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Pressemitteilung

Zweiter Lockdown bedroht tausende regionale Gastronomiebetriebe

IHK-Hauptgeschäftsführer betrachtet Berliner Pläne als doppelt gefährlich

Nummer: 38 | 28.10.2020

Dr. Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK), äußert sich zu den Folgen eines möglichen zweiten Lockdown für die Gastronomie:

"Der jüngste Anstieg der Infektionszahlen ist zweifelsohne besorgniserregend, weshalb weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Pandemiegeschehens unumgänglich sind. Diese müssen aber auch geeignet und zielgerichtet sein.

Eine zweite, länger anhaltende Schließung der Gastronomie gehört aus meiner Sicht nicht dazu. Sollten sich die Bundesregierung und die Vertreter der Bundesländer heute tatsächlich darauf verständigen, wäre das sogar doppelt gefährlich.

Gefährlich, weil viele unserer rund 6.200 Mitgliedsbetriebe aus der Gastronomie schon seit Wochen und Monaten um ihren Fortbestand kämpfen, da die bereits geltenden Regeln ein auskömmliches Geschäft massiv erschweren, und eine erneute mehrwöchige Komplettschließung viele an den Rand der geschäftlichen Existenz oder darüber hinaus treiben würde. Gefährlich aber auch, weil eine Schließung die Gefahr birgt, mehr Menschen aus den Restaurants ins nachweislich unsichere, private Umfeld zu verdrängen, und so neue Infektionsherde entstehen zu lassen. 

Da selbst das Robert Koch-Institut (RKI) darauf hinweist, dass man der Gastronomie kein erhöhtes Infektionsgeschehen zuschreiben könne, dürften Klagen mangels belastbarer Entscheidungsgrundlagen - vergleichbar dem Beherbergungsverbot - nicht lange auf sich warten lassen. Das sollte man allen ersparen."

Ansprechpartner

Lars Fiehler
Telefon: 0351 2802-220
docID: D109484