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Wiederaufnahme der Gaslieferungen ist keine Beruhigungspille

Pressemitteilungen

"Unmittelbar scheint die Gefahr massiver Verwerfungen für unsere Wirtschaft gebannt zu sein, wir dürfen jetzt aber nicht den Fehler machen, eine Beruhigungspille zu schlucken. Die Situation kann sich auch schnell wieder ändern. Wir wissen es einfach nicht, daher bleibt die Gefahr latent.", warnt IHK-Hauptgeschäftsführer Lukas Rohleder.

"Wir dürfen im Gegenteil nicht nachlassen, alle verfügbaren Energiequellen zu erschließen, um in erster Linie Versorgungssicherheit zu gewährleisten, ohne dabei die bereits massiv gestiegenen Kosten außer Acht zu lassen." so Rohleder. "Unsere Betriebe werden das dauerhaft nicht schultern können, weshalb wir eine schnelle Bereitstellung von Liquiditätshilfen und Zuschüssen für besonders stark betroffene Unternehmen und eine Abschaffung beziehungsweise Reduzierung von Steuern und Abgaben auf Energie brauchen, um zumindest im innereuropäischen Wettbewerb nicht weiter ins Hintertreffen zu geraten." mahnt der IHK-Chef.

Lukas Rohleder liegt ein weiterer Punkt besonders am Herzen: "Nachdem die Unternehmen wirklich viele Hebel in Bewegung gesetzt haben, ihren Energieverbrauch zu optimieren, kommt mir die Empfehlung der Politik zum Fuel Switch, also dem Umstieg auf andere Energieträger, wie ein vergifteter Rat vor. Angesicht der langwierigen Bearbeitungszeiten und Genehmigungsverfahren sowie ungeklärter Haftungsfragen, muss man das leider so deutlich sagen. Wir sehen uns einer möglichen Notsituation mit Auswirkungen gegenüber, die über Produktions- und Logistikketten nicht nur einzelne Betriebe oder Branchen betreffen würde, sondern die gesamte deutsche Wirtschaft mit ihre Beschäftigten. Wir müssen an die Dauer der Planungs- und Genehmigungsverfahren und den Umfang der Prüfungsunterlagen ran. Es zählt quasi jeder Tag! Nicht nur für den Fuel Switch, sondern für den Ausbau die Energie- oder Verkehrsinfrastruktur, die Industrie und weitere Bereiche."

Die IHK Dresden selbst ist in Sachen Energieeffizienz für ihre Mitgliedsunternehmen seit Langem aktiv, sei es über den Zusammenschluss von Unternehmen in sogenannten Energieeffizienz Netzwerken, über ein eigenes Energie-Scouting, bei dem Kammerexperten in den Betrieben Schwachstellen und Einsparungspotenziale aufdecken, bei der gezielten Beratung zur Förderinstrumenten oder der Vermittlung kompetenter Anbieter von Produkten und Leistungen aus der Energiebranche über den IHK ecoFinder. Ganz aktuell wurde zudem durch die Dresdner IHK eine regelmäßig tagende Taskforce aus Kammer, Wirtschaftsministerium und regionalen Energieversorgern initiiert.

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