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Pressemitteilung

Wirtschaftsfaktor Striezelmarkt: 12 Millionen Euro Umsatz pro Woche

+++ IHK-Studie belegt enorme Bedeutung für die heimische Wirtschaft +++ Dresdner Kammer spricht sich für Verlängerung aus +++

Nummer: 33 | 01.09.2020

Der Dresdner Striezelmarkt ist nicht nur beliebtes Ausflugsziel für Besucher aus Nah und Fern, sondern auch ein überaus bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Stadt Dresden. Mit einem Gesamtumsatz von rund 48 Mio. Euro ist der Striezelmarkt für Gastgewerbe, Einzelhandel, Handwerk, Schausteller und weitere Dienstleister eines der wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahres. Dies ergab eine aktuelle Berechnung der Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK) auf Grundlage der von ihr initiierten Studie zur "Wirtschaftlichen Bedeutung tourismusrelevanter Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie Großevents im Kammerbezirk Dresden" anlässlich der laufenden Diskussionen im Dresdner Stadtrat zur Durchführung und möglichen Verlängerung des Dresdner Striezelmarktes.

Bereits in der Vergangenheit hatten sich die IHK Dresden gemeinsam mit dem DEHOGA Sachsen e. V., dem Tourismusverband Dresden e. V., der Dresdner Hotel Allianz, dem City Management Dresden e. V. und dem Förderverein historischer Altmarkt Dresden e. V. für eine Verlängerung des Dresdner Striezelmarktes als Besuchermagnet und Imagefaktor stark gemacht, wohlwissend, dass dies aktuell immer im Zusammenhang mit dem weiteren Infektionsverlauf betrachtet werden muss.

Das Jahr 2020 ist gekennzeichnet durch die Corona-Pandemie und deren dramatischen Auswirkungen auf viele Unternehmen. "Gerade für das Gastgewerbe waren die Beschränkungen des öffentlichen Lebens im Frühjahr einschneidend und die Folgen bis heute existenzgefährdend." betont Marc Arendt, Dresdner Hotelier und Vorsitzender des IHK-Fachausschuss Tourismus. "Wir brauchen deshalb dringend zusätzliche Reiseanlässe. Gerade beim Dresdner Striezelmarkt zählt jeder Tag, um uns vor einer weiteren Durststrecke zu bewahren."

Das bestätigt auch IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Detlef Hamann: "Natürlich wissen wir, dass die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr unter anderen Bedingungen stattfinden müssen. Dennoch werden die Einnahmen in allen Branchen dringend gebraucht, um das verlorengegangene Geschäft zumindest teilweise wettzumachen und die noch kommende Saure-Gurken-Zeit im Januar und Februar zu überbrücken. Da würde eine Verlängerung des Striezelmarktes enorm helfen, schließlich sprechen wir in Normalzeiten von einem Umsatzpotenzial in Höhe von 12 Millionen Euro pro Woche."

Auch die Einzelhändlerin Katrin Weiß-Hantsche bestätigt die enorme wirtschaftliche Bedeutung des Dresdner Striezelmarktes. Rund 90 Prozent des Jahresumsatzes generiert Hantsche mit dem Verkauf von Pulsnitzer Pfefferkuchen und Pfefferkuchen-Punsch auf den Weihnachtsmärkten in Dresden, Chemnitz und Leipzig. "Ein Ausfall der Märkte oder ein Stattfinden in stark eingeschränkter Form würde des Aus für mein über 30 Jahre lang aufgebautes Unternehmen bedeuten. Dazu kommen die hinter uns stehenden Zulieferer und Produzenten wie die Pulsnitzer Pfefferküchler, Getränkelieferanten, Fleischereien oder Tischlereien", stellt sie die Dramatik der Situation klar heraus. "Dabei wäre gerade jetzt Planungssicherheit das Gebot der Stunde. Schließlich müssen Waren langfristig bestellt und Mitarbeiter organisiert werden", so Weiß-Hantsche weiter. Zwar rechnet sie mit deutlich weniger Besuchern, weshalb eine Verlängerung um eine Woche nach vorn den Umsatzverlust zumindest etwas ausgleichen könnte.

Ansprechpartner

Lars Fiehler
Telefon: 0351 2802-220
docID: D109106