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Gastronomie und Tourismus

Mit 8,1 Millionen Gästeankünften und 20 Millionen Übernachtungen begrüßte Sachsen 2018 so viele Gäste wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 1992. Der Tourismus in Sachsen festigt damit seine Position auf dem hohen Niveau der Vorjahre und bleibt ein wichtiges wirtschaftliches Standbein unserer Region. Dahinter stehen rund 7.000 Unternehmen im Kammerbezirk Dresden - egal ob Hotel, Gaststätte oder Pension, Freizeiteinrichtung, Campingplatz, Reiseveranstalter oder -mittler. Diese Wirtschaftskraft zu sichern und auszubauen, ist unser Ziel. Die IHK Dresden berät und ist Partner für tourismuspolitische Fragen und bietet eine Plattform für konstruktiven Informations- und Meinungsaustausch zwischen den am Tourismus beteiligten Unternehmen, Verbänden sowie Institutionen.

 

Unsere Leistungen für die Tourismuswirtschaft im Überblick

  • Die IHK bündelt und vertritt die Interessen des gesamten Tourismusgewerbes gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit. Der Tourismusausschuss der IHK Dresden bietet allen kammerzugehörigen Akteuren der Tourismuswirtschaft eine Plattform, um aktuelle Themen zu diskutieren und sich für einen attraktiven und leistungsstarken Tourismusstandort einzusetzen.
  • Die IHK Dresden berät Sie zu allen unternehmensrelevanten Fragestellungen. Wir unterstützen Sie bei Ihren Förderanträgen, verfassen fachliche Stellungnahmen und geben Tipps für die Weiterentwicklung Ihres Unternehmens.
  • Die IHK ist Forum für den Informationsaustausch. Jährlich bieten wir eine Vielzahl an Fachveranstaltungen, Seminaren und Unternehmergesprächen an.
  • Die IHK Dresden liefert Zahlen und Fakten. Im Rahmen der Konjunkturumfrage analysieren wir kontinuierlich das Meinungsbild der touristischen Unternehmen im IHK-Bezirk.
  • Die IHK fördert Kooperationen, denn Tourismus ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die IHK Dresden arbeitet daher eng mit den Ministerien, dem Landestourismusverband Sachsen e.V., der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH, dem DEHOGA Sachsen und den regionalen Tourismusverbänden zusammen.
  • Die IHK Dresden setzt sich für die Qualitätsentwicklung im Tourismus ein und ist Mitglied in der DEHOGA-Hotelklassifizierungskommission und im Landesbeirat für Kur- und Erholungsorte im Freistaat Sachsen. Zudem wird die Initiative ServiceQualität Deutschland in Sachsen ideell unterstützt.
  • Die IHKs sind zuständige Stellen für die Eintragung, Beratung und Überwachung von Ausbildungsverhältnissen in allen tourismusrelevanten Berufen. Hierzu zählen z. B. die Berufe des Hotel- und Gaststättenbereichs, der Reisebüros, des Handels und der Dienstleistung.

 

Zahlen / Daten / Fakten

Tourismusbetriebe im Kammerbezirk

Im Kammerbezirk Dresden engagieren sich rund 7.000 Unternehmen für ein gelungenes Reiseerlebnis des Gastes. Der Großteil der Unternehmen entfällt auf den Wirtschaftszweig der Gastronomie. Mit Stand 31. Dezember 2018 gehören insgesamt 4.768 Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben, Cafés, Eissalons und andere Verpflegungsdienstleistungen zum Bezirk der IHK Dresden. Dahinter folgt die Beherbergungsbranche mit 1.373 Hotels, Gasthöfen und Pensionen. Aber auch Ferienzentren, Campingplätze und andere Beherbergungsstätten zählen dazu. Des Weiteren sind im Kammerbezirk Dresden 904 Reisebüros und Reiseveranstalter aktiv. Als Querschnittsbranche profitieren noch viele weitere Wirtschaftszweige wie Einzelhandel, Handwerk oder Dienstleistungsbetriebe vom Tourismus.
 

