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Meldung

Die Belastungsgrenze ist erreicht!

Pressemitteilungen

Im Schulterschluss mit allen ostdeutschen Industrie- und Handelskammern (IHKs) positioniert sich die IHK Dresden entschieden gegen politische Überlegungen, die Wirtschaft zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie komplett in den Lockdown zu schicken:

"Unsere Unternehmen haben bisher alle getroffenen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung mitgetragen, selbst wenn damit teilweise erhebliche - für einzelne Firmen oder Selbstständige sogar existenzbedrohende - Einschränkungen verbunden sind und zugesagte Hilfen immer noch auf sich warten lassen. Aber die Belastungsgrenze ist jetzt erreicht. Gedankenspiele, die Wirtschaft noch weiter einzuschränkenden, sind daher kontraproduktiv und abzulehnen", stellt Dr. Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden, fest.

"Mittlerweile steht fest, dass die regionalen Unternehmen keine Infektions­herde sind. Die Hygieneschutzmaßnahmen sind Bestandteil des betrieblichen Arbeitsschutzes; sie sind nicht Gegenstand individueller Auslegung, sondern werden konsequent umgesetzt und kontrolliert. Pandemisch kritische Situationen im Arbeitsprozess wurden bereits im Frühjahr des letzten Jahres analysiert und die Abläufe entsprechend angepasst. Dazu gehört - wenn es die betrieblichen Inhalte und Abläufe zulassen - selbstverständlich auch das viel zitierte Homeoffice. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden als wichtigstes Gut jedes Unternehmens wertgeschätzt und von der Unternehmerschaft auch so behandelt", führt Hamann weiter aus und fügt an: 

"Wer verschärfte Maßnahmen in der Wirtschaft fordert, muss definieren: Wer oder was ist die Wirtschaft? Entscheidet jetzt die Politik über gute und schlechte Unternehmen? Wie steht es mit Medizintechnik, Arzneimittelherstellern, der Automobilindustrie und ihren Zulieferern, der Nahrungsmittelindustrie, den Bereichen Transport und Logistik u.v.m.? Wirtschaft gegen Gesundheit ausspielen geht einfach nicht! Unsere Unternehmen gehören, neben Kliniken und Forschungseinrichtungen, zu den wenigen Orten, an denen Menschen derzeit noch jeden Tag - mit aufwendigen Hygienekonzepten - aktiv, kreativ und beharrlich um Lösungen ringen, von denen das Gemeinwesen profitiert. Deswegen ist es von existenzieller Bedeutung, dass die Wirtschaft in der Lage bleiben muss, die notwendigen Steuern, Abgaben und Beiträge für einen funktionierenden Staat und unser Gemeinwesen zu erwirtschaften. Dazu zählt auch und insbesondere ein leistungsfähiges Gesundheitswesen, dessen materielle Ausstattung von Medizin- und Labortechnik, Hygieneartikel, Arbeits- und Schutzkleidung usw. durchweg von der Wirtschaft produziert wird. Ziel muss es sein, Menschen pandemiegeschützt in Arbeit zu halten, denn nur mit funktionierender Wertschöpfung können wir unsere Sozialsysteme am Leben erhalten, die im Moment noch alle versorgen."

Die IHK Dresden steht mit ihren Partnerkammern jederzeit bereit, im Dialog mit der Politik die Pandemie weiterhin konstruktiv und zielgerichtet zu bekämpfen. Sie fordert aber zugleich dazu auf, das Gemeinwohl im Blick zu behalten und die Verhältnismäßigkeit der Mittel stets zu prüfen und zu wahren.

Kontakt

Geschäftsführer Standortpolitik und Kommunikation / Pressesprecher

Lars Fiehler

Telefon: 0351 2802-220
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