IHK Dresden: Gastronomie und Tourismus

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Gastronomie und Tourismus

Mit 7,9 Millionen Gästeankünften und 19,5 Millionen Übernachtungen begrüßte Sachsen 2017 so viele Gäste wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 1992. Der Tourismus in Sachsen festigt damit seine Position auf dem hohen Niveau der Vorjahre und bleibt ein wichtiges wirtschaftliches Standbein unserer Region. Dahinter stehen rund 7.100 Unternehmen im Kammerbezirk Dresden - egal ob Hotel, Gaststätte oder Pension, Freizeiteinrichtung, Campingplatz, Reiseveranstalter oder -mittler. Diese Wirtschaftskraft zu sichern und auszubauen, ist unser Ziel. Die IHK Dresden berät und ist Partner für tourismuspolitische Fragen und bietet eine Plattform für konstruktiven Informations- und Meinungsaustausch zwischen den am Tourismus beteiligten Unternehmen, Verbänden sowie Institutionen.

 

Unsere Leistungen für die Tourismuswirtschaft im Überblick

  • Die IHK bündelt und vertritt die Interessen des gesamten Tourismusgewerbes gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Der Tourismusausschuss der IHK Dresden bietet allen kammerzugehörigen Akteuren der Tourismuswirtschaft eine Plattform, um aktuelle Themen zu diskutieren und sich für einen attraktiven und leistungsstarken Tourismusstandort einzusetzen.
  • Die IHK Dresden berät Sie zu allen unternehmensrelevanten Fragestellungen. Wir unterstützen Sie bei Ihren Förderanträgen, verfassen fachliche Stellungnahmen und geben Tipps für die Weiterentwicklung Ihres Unternehmens.
  • Die IHK ist Forum für den Informationsaustausch. Jährlich bieten wir eine Vielzahl an Fachveranstaltungen, Seminaren und Unternehmergesprächen an.
  • Die IHK Dresden liefert Zahlen und Fakten. Im Rahmen der Konjunkturumfrage analysieren wir kontinuierlich das Meinungsbild der touristischen Unternehmen im IHK-Bezirk.
  • Die IHK fördert Kooperationen, denn Tourismus ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die IHK Dresden arbeitet daher eng mit den Ministerien, dem Landestourismusverband Sachsen e.V., der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH, dem DEHOGA Sachsen und den regionalen Tourismusverbänden zusammen.
  • Die IHK Dresden setzt sich für die Qualitätsentwicklung im Tourismus ein und ist Mitglied in der DEHOGA-Hotelklassifizierungskommission und im Landesbeirat für Kur- und Erholungsorte im Freistaat Sachsen. Zudem wird die Initiative ServiceQualität Deutschland in Sachsen ideell unterstützt.
  • Die IHKs sind zuständige Stellen für die Eintragung, Beratung und Überwachung von Ausbildungsverhältnissen in allen tourismusrelevanten Berufen. Hierzu zählen z. B. die Berufe des Hotel- und Gaststättenbereichs, der Reisebüros, des Handels und der Dienstleistung.

 

Zahlen / Daten / Fakten

Tourismusbetriebe im Kammerbezirk

Im Kammerbezirk Dresden engagieren sich rund 7.100 Unternehmen für ein gelungenes Reiseerlebnis des Gastes. Der Großteil der Unternehmen entfällt auf den Wirtschaftszweig der Gastronomie. Mit Stand 31. Dezember 2017 gehören insgesamt 4.799 Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben, Cafés, Eissalons und andere Verpflegungsdienstleistungen zum Bezirk der IHK Dresden. Dahinter folgt die Beherbergungsbranche mit 1.386 Hotels, Gasthöfen und Pensionen. Aber auch Ferienzentren, Campingplätze und andere Beherbergungsstätten zählen dazu. Des Weiteren sind im Kammerbezirk Dresden 935 Reisebüros und Reiseveranstalter aktiv. Als Querschnittsbranche profitieren noch viele weitere Wirtschaftszweige wie Einzelhandel, Handwerk oder Dienstleistungsbetriebe vom Tourismus.
 