Tourismusstrategie Sachsen 2025

Im Januar 2019 wurde im Kabinett die Tourismusstrategie 2025 des Freistaates Sachsen verabschiedet. Die sächsische Staatsregierung benennt die entscheidenden Stellschrauben um den Tourismus zu stärken - ökonomisch, regional und zukunftsorientiert. Standen in der Vergangenheit die Leistungsfähigkeit touristischer Organisationen und deren Förderung im Vordergrund, kommen nun zunehmend Fragen der Fachkräftesicherung, Qualitätssteigerung, Qualifizierung, sowie die Ansiedlung von leistungsfähigen Tourismusbetrieben hinzu. Mit gezielten Maßnahmen wird u.a. der Ganzjahrestourismus ausgebaut, weiterhin wird die Stärkung der mittelständisch geprägten Tourismuswirtschaft fokussiert. Die sächsischen IHKs waren von Anfang an in den Prozess der Fortschreibung eingebunden und haben sich u.a. Abbau der Bürokratie und Aktivitäten der Unternehmensnachfolge stark gemacht.Tourismusstrategie Sachsen 2025

 

Weitere Studien

Freizeitstudie 2019

Das Fazit der Studie zur Berechnung tourismusrelevanter Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie Großevents im Kammerbezirk Dresden gleich vorweg: Kultur, Freizeit und Events spielen im Kammerbezirk Dresden Jahr für Jahr 600 Millionen Euro ein. Der Tourismus- und Freizeitwirtschaft liegen keine statistischen Kennzahlen vor, da es sich um eine klassische Querschnittsbranche handelt. Die erste derartige Untersuchung stellt eine überaus hohe wirtschaftliche und arbeitsmarktrelevante Bedeutung heraus. Die IHK Dresden hat mit Unterstützung der dwif-Consulting GmbH München die Untersuchung durchgeführt. Basis bildete die Befragung von 365 Einrichtungen und 135 Großevents im Sächsischen Elbland, der Oberlausitz, der Sächsischen Schweiz und der Stadt Dresden im Zeitraum von Juni bis Juli 2019. Die Kultur- und Freizeiteinrichtungen im IHK-Bezirk Dresden verzeichnen pro Jahr Eintrittserlöse in Höhe von etwa 160 Mio. Euro, Veranstaltungen erlösen weitere 23 Mio. Euro. Theater und Musikhäuser generieren die höchsten Pro-Kopf-Einnahmen und tragen zu einem Drittel aller Erlöse bei, im Bereich Veranstaltungen sind es Musikveranstaltungen und Konzerte, auf die sogar ein Anteil von zwei Drittel entfällt. Die ausführliche Studie erhalten Sie von:
Cathleen Nebrich
Telefon: 0351 2802-157
nebrich.cathleen@dresden.ihk.de
 

Wirtschaftliche Situation des Hotel- und Gaststättengewerbes

Insgesamt ist die wirtschaftliche Leistungskraft des sächsischen Gastgewerbes trotz leicht rückläufiger Unternehmenszahlen weiter gestiegen. So hat sich die Anzahl aller gastgewerblichen Unternehmen im Freistaat Sachsen von 2012 bis 2015 zwar um 2,8 Prozent verringert, allerdings stieg im gleichen Zeitraum der gastgewerbliche Umsatz um 11,2 Prozent an. Dabei ist die Entwicklung standortspezifisch sehr unterschiedlich ausgeprägt. So konnten vor allem die Sächsische Schweiz und die Stadt Leipzig einen Zuwachs an Kapazitäten vermelden. In den anderen Destinationen sind vor allem kleinere Betriebseinheiten aus dem Markt ausgeschieden.
Jedoch darf die gute Umsatz- und Investitionsentwicklung der Branche nicht darüber hinwegtäuschen, dass in der Ertragskraft der Unternehmen keine durchdringenden Verbesserungen zu verzeichnen sind. Die wesentlichen Ursachen liegen in steigenden Personalkosten sowie Warenkosten begründet. Gleichzeitig sehen die gastgewerblichen Betriebe mehrere Risiken für die zukünftige Entwicklung ihres Unternehmens. So hat sich die Sicherung des Mitarbeiter- und Fachkräftemangels zum zentralen Thema der Branche und schon für manche Betriebe zum existenziellen Risiko entwickelt. Aber auch die Auseinandersetzung mit Arbeitszeitregelungen und Aufzeichnungspflichten sowie steigende Personalkosten haben in vielen Betrieben zu Konsequenzen geführt.
Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) sowie der sächsischen Industrie- und Handelskammern und des DEHOGA Sachsen wurden die betriebswirtschaftlichen Kennziffern der Branche analysiert und darauf aufbauend das Entwicklungs- und Investitionspotenzial eingeschätzt. Hierfür hat die BBE Handelsberatung zwischen Februar und Juni 2018 über 300 gastgewerbliche Unternehmen befragt.

