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Pressemitteilung

Ohne schlüssige Konzepte kein Ausstiegsfahrplan

IHK Dresden zur Arbeit der Berliner Kohlekommission

Nummer: 22 | 06.08.2018

Dr. Detlef Hamann, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK), äußert sich zur aktuellen Debatte um die Arbeit der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (Kohlekommission):

"Die jüngsten Einlassungen von Bundesarbeitsministers Hubertus Heil in der aktuellen Ausgabe der "Wirtschaftswoche" decken sich mit denen von Bundeswirtschaftsminister Altmaier: Erst wenn die Erarbeitung schlüssiger Konzepte für alternative und gleichwertige Wirtschaftsstrukturen in den betroffenen Regionen abgeschlossen ist, kann die Festlegung eines konkreten Fahrplans zum Kohleausstieg erfolgen. Diese Priorisierung möchte ich ebenso dick unterstreichen, wie die von Heil darüber hinaus als zielführend benannten Instrumente zur Gestaltung des Strukturwandels: Infrastrukturausbau, Planungsbeschleunigung, Fördergelder und die Ansiedlung von Bundeseinrichtungen.

Stimmige Konzepte und eine gesicherte Finanzierung allein schaffen aber weder Arbeitsplätze noch bringen sie Wertschöpfung. Letztlich sind es die Unternehmen vor Ort, die die zur Verfügung stehenden Mittel und Rahmenbedingungen für innovative Geschäftsideen und Produkte nutzen müssen, um die konkrete Zukunft des Wirtschaftsstandorts Lausitz zu gestalten. Erste Ideen für neue Wertschöpfungsketten, wie beispielsweise Power-to-Gas-Verfahren, gibt es bereits.

Deshalb gilt es auch für das Bundesarbeitsministerium, eben diese regionale Unternehmerschaft zu unterstützen. Dazu gehört meines Erachtens auch, die jüngsten Pläne, die eine weitere Verteuerung des Faktors Arbeit sowie zusätzlichen Planungs- und Organisationsmehraufwand in den Betrieben mit sich brächten, noch einmal zu überdenken."

Ansprechpartner

Lars Fiehler
Telefon: 0351 2802-220
docID: D96903