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Unterrichtung

Das Unterrichtungsverfahren nach § 34a GewO wird nur durch die Industrie- und Handelskammern durchgeführt.
Für alle anderen Mitarbeiter, die mit der Durchführung von Bewachungsaufgaben beschäftigt werden sollen, schreibt die Bewachungsordnung ein mindestens 40-stündiges Unterrichtungsverfahren vor.

Durch das Unterrichtungsverfahren bei der IHK sollen die im Bewachungsgewerbe tätigen Personen mit den für die Ausübung des Gewerbes bzw. der Bewachungstätigkeit notwendigen rechtlichen Vorschriften und fachspezifischen Pflichten und Befugnissen sowie deren praktischer Anwendung in einem Umfang vertraut gemacht werden, der ihnen die eigenverantwortliche Wahrnehmung von Bewachungsaufgaben ermöglicht.
Das Unterrichtungsverfahren erstreckt sich inhaltlich auf die Sachgebiete:
  • Recht der öffentlichen Sicherheit und Ordnung einschließlich Gewerberecht und Datenschutzrecht
  • Bürgerliches Recht
  • Straf- und Verfahrensrecht einschließlich Umgang mit Waffen
  • Unfallverhütungsvorschriften Wach- und Sicherheitsdienste
  • Umgang mit Menschen, insbesondere Verhalten in Gefahrensituationen und Deeskalationstechniken in Konfliktsituationen
  • Grundzüge der Sicherheitstechnik

"Die Unterrichtung erfolgt mündlich, die zu unterrichtende Person muss über die zur Ausübung der Tätigkeit und zum Verständnis des Unterrichtungsverfahrens unverzichtbaren deutschen Sprachkenntnisse auf dem Kompetenzniveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens verfügen" (§ 3 Abs. 1 Bewachungsverordnung). Aus diesem Grund muss mit der Anmeldung das Sprachniveau nachgewiesen werden. Dies erfolgt durch:
  • ein Zeugnis über einen deutschsprachigen Schulabschluss (z.B. Haupt-, Real- oder Oberschule, Gymnasium -auch bilingual-, Berufsschule, Fachhochschule, Universität oder ähnlich)
    oder
  • den Nachweis deutsches Sprachniveau B1 (gem. Gemeinsamer Europäischer Referenzrahmen für Sprachen des Europarates)

"Die Industrie- und Handelskammer stellt eine Bescheinigung nach Anlage 1 aus, wenn die unterrichtete Person am Unterricht ohne Fehlzeiten teilgenommen hat und sich die Kammer durch geeignete Maßnahmen, insbesondere durch einen aktiven Dialog mit den Unterrichtsteilnehmern sowie durch mündliche und schriftliche Verständnisfragen nach jedem Sachgebiet, davon überzeugt hat, dass die Person mit den für die Ausübung des Gewerbes notwendigen rechtlichen Vorschriften und fachspezifischen Pflichten und Befugnissen sowie deren praktischer Anwendung nach Maßgabe von § 4 vertraut ist."
(§ 3 Abs. 2 Bewachungsverordnung)

Veranstaltungstipps

Ansprechpartner

Petra Birke
Telefon: 0351 2802-154
Grit Lehmann
Telefon: 0351 2802-146
docID: D62864