OSV-Tourismusbarometer 2019

Die Zufriedenheit der Ostdeutschen Übernachtungsgäste ist weiter gestiegen. Das belegt der TrustScore Februar 2019 mit 83,0 Punkte (+0,5 Punkte). Besonders hoch ist die Wiederbesuchs- und Weiterempfehlungsabsicht in den fünf Ostdeutschen Bundesländern. Einher geht dies mit einer höheren Zufriedenheit der Bevölkerung vor Ort. Für Gäste wie für Einheimische ist die Gastronomie das Aushängeschild. Trotz hoher Gewinne haben die Betriebe nicht mehr liquide Mittel zur Verfügung. Der Abschreibungsaufwand sinkt, Schuldenabbau und sinkenden Zinsaufwendungen lässt die Technik, Geräte und Mobiliar in die Jahre kommen. Die Personalkosten sind in den letzten 10 Jahren deutlich gestiegen. In der Gastronomie kommt es auf gute Qualität und entsprechend qualifiziertes Personal an.
Der Hitzesommer 2018 brachte der Freizeitwirtschaft nicht den erwarteten Schub. Eisverkäufer und Freibäder jubelten, wohingegen die Freizeiteinrichtungen sinkenden Besucherzahlen zu verzeichnen hatten. Das Tourismusbarometer stellte mit dem Schwerpunkt: Nachhaltige Mobilität Praxisbeispiele aus den Destinationen vor. Mobilität ist eine zentrale Stellschraube für den Klimaschutz im Tourismus. Weitere Informationen zum Tourismusbarometer finden Sie im Internet unter http://www.tourismusbarometer.de.
 

Wirtschaftsfaktor Tourismus in Sachsen

Tourismus hat sich zu einem wichtigen Glied in der Wertschöpfungskette des Landes entwickelt. Reisen und Tagesausflüge erzielten 2016 einen Bruttoumsatz von 7,78 Mrd. Euro, daraus ergibt sich ein Einkommensäquivalent von rund 188.400 Menschen, die ihren Lebensunterhalt vom Tourismus bestreiten können. Zu diesem Ergebnis kommt der Landestourismusverband Sachsen e.V. in seiner Berechnung zum Wirtschaftsfaktor Tourismus 2017. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.ltv-sachsen.de.

 

Rechtliche Anforderungen

Sächsisches Gaststättengesetz (SächsGastG)

Sächsische Wirte müssen bei Eröffnung einer Gaststätte und auch nach einem Betreiberwechsel keine teure Genehmigung mehr einholen. Das geht aus dem im Juli 2011 novellierten sächsischen Gaststättengesetz hervor. Seitdem genügt bei Eröffnung und Wechsel eine kurze Information bei der zuständigen Gewerbebehörde spätestens vier Wochen vor Beginn des Betriebs (bei Straußwirtschaften 2 Wochen). Auch der Nachweis einer gaststättenrechtlichen Unterrichtung bei der Industrie- und Handelskammer ist seitdem nicht mehr erforderlich. Wird in der Gaststätte auch Alkohol angeboten, wird die Zuverlässigkeit des Gewerbetreibenden anhand eines Führungszeugnisses sowie weiterer Dokumente geprüft. Merkblatt zum Sächsischen Gaststättengesetz
 

Infektionsschutzgesetz

Alle Mitarbeiter eines gastronomischen Betriebes, die mit Lebensmitteln in direkten (mit der Hand) oder indirekten (z.B. über Geschirr) Kontakt kommen, müssen bei Aufnahme ihrer Tätigkeit einen Nachweis der beim örtlichen Gesundheitsamt durchgeführten Belehrung nach dem Infektionsschutzgesetz vorlegen. Die Belehrung darf bei Beginn der Tätigkeit nicht älter als drei Monate sein. Darüber hinaus ist jeder Gastronom/ Gewerbetreibende verpflichtet, betreffende Mitarbeiter nach Aufnahme ihrer Tätigkeit und dann alle zwei Jahre über die Tätigkeitsverbote und Verpflichtungen nach dem Infektionsschutzgesetz zu belehren und dies entsprechend zu dokumentieren.
 

