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Meldung

Schaden für Standortattraktivität und Gewerbetreibende

Pressemitteilungen

Thomas Ott, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Dresden und fachlich zuständig für die Themenbereiche Handel, Dienstleistung und Verkehr, äußert sich zu den bekannt gewordenen Plänen der Stadtverwaltung, die Parkgebühren in der Dresdner Innenstadt deutlich zu erhöhen:

"Wenn man der Attraktivität der Stadt für die Dresdner Bürger und unsere auswärtigen Besucher, dem innerstädtischen Einzelhandel, den vielen kleinen Dienstleistern sowie der Gastronomie und Hotellerie gezielt Schaden zufügen will, dann muss man es genauso machen: den Stundentarif für Parken verdoppeln, das Tagesticket und freie Parkzeiten am Abend abschaffen, ohne zeitgleich äquivalente Mobilitätsangebote vorzuhalten. Alleine der Sprung von aktuell 6 Euro für ein Tagesticket auf bis zu 72 Euro würde einer Preissteigerung von absurden 1.100 % entsprechen.

Letztlich rächt es sich jetzt, dass das Thema mehr als ein Jahrzehnt lang nicht angefasst wurde, denn gegen eine maßvolle Gebührenerhöhung hätten auch die meisten Gewerbetreibenden keine Einwände gehabt. Sie muss aber in ein schlüssiges Gesamtkonzept eingebunden sein, welches zuerst die entsprechenden Mobilitätsvoraussetzungen, wie zum Beispiel ausreichend große und vernünftig gelegene Park and Ride Flächen an allen großen Einfallstraßen nach Dresden schafft, und dann an der Preisschraube dreht.

Auch das 365-Euro-Ticket halte ich nach wie vor für einen zentralen Bestandteil solcher Überlegungen, wie es uns Leipzig gerade vormacht. Allein über die zusätzlichen Einnahmen aus der Beherbergungssteuer sollten die entsprechenden Kosten mehr als gedeckt werden können.

Mehr und mehr kann man sich des Gefühls nicht mehr erwehren, dass Teile der Stadtverwaltung den Individualverkehr am liebsten ganz aus der Innenstadt verbannen möchten, was ich für eine völlig falsche und weltfremde Herangehensweise halte. Vielmehr sollte man sich zum Beispiel Gedanken machen, wo in einigen Jahren die vielen Besucher Dresdens, zum Beispiel aus Tschechien, ihre Elektrofahrzeuge laden können."

Kontakt

Geschäftsführer Standortpolitik und Kommunikation / Pressesprecher

Lars Fiehler

Telefon: 0351 2802-220
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