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Sachsen erneut Schlusslicht? IHK Dresden fordert Öffnung von Blumenläden und Baumärkten zum 1. März

Pressemitteilungen

Ab 1. März werden in allen an Sachsen grenzenden Bundesländern Blumenläden und Baumärkte wieder öffnen dürfen. Im Freistaat sollen sie jedoch weiterhin geschlossen bleiben und bekommen auch keine Perspektive für eine baldige Öffnung aufgezeigt.

"Unsere Mitgliedsunternehmen verstehen die Welt nicht mehr" erklärt Thomas Ott, Geschäftsführer Handel der IHK Dresden. Täglich erreichen die Kammer dutzende Anrufe von Kleinunternehmern und Mittelständlern, die bestenfalls von Unverständnis, meist aber von Verärgerung oder gar Verzweiflung über die Situation in Sachsen geprägt sind.

"Click & Collect, also Waren bestellen und im Geschäft abholen, hat Sachsen erst seit 15. Februar erlaubt, später als jedes andere Bundesland. Und auch Baumärkte waren in Sachsen im Frühjahr 2020 sechs Wochen geschlossen, in anderen Bundesländern zum Teil durchgehend geöffnet", erklärt Ott und befürchtet, dass "Sachsen auch bei der Öffnung der Baumärkte und Blumenläden wieder einmal Schlusslicht sein wird".

"Nur mit Click & Collect werden wir die Kunden nicht in Sachsen halten können", weiß Mike Helbig, Marktleiter des toom Baumarktes in Radeberg. "Balkone und Gärten werden jetzt für das Frühjahr fit gemacht und dafür werden viele Sachsen auch die Fahrt in ein angrenzendes Bundesland auf sich nehmen." In seinem Baumarkt werden alle A-H-A Regeln eingehalten. "Wir bieten unserer Kundschaft die notwendige Sicherheit beim Einkauf und schützen auch unsere Mitarbeiter", betont der Marktleiter. Deshalb spricht seiner Meinung nach alles für eine schnellstmögliche Öffnung.

Der Gartenbauverband Mitteldeutschland e. V. hat durch eine Umfrage bei seinen Mitgliedsunternehmen errechnet, dass bereits durch die Schließung von Blumenläden und Baumärkten bis Ende Februar zigtausend Pflanzen vernichtet werden mussten. Durch die fehlenden Absatzmöglichkeiten aufgrund der Schließungen werden es täglich mehr.

Das Fazit der IHK Dresden ist eindeutig: "Die Unternehmen haben erheblich in Coronaschutzmaßnahmen investiert", meint Ott. "Die Sachsen jetzt in anderen Bundesländern einkaufen zu lassen, schadet dem Freistaat dreifach: Bei der Eindämmung des Virus, volkswirtschaftlich durch den Kaufkraftabfluss sowie ökologisch mit weiten Autofahrten." Sein Appell: "Die Staatsregierung muss kurzfristig die Öffnung der Baumärkte und Blumenläden Anfang März ermöglichen."

Kontakt

Geschäftsführer Standortpolitik und Kommunikation / Pressesprecher

Lars Fiehler

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