Tourismusstrategie Sachsen 2020

Im November 2011 wurde im Kabinett die Tourismusstrategie 2020 des Freistaates Sachsen beschlossen. Damit sind die Weichen für die zukünftige touristische Entwicklung in Sachsen gestellt und ein Orientierungsrahmen für alle Tourismusbeteiligten gesetzt. Ziel ist es, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Reiseregionen in Sachsen zu stärken. Die sächsischen IHKs waren bei der Erstellung der Strategie einbezogen und haben sich u.a. für eine Senkung der Belastungen der Unternehmen insbesondere im Bereich GEMA, GEZ und Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie stark gemacht.
Mitte Januar 2017 gab das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr den Startschuss zur Fortschreibung der Tourismusstrategie. Bereits im November 2016 hatten die sächsischen Industrie- und Handelskammern ihre Positionen eingebracht. Im Kern ging es um die Stärkung der Akzeptanz und Anerkennung des Tourismus als wichtiges Standbein der sächsischen Wirtschaft. Die sächsischen IHKs sind in dem Prozess der Fortschreibung weiterhin eingebunden und werden auf eine Berücksichtigung der Belange der Tourismuswirtschaft hinwirken.
Tourismusstrategie Sachsen 2020

 

Weitere Studien

Wirtschaftliche Situation des Hotel- und Gaststättengewerbes

Mit über 8.700 Unternehmen und rund 2,4 Milliarden Euro Umsatz ist das Gastgewerbe der bedeutendste Wirtschaftsfaktor im Bereich Tourismus. Insgesamt ist die wirtschaftliche Leistungskraft des sächsischen Gastgewerbes trotz leicht rückläufiger Unternehmenszahlen weiter gestiegen. So hat sich die Anzahl aller gastgewerblichen Unternehmen im Freistaat Sachsen von 2012 bis 2015 zwar um 2,8 Prozent verringert, allerdings stieg im gleichen Zeitraum der gastgewerbliche Umsatz um 11,2 Prozent an. Dabei ist die Entwicklung standortspezifisch sehr unterschiedlich ausgeprägt. So konnten vor allem die Sächsische Schweiz und die Stadt Leipzig einen Zuwachs an Kapazitäten vermelden. In den anderen Destinationen sind vor allem kleinere Betriebseinheiten aus dem Markt ausgeschieden.
Jedoch darf die gute Umsatz- und Investitionsentwicklung der Branche nicht darüber hinwegtäuschen, dass in der Ertragskraft der Unternehmen keine durchdringenden Verbesserungen zu verzeichnen sind. Die wesentlichen Ursachen liegen in steigenden Personalkosten sowie Warenkosten begründet. Gleichzeitig sehen die gastgewerblichen Betriebe mehrere Risiken für die zukünftige Entwicklung ihres Unternehmens. So hat sich die Sicherung des Mitarbeiter- und Fachkräftemangels zum zentralen Thema der Branche und schon für manche Betriebe zum existenziellen Risiko entwickelt. Aber auch die Auseinandersetzung mit Arbeitszeitregelungen und Aufzeichnungspflichten sowie steigende Personalkosten haben in vielen Betrieben zu Konsequenzen geführt.
Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) sowie der sächsischen Industrie- und Handelskammern und des DEHOGA Sachsen wurden die betriebswirtschaftlichen Kennziffern der Branche analysiert und darauf aufbauend das Entwicklungs- und Investitionspotenzial eingeschätzt. Hierfür hat die BBE Handelsberatung zwischen Februar und Juni 2018 über 300 gastgewerbliche Unternehmen befragt.

OSV-Tourismusbarometer 2018

Sachsen und Sachsen-Anhalt waren die dynamischsten Bundesländer im Tourismus in Ostdeutschland 2017. Die positive Konjunktur und die insgesamt gute Stimmung auf dem Markt ließen zentrale betriebswirtschaftliche Kennzahlen wie die Umsatzrendite auf ein Rekordhoch von 7,5 Prozent steigen. Dennoch fordert das aktuelle Sparkassen-Tourismusbarometer Ostdeutschland, die künftigen Herausforderungen in den Bereichen Digitalisierung, Sharing Economy und neue Anbieterkooperationen, Tourismusbewusstsein und Tourismusakzeptanz aktiv anzugehen. Speziell der Beherbergungsmarkt in Deutschland ist in Bewegung. Wer nicht mithalten kann, muss schließen. Wer nicht investiert, fällt aus dem Raster. Eine Riesenherausforderung in dem mehrheitlich klein strukturierten Markt. Denn vor allem in Thüringen und Sachsen stellen Pensionen und Gasthöfe gut die Hälfte der Betriebe dar. Den Trends und Entwicklungen nach zu urteilen, wird der Beherbergungsmarkt der Zukunft im Wesentlichen durch vier Hauptbetriebstypen geprägt sein: Budgetbetriebe, Konzeptbetriebe, Luxusbetriebe und Kettenbetriebe. Ohne eigenes "Thema" oder die Besetzung zielgruppenspezifischer Nischen wird es künftig schwer, mitzuhalten. Die Marktführer setzen mit ihren Produkten Maßstäbe, an die sich die kleineren Betriebe anpassen müssen. Insbesondere in ländlichen Regionen müssen die lokalen Besonderheiten authentisch gelebt werden, um sich klar abzugrenzen. Die sich verschärfende Konkurrenzsituation zwingt die Beherbergungsbetriebe dazu, sich nach außen klarer zu positionieren und nach innen bestehende Prozesse professioneller zu gestalten. Weitere Informationen zum Tourismusbarometer finden Sie im Internet unter http://www.tourismusbarometer.de.
 

Wirtschaftsfaktor Tourismus in Sachsen

Tourismus hat sich zu einem wichtigen Glied in der Wertschöpfungskette des Landes entwickelt. Reisen und Tagesausflüge erzielten 2016 einen Bruttoumsatz von 7,78 Mrd. Euro, daraus ergibt sich ein Einkommensäquivalent von rund 188.400 Menschen, die ihren Lebensunterhalt vom Tourismus bestreiten können. Zu diesem Ergebnis kommt der Landestourismusverband Sachsen e.V. in seiner Berechnung zum Wirtschaftsfaktor Tourismus 2017. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.ltv-sachsen.de.

 

Rechtliche Anforderungen

Sächsisches Gaststättengesetz (SächsGastG)

Sächsische Wirte müssen bei Eröffnung einer Gaststätte und auch nach einem Betreiberwechsel keine teure Genehmigung mehr einholen. Das geht aus dem im Juli 2011 novellierten sächsischen Gaststättengesetz hervor. Seitdem genügt bei Eröffnung und Wechsel eine kurze Information bei der zuständigen Gewerbebehörde spätestens vier Wochen vor Beginn des Betriebs (bei Straußwirtschaften 2 Wochen). Auch der Nachweis einer gaststättenrechtlichen Unterrichtung bei der Industrie- und Handelskammer ist seitdem nicht mehr erforderlich. Wird in der Gaststätte auch Alkohol angeboten, wird die Zuverlässigkeit des Gewerbetreibenden anhand eines Führungszeugnisses sowie weiterer Dokumente geprüft. Merkblatt zum Sächsischen Gaststättengesetz
 

Infektionsschutzgesetz

Alle Mitarbeiter eines gastronomischen Betriebes, die mit Lebensmitteln in direkten (mit der Hand) oder indirekten (z.B. über Geschirr) Kontakt kommen, müssen bei Aufnahme ihrer Tätigkeit einen Nachweis der beim örtlichen Gesundheitsamt durchgeführten Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz vorlegen. Die Belehrung darf bei Beginn der Tätigkeit nicht älter als drei Monate sein. Darüber hinaus ist jeder Gastronom/ Gewerbetreibende verpflichtet, betreffende Mitarbeiter nach Aufnahme ihrer Tätigkeit und dann alle zwei Jahre über die Tätigkeitsverbote und Verpflichtungen nach dem Infektionsschutzgesetz zu belehren und dies entsprechend zu dokumentieren.
 

Lebensmittelhygiene

Eine gute, betriebliche Hygienepraxis hat in der Gastronomie oberste Priorität. Es ist die gesetzliche Pflicht und liegt in der Verantwortung aller Gastronomen - vom Imbissbetrieb, über Kneipen und Bars, Cafés und Restaurants, bis hin zum Caterer - hygienisch einwandfrei zu arbeiten und damit Lebensmittelsicherheit zu garantieren. Das beinhaltet insbesondere, dass ein Kontroll- bzw. Überwachungssystem gemäß den Grundsätzen des HACCP im jeweiligen Betrieb einzuführen ist (siehe EG-Verordnung Nr. 852/2004). Darüber hinaus sind in § 4 der Lebensmittelhygieneverordnung (LMHV) Schulungen zur Erlangung von Fachkenntnissen in der Lebensmittelhygiene zwingend vorgeschrieben. Ausnahmen von der Schulungspflicht gelten für Personen, die bereits eine Ausbildung oder ein Studium mit Vermittlung von Kenntnissen im Lebensmittelbereich abgeschlossen haben. Die IHK Dresden bieten hierfür regelmäßig Kurzschulungen zur Lebensmittelhygiene an.
 

Kennzeichnung von Lebensmitteln

Seit dem 13. Dezember 2014 gilt die neue EU-Lebensmittelinformationsverordnung. Ziel der Verordnung ist, Verbraucher über Allergene, Energie- und Nährwerte, Lebensmittelimitate und die Herkunft von Lebensmitteln zu informieren. Damit entstanden neue Vorschriften zur Information über allergene Zutaten in unverpackten Lebensmitteln. Diese sind seit Juli 2017 in der "Verordnung zur Durchführung unionsrechtlicher Vorschriften betreffend die Information über Lebensmittel" (LMIDV) geregelt. Alle wichtigen Informationen - von der Kennzeichnung über die Umsetzung im Gastgewerbe bis zur Beschreibung der Allergene - finden Sie in diesem Infoblatt zur Kennzeichnung von Lebensmitteln im Gastgewerbe.
 

Aktuelles Reiserecht für Gastgeber, Vermittler und Reiseveranstalter

Durch die Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie in deutsches Recht müssen Anbieter von Pauschalreisen, Reisevermittler und unter bestimmten Voraussetzungen auch Beherbergungsbetriebe mit dem 1. Juli 2018 neue Regelungen beachten. Neu sind vor allem Regelungen zur Reisevermittlung und die Vermittlung "verbundener Reiseleistungen". Ebenso werden die reiserechtlichen Informationspflichten erweitert und es gibt eine Vielzahl von Formblättern, die bei der Buchung einer Pauschalreise oder bei der Vermittlung von verbundenen Reiseleistungen an den Kunden übergeben werden müssen. Einen Überblick zu den Regelungen für Gastgeber, Vermittler und Reiseveranstalter finden sie in unseren Merkblättern zusammengefasst.

Meldungen

Aktuelle Meldungen

42. Bundes-Immissionsschutzverordnung

Meldefrist für Verdunstungskühlanlagen und Nassabscheider beachten!

06.08.2018 | 
    Gastronomie und Tourismus, Handel, Industrie, Umwelt, Umwelt- und Energiewirtschaft

Bis zum 19. August müssen alle Betreiber ihre technischen Anlagen, aus denen Legionellen emittiert werden könnten, auf einer neuen Internetplattform anmelden.

Neue Gastgewerbestudie bestätigt stabile Entwicklung, Herausforderungen bleiben

06.08.2018 | 
    Gastronomie und Tourismus

Mit über 8.700 Unternehmen und rund 2,4 Milliarden Euro Umsatz ist das Gastgewerbe der bedeutendste Wirtschaftsfaktor im Bereich Tourismus.

Legionellen in Verdunstungskühlanlagen und Nassabscheidern

Anzeige ausschließlich über ein Online-Portal

02.07.2018 | 
    Gastronomie und Tourismus, Industrie, Umwelt, Umwelt- und Energiewirtschaft

Bis spätestens 19. August 2018 müssen Betreiber von Verdunstungskühlanlagen, Kühltürmen oder Nassabscheidern, die dem Anwendungsbereich der 42. Bundesimmissionsschutzverordnung unterliegen, ihre Anlagen anzeigen - das wird ausschließlich online möglich sein.

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