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Gastronomie und Tourismus

Die sächsische Tourismusbranche konnte ihren Erfolg in den letzten Jahren immer weiter ausbauen. Mit über 20,2 Mio. Übernachtungen und knapp 8,5 Mio. Ankünften gab es im Jahr 2019 einen neuen Tourismusrekord. Dahinter stehen rund 8.000 Unternehmen im Kammerbezirk Dresden - egal ob Hotel, Gaststätte oder Pension, Freizeiteinrichtung, Campingplatz oder Reisebüro. Alle diese Betriebe hat die Coronakrise vor enorme Herausforderungen gestellt. Und auch wenn inzwischen erste touristische Aktivitäten wie Restaurantbesuche oder Hotelübernachtungen wieder möglich sind, trifft die Pandemie die Tourismuswirtschaft weiterhin ins Mark. Die Umsatzeinbrüche in den verschiedenen Branchenteilen waren und sind immens. Unser Ziel ist es, die Wirtschaftskraft der Branche auch weiterhin zu erhalten.

 

Unsere Leistungen für die Tourismuswirtschaft im Überblick

  • Die IHK bündelt und vertritt die Interessen des gesamten Tourismusgewerbes gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Der Tourismusausschuss der IHK Dresden bietet allen kammerzugehörigen Akteuren der Tourismuswirtschaft eine Plattform, um aktuelle Themen zu diskutieren und sich für einen attraktiven und leistungsstarken Tourismusstandort einzusetzen.
  • Die IHK Dresden berät Sie zu allen unternehmensrelevanten Fragestellungen. Wir unterstützen Sie bei Ihren Förderanträgen, verfassen fachliche Stellungnahmen und geben Tipps für die Weiterentwicklung Ihres Unternehmens.
  • Die IHK ist Forum für den Informationsaustausch. Jährlich bieten wir eine Vielzahl an Fachveranstaltungen, Seminaren und Unternehmergesprächen an.
  • Die IHK Dresden liefert Zahlen und Fakten. Im Rahmen von Studien und Umfragen analysieren wir kontinuierlich das Lagebild der touristischen Unternehmen im IHK-Bezirk.
  • Die IHK fördert Kooperationen, denn Tourismus ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die IHK Dresden arbeitet daher eng mit den Ministerien, dem Landestourismusverband Sachsen e.V., der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH, dem DEHOGA Sachsen und den Destinationsmanagementorganisationen zusammen.
  • Die IHK Dresden setzt sich für die Qualitätsentwicklung im Tourismus ein und ist Mitglied in der DEHOGA-Hotelklassifizierungskommission und im Landesbeirat für Kur- und Erholungsorte im Freistaat Sachsen.
  • Die IHKs sind zuständige Stellen für die Eintragung, Beratung und Überwachung von Ausbildungsverhältnissen in allen tourismusrelevanten Berufen.

 

Zahlen / Daten / Fakten

Tourismusbetriebe im Kammerbezirk

Im Kammerbezirk Dresden engagieren sich fast 8.000 Unternehmen für ein gelungenes Reiseerlebnis des Gastes. Der Großteil der Unternehmen entfällt auf den Wirtschaftszweig der Gastronomie. Mit Stand 31. Dezember 2019 gehören insgesamt 5.431 Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben, Cafés, Eissalons und andere Verpflegungsdienstleistungen zum Bezirk der IHK Dresden. Dahinter folgt die Beherbergungsbranche mit 1.549 Hotels, Gasthöfen und Pensionen. Aber auch Ferienzentren, Campingplätze und andere Beherbergungsstätten zählen dazu. Des Weiteren sind im Kammerbezirk Dresden 963 Reisebüros und Reiseveranstalter aktiv. Als Querschnittsbranche profitieren noch viele weitere Wirtschaftszweige wie Einzelhandel, Handwerk oder Dienstleistungsbetriebe vom Tourismus.
 

Tourismusstrategie Sachsen 2025

Im Januar 2019 wurde im Kabinett die Tourismusstrategie 2025 des Freistaates Sachsen verabschiedet. Die sächsische Staatsregierung benennt die entscheidenden Stellschrauben um den Tourismus zu stärken - ökonomisch, regional und zukunftsorientiert. Standen in der Vergangenheit die Leistungsfähigkeit touristischer Organisationen und deren Förderung im Vordergrund, kommen nun zunehmend Fragen der Fachkräftesicherung, Qualitätssteigerung, Qualifizierung, sowie die Ansiedlung von leistungsfähigen Tourismusbetrieben hinzu. Mit gezielten Maßnahmen wird u.a. der Ganzjahrestourismus ausgebaut, weiterhin wird die Stärkung der mittelständisch geprägten Tourismuswirtschaft fokussiert. Die sächsischen IHKs waren von Anfang an in den Prozess der Fortschreibung eingebunden und haben sich u.a. Abbau der Bürokratie und Aktivitäten der Unternehmensnachfolge stark gemacht.Tourismusstrategie Sachsen 2025

 

