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Sachsen muss Corona-Hilfe für Unternehmen nachbessern

Pressemitteilungen

Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK), Dr. Detlef Hamann, fordert die Sächsische Staatsregierung im Vorfeld der am Donnerstag, den 9. April stattfinden Landtagssitzung auf, die Corona-Hilfe insbesondere für mittelständische Unternehmen deutlich nachzubessern:

"Sachsen braucht dringend ein eigenes Zuschussprogramm für Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten, welches die Soforthilfe des Bundes sinnvoll ergänzt. Warum der Freistaat hier immer noch auf der Bremse steht, ist nicht nachvollziehbar. Die von Seiten der Staatregierung propagierten langfristigen Lösungen sind grundsätzlich richtig. Man muss aber aufpassen, auf diesem Weg nicht eine Vielzahl von Betrieben zu verlieren, weil ihnen die Luft zum Atmen auszugeht." mahnt Hamann den aus Kammersicht dringend notwendigen Schritt an.

"Als ebenso wichtig erachten wir darüber hinaus Nachbesserungen am Darlehensprogramm "Sachsen hilft sofort". Die bisher geltende Jahresumsatzgrenze von 1 Mio. Euro schließt weite Teile der betroffenen Unternehmen aus und muss deshalb ganz eliminiert oder deutlich angehoben werden, genau wie die Förderhöhen." betont er und ergänzt: 

"Um Unternehmen die Entscheidung für eine Antragstellung zu erleichtern schlagen wir außerdem vor, das Darlehensprogramm um einen Tilgungszuschuss zu ergänzen. Betrüge dieser zum Beispiel zehn Prozent, müssten von 100.000 Euro nur 90.000 Euro zurück gezahlt werden. Und sollten Unternehmen unverschuldet in wirtschaftliche Notlagen geraten, die ihre Existenz gefährden, muss auch der Erlass von Restforderungen eine geregelte Option sein."

"Am Donnerstag stehen der Beschluss eines Nachtragshaushalts und eines Stabilisierungsfonds  auf der Tagesordnung des Landtages, wir dürfen bei der Diskussion um Kreditdetails aber auch die Lage vieler Lehrlinge nicht vergessen. Sie sind unser wichtigstes Potenzial an künftigen Fachkräften, weshalb die Sicherung ihrer Ausbildungsverhältnisse oberste Priorität haben muss. Wir appellieren daher an den Freistaat, Ausbildungsunternehmen, die von der Allgemeinverfügung zu Betriebsschließungen betroffen sind und Kurzarbeit beantragt haben, Zuwendungen zur Sicherung ihrer Lehrverhältnisse in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse zum Ausbildungsentgelt zu gewähren." schließt der Dresdner Kammerchef seine Erwartungen an die Staatregierung ab.

Kontakt

Geschäftsführer Standortpolitik und Kommunikation / Pressesprecher

Lars Fiehler

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