetzungen gebunden, die zuvor geprüft werden müssen. Zulieferfirmen für den Exportbereich sollten deshalb die Präferenzursprungsvorschriften beherrschen, wenn sie sich nicht Schadensersatzansprüchen wegen falscher Erklärungen der belieferten Exporteure aussetzen wollen. Ebenso sind Warenempfänger verpflichtet, eingehende Lieferantenerklärungen zu prüfen, bevor die Daten gegebenenfalls in das unternehmenseigene Warenwirtschaftssystem eingepflegt werden oder eine Neuausfertigung für Kunden erfolgt.

Die letzten Veränderungen: Im Mai 2016 und Juni 2017 wurde durch die EU-Verordnung zum Unionszollkodex (UZK) der Wortlaut, die Fußnoten sowie die Fristen für die Gültigkeitsdauer zur Lieferantenerklärung angepasst. Die Zollverwaltung publizierte eine aktualisierte Zolldienstvorschrift zur Lieferantenerklärung. Die EU vereinbarte im Jahr 2016 neue einseitige (Ghana) bzw. beidseitige Präferenzabkommen (Ukraine, Kosovo, Cote d´Ivoire, südliche Afrika-Staaten/SADC). Nach der beidseitigen Vereinbarung mit Ecuador und Kanada im Jahr 2017 sollen noch weitere Abkommen (z. B. Singapur, Vietnam, Japan) folgen.

Lernziel des Workshops:
Die Teilnehmer/innen lernen die Hintergründe und Praxisanwendungsmöglichkeiten kennen und können im Anschluss an den Workshop eingehende Lieferantenerklärungen auf Vollständigkeit und Rechtmäßigkeit überprüfen und ausgehende Lieferantenerklärungen rechtsicher ausfertigen.
 

Programm

  • Einführung in das aktuelle Ursprungs- und Präferenzrecht der Europäischen Union
  • Sinn und Zweck sowie Einsatzgebiete von Lieferantenerklärungen
  • Systematik der Präferenzursprungsregeln als Voraussetzung für die Erstellung einer Lieferantenerklärung nach dem Durchführungsrechtsakt zum Unionszollkodex, vermittelt anhand von Praxissachverhalten sowie zusätzlich mit Beispielen aus dem Teilnehmerkreis
  • vollständiges Gewinnen und Herstellen
  • Minimalbehandlungen
  • ausreichende, sog. ursprungsbegründete Be- und Verarbeitungen (Listenbedingungen)
  • Hinweise auf Toleranzen und Kumulierungsmöglichkeiten in einfachen Fällen, Berücksichtigung der Pan-Euro-Med Zone bzw. SAP-Zone (Balkanländer)
  • formelle Anforderungen (Vordruck, Eigenerklärung auf Rechnungen bzw. Firmenbögen oder Bestätigung des Kundenvorschlages; Versandformen als E-Mail / Fax / Postversand / Internetselbstabruf; Unterschrift ja oder nein; Aufbewahrungsformen und -fristen); Vereinfachungen; Umgang mit der Pan-Euro-Med-Zone bzw. der SAP-Zone; Hinweise zu den neuen Präferenzabkommen mit Ghana, der Ukraine, dem Kosovo, der Cote d´Ivoire, den südlichen Afrika-Staaten/SADC, Ecuador und Kanada
  • Praxis für EU-Importbetriebe, die Waren mit einem Präferenznachweis einführen
  • Fehlerquellen erkennen und vermeiden (Praxismuster)
  • Überprüfungsmöglichkeiten (Auskunftsblatt INF 4) und Prüfverfahren durch die Zollbehörden
  • privatrechtliche Absicherung, Konsequenzen bei nichtzulässiger Ausfertigung einer Lieferantenerklärung
  • Hinweise auf aktuelle Entwicklungen
Zielgruppe:
Abteilungsleiter/innen und Sachbearbeiter/innen außenhandelsorientierter Unternehmen, die mit der Erstellung von Lieferantenerklärungen befasst sind bzw. sich in Zukunft damit befassen werden sowie Sachbearbeiter/innen, die Lieferantenerklärungen von Zulieferfirmen anfordern, kontrollieren und ggf. in die unternehmenseigenen DV-Systeme einpflegen.
Veranstalter:
IHK Dresden

25.10.2018, 09:30 Uhr - 14:45 Uhr, Dresden

Zeitraum:
25.10.2018, 09:30 Uhr - 14:45 Uhr
Ort:
    IHK Dresden, Langer Weg 4, 01239 Dresden
Preis:
    100,00 Euro brutto
Anmeldung erforderlich:
    ja
Anmelde­frist:
    17.10.2018
Verfügbarkeit:
    Es sind noch Plätze frei!

Ansprechpartner

docID: D95804