Weitere Studien

Studie zur Kultur- und Freizeitwirtschaft

Die Kultur- und Freizeitwirtschaft stellt im Kammerbezirk Dresden eine der tragenden Säulen der Wirtschaft dar: Jedes Jahr spielen Kultur, Freizeit und Events rund 489 Millionen Euro ein. Dabei gehen die ökonomischen Effekte weit über die Eintrittserlöse hinaus. Insbesondere Hotellerie und Gastronomie, Einzelhandel und der Dienstleistungssektor profitieren direkt.
Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der IHK Dresden, welche im ersten Halbjahr 2019 durch die dwif-Consulting GmbH aus München realisiert wurde. Grundlage war die Befragung von 365 Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie 135 Großveranstaltungen. Der Untersuchung zufolge besuchen jährlich etwa 20 Millionen Gäste die Kultur- und Freizeiteinrichtungen im IHK-Bezirk. Hinzu kommen weitere 5,5 Millionen Besucher von Veranstaltungen. Dabei sind Stadtfeste und Märkte besonders beliebt.
Die Ergebnisse liegen in zwei Studien vor: 
Freizeitstudie für Sachsen und Freizeitstudie für den Kammerbezirk Dresden.
 

Wirtschaftliche Situation des Hotel- und Gaststättengewerbes

Insgesamt ist die wirtschaftliche Leistungskraft des sächsischen Gastgewerbes trotz leicht rückläufiger Unternehmenszahlen weiter gestiegen. So hat sich die Anzahl aller gastgewerblichen Unternehmen im Freistaat Sachsen von 2012 bis 2015 zwar um 2,8 Prozent verringert, allerdings stieg im gleichen Zeitraum der gastgewerbliche Umsatz um 11,2 Prozent an. Dabei ist die Entwicklung standortspezifisch sehr unterschiedlich ausgeprägt. So konnten vor allem die Sächsische Schweiz und die Stadt Leipzig einen Zuwachs an Kapazitäten vermelden. In den anderen Destinationen sind vor allem kleinere Betriebseinheiten aus dem Markt ausgeschieden.
Jedoch darf die gute Umsatz- und Investitionsentwicklung der Branche nicht darüber hinwegtäuschen, dass in der Ertragskraft der Unternehmen keine durchdringenden Verbesserungen zu verzeichnen sind. Die wesentlichen Ursachen liegen in steigenden Personalkosten sowie Warenkosten begründet. Gleichzeitig sehen die gastgewerblichen Betriebe mehrere Risiken für die zukünftige Entwicklung ihres Unternehmens. So hat sich die Sicherung des Mitarbeiter- und Fachkräftemangels zum zentralen Thema der Branche und schon für manche Betriebe zum existenziellen Risiko entwickelt. Aber auch die Auseinandersetzung mit Arbeitszeitregelungen und Aufzeichnungspflichten sowie steigende Personalkosten haben in vielen Betrieben zu Konsequenzen geführt.
Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) sowie der sächsischen Industrie- und Handelskammern und des DEHOGA Sachsen wurden die betriebswirtschaftlichen Kennziffern der Branche analysiert und darauf aufbauend das Entwicklungs- und Investitionspotenzial eingeschätzt. Hierfür hat die BBE Handelsberatung zwischen Februar und Juni 2018 über 300 gastgewerbliche Unternehmen befragt.

 

Rechtliche Anforderungen

Sächsisches Gaststättengesetz (SächsGastG)

Sächsische Wirte müssen bei Eröffnung einer Gaststätte und auch nach einem Betreiberwechsel keine teure Genehmigung mehr einholen. Das geht aus dem im Juli 2011 novellierten sächsischen Gaststättengesetz hervor. Seitdem genügt bei Eröffnung und Wechsel eine kurze Information bei der zuständigen Gewerbebehörde spätestens vier Wochen vor Beginn des Betriebs (bei Straußwirtschaften 2 Wochen). Auch der Nachweis einer gaststättenrechtlichen Unterrichtung bei der Industrie- und Handelskammer ist seitdem nicht mehr erforderlich. Wird in der Gaststätte auch Alkohol angeboten, wird die Zuverlässigkeit des Gewerbetreibenden anhand eines Führungszeugnisses sowie weiterer Dokumente geprüft. Merkblatt zum Sächsischen Gaststättengesetz
 

Infektionsschutzgesetz

Alle Mitarbeiter eines gastronomischen Betriebes, die mit Lebensmitteln in direkten (mit der Hand) oder indirekten (z.B. über Geschirr) Kontakt kommen, müssen bei Aufnahme ihrer Tätigkeit einen Nachweis der beim örtlichen Gesundheitsamt durchgeführten Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz vorlegen. Die Belehrung darf bei Beginn der Tätigkeit nicht älter als drei Monate sein. Darüber hinaus ist jeder Gastronom/ Gewerbetreibende verpflichtet, betreffende Mitarbeiter nach Aufnahme ihrer Tätigkeit und dann alle zwei Jahre über die Tätigkeitsverbote und Verpflichtungen nach dem Infektionsschutzgesetz zu belehren und dies entsprechend zu dokumentieren.
 

Lebensmittelhygiene

Eine gute, betriebliche Hygienepraxis hat in der Gastronomie oberste Priorität. Es ist die gesetzliche Pflicht und liegt in der Verantwortung aller Gastronomen - vom Imbissbetrieb, über Kneipen und Bars, Cafés und Restaurants, bis hin zum Caterer - hygienisch einwandfrei zu arbeiten und damit Lebensmittelsicherheit zu garantieren. Das beinhaltet insbesondere, dass ein Kontroll- bzw. Überwachungssystem gemäß den Grundsätzen des HACCP im jeweiligen Betrieb einzuführen ist (siehe EG-Verordnung Nr. 852/2004). Darüber hinaus sind in § 4 der Lebensmittelhygieneverordnung (LMHV) Schulungen zur Erlangung von Fachkenntnissen in der Lebensmittelhygiene zwingend vorgeschrieben. Ausnahmen von der Schulungspflicht gelten für Personen, die bereits eine Ausbildung oder ein Studium mit Vermittlung von Kenntnissen im Lebensmittelbereich abgeschlossen haben. Die IHK Dresden bieten hierfür regelmäßig Kurzschulungen zur Lebensmittelhygiene an.
 

Kennzeichnung von Lebensmitteln

Seit dem 13. Dezember 2014 gilt die neue EU-Lebensmittelinformationsverordnung. Ziel der Verordnung ist, Verbraucher über Allergene, Energie- und Nährwerte, Lebensmittelimitate und die Herkunft von Lebensmitteln zu informieren. Damit entstanden neue Vorschriften zur Information über allergene Zutaten in unverpackten Lebensmitteln. Diese sind seit Juli 2017 in der "Verordnung zur Durchführung unionsrechtlicher Vorschriften betreffend die Information über Lebensmittel" (LMIDV) geregelt. Alle wichtigen Informationen - von der Kennzeichnung über die Umsetzung im Gastgewerbe bis zur Beschreibung der Allergene - finden Sie in diesem Infoblatt zur Kennzeichnung von Lebensmitteln im Gastgewerbe.
 

Aktuelles Reiserecht für Gastgeber, Vermittler und Reiseveranstalter

Durch die Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie in deutsches Recht müssen Anbieter von Pauschalreisen, Reisevermittler und unter bestimmten Voraussetzungen auch Beherbergungsbetriebe mit dem 1. Juli 2018 neue Regelungen beachten. Neu sind vor allem Regelungen zur Reisevermittlung und die Vermittlung "verbundener Reiseleistungen". Ebenso werden die reiserechtlichen Informationspflichten erweitert und es gibt eine Vielzahl von Formblättern, die bei der Buchung einer Pauschalreise oder bei der Vermittlung von verbundenen Reiseleistungen an den Kunden übergeben werden müssen. Einen Überblick zu den Regelungen für Gastgeber, Vermittler und Reiseveranstalter finden sie in unseren Merkblättern zusammengefasst.

Meldungen

Aktuelle Meldungen

Fristverlängerung zur Umstellung von Registrierkassen

15.07.2020 | 
    Gastronomie und Tourismus, Handel, Recht und Steuern

Der Freistaat Sachsen gibt den Unternehmen aufgrund der Corona-Pandemie mehr Zeit für die Aufrüstung von elektronischen Registrierkassen mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung (TSE). Statt bis zum 30. September 2020 haben betroffene Unternehmen bis zum 31. März 2021 Zeit dafür. 

Beherbergungsverbot für Gäste aus Gebieten mit hoher Corona-Infektionsrate

06.07.2020 | 
    Gastronomie und Tourismus

Seit 27. Juni 2020 gelten mit der neuen Corona-Schutz-Verordnung grundlegende Vorschriften. Dazu gehört, dass Gäste aus Risikogebieten mit hohen Infektionszahlen ein entsprechendes ärztliches Zeugnis über Infektionsfreiheit bei den gastgebenden Hotels und Beherbergungsstätten vorlegen müssen.

Denkzeit Event - Wettbewerb für die sächsische Eventbranche

06.07.2020 | 
    Gastronomie und Tourismus

Das sächsische Staatsministerium für Kultur und Tourismus hat ca. 1,5 Millionen Euro eingestellt, um innovative Konzepte und Maßnahmen für Veranstaltungsformate unter Corona-Bedingungen zu fördern. Die besten Ansätze werden in einem Wettbewerb prämiert und erhalten ein Preisgeld für die Umsetzung der Veranstaltung. 

Umsatzsteuersenkung ab 1. Juli 2020

26.06.2020 | 
    Gastronomie und Tourismus, Handel, Recht und Steuern

Die Bundesregierung hat als Teil ihres Konjunkturpakets nach der Corona-Pandemie unter anderem eine temporäre Senkung der Umsatzsteuer vom 1. Juli bis 31. Dezember 2020 beschlossen. Aber wie setzen Unternehmen diese Senkung nun kurzfristig um? 

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