Lebensmittelhygiene

Eine gute, betriebliche Hygienepraxis hat in der Gastronomie oberste Priorität. Es ist die gesetzliche Pflicht und liegt in der Verantwortung aller Gastronomen - vom Imbissbetrieb, über Kneipen und Bars, Cafés und Restaurants, bis hin zum Caterer - hygienisch einwandfrei zu arbeiten und damit Lebensmittelsicherheit zu garantieren. Das beinhaltet insbesondere, dass ein Kontroll- bzw. Überwachungssystem gemäß den Grundsätzen des HACCP im jeweiligen Betrieb einzuführen ist (siehe EG-Verordnung Nr. 852/2004). Darüber hinaus sind in § 4 der Lebensmittelhygieneverordnung (LMHV) Schulungen zur Erlangung von Fachkenntnissen in der Lebensmittelhygiene zwingend vorgeschrieben. Ausnahmen von der Schulungspflicht gelten für Personen, die bereits eine Ausbildung oder ein Studium mit Vermittlung von Kenntnissen im Lebensmittelbereich abgeschlossen haben. Die IHK Dresden bieten hierfür regelmäßig Kurzschulungen zur Lebensmittelhygiene an.
 

Kennzeichnung von Lebensmitteln

Seit dem 13. Dezember 2014 gilt die neue EU-Lebensmittelinformationsverordnung. Ziel der Verordnung ist, Verbraucher über Allergene, Energie- und Nährwerte, Lebensmittelimitate und die Herkunft von Lebensmitteln zu informieren. Damit entstanden neue Vorschriften zur Information über allergene Zutaten in unverpackten Lebensmitteln. Diese sind seit Juli 2017 in der "Verordnung zur Durchführung unionsrechtlicher Vorschriften betreffend die Information über Lebensmittel" (LMIDV) geregelt. Alle wichtigen Informationen - von der Kennzeichnung über die Umsetzung im Gastgewerbe bis zur Beschreibung der Allergene - finden Sie in diesem Infoblatt zur Kennzeichnung von Lebensmitteln im Gastgewerbe.
 

Aktuelles Reiserecht für Gastgeber, Vermittler und Reiseveranstalter

Durch die Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie in deutsches Recht müssen Anbieter von Pauschalreisen, Reisevermittler und unter bestimmten Voraussetzungen auch Beherbergungsbetriebe mit dem 1. Juli 2018 neue Regelungen beachten. Neu sind vor allem Regelungen zur Reisevermittlung und die Vermittlung "verbundener Reiseleistungen". Ebenso werden die reiserechtlichen Informationspflichten erweitert und es gibt eine Vielzahl von Formblättern, die bei der Buchung einer Pauschalreise oder bei der Vermittlung von verbundenen Reiseleistungen an den Kunden übergeben werden müssen. Einen Überblick zu den Regelungen für Gastgeber, Vermittler und Reiseveranstalter finden sie in unseren Merkblättern zusammengefasst.

Meldungen

Aktuelle Meldungen

Umfrage zum IHK-Tourismustag: Wie digital sind Sie schon aufgestellt?

08.01.2020 | 
    Gastronomie und Tourismus

Die Digitalisierung ermöglicht heute Dinge, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Viele Unternehmer stehen jedoch vor der Frage, wie sie die neuen Möglichkeiten im Unternehmen umsetzen können. Der IHK-Tourismustag macht das zum Thema. Eine dazugehörige Umfrage im Vorfeld braucht Ihre Erfahrungen dazu!   

Landestourismusverband Sachsen e.V. (LTV SACHSEN) startet praxisnahes Digitalprojekt im Tourismus

19.12.2019 | 
    Gastronomie und Tourismus

Um Tourismusunternehmen für die Digitalisierung fit zu machen, startet der LTV SACHSEN in Kooperation mit dem Hotel- und Gaststättenverband Sachsen e.V. (DEHOGA