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Pressemitteilung

Sächsische Oberschulen müssen finanziell und ideell gestärkt werden

IHK-Geschäftsführer Bereich Bildung Torsten Köhler zum von der Staatsregierung aufgelegten "Maßnahmenpaket für die Oberschule"

Nummer: 18 | 28.06.2018

"Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Staatsregierung mit dem vorgestern vorgelegten Maßnahmenpaket den Blick auf die sächsischen Oberschulen richtet. Dies ist zwingend notwendig, weil auch in Sachsen der generelle Trend zum Gymnasium und zu akademischen Berufslaufbahnen weiterhin anhält.

Auf der anderen Seite stehen dagegen die sächsischen Unternehmen, die inzwischen mehr Ausbildungsstellen anbieten, als es Bewerber auf dem Markt gibt und für die nicht zuletzt auch deshalb die Fachkräftesituation immer kritischer wird. Für die duale Ausbildung werden aber zum überwiegenden Teil Oberschulabsolventen gesucht!

Deshalb gehen die Initiativen der Staatsregierung - "Maßnahmenpaket für Oberschule", Förderrichtlinie zur Berufsorientierung - in die richtige Richtung, um auch gesellschaftlich breit aufzuzeigen, wie werthaltig der schulische und berufliche Werdegang von der Oberschule in eine duale Ausbildung ist.

Kritisch sehen wir allerdings weiterhin die schwache Position der schulischen Bildungsempfehlung gegenüber der verfassungsrechtlich garantierten elterlichen Erziehungsfreiheit beim Übergang von Grundschule zu weiterführenden Schulen. Auch wenn hier ein dickes Brett zu bohren wäre, um eine Verfassungsänderung auf den Weg zu bringen: Wenn Oberschulen bedarfsgerecht die überwiegende Mehrheit der Schüler ausbilden sollen, müssen neben finanziellen und ideellen Unterstützungsmaßnahmen perspektivisch auch die Übergänge nach der Grundschule wieder klar und schulisch leistungsgerecht geregelt werden."

Ansprechpartner

Lars Fiehler
Telefon: 0351 2802-220
docID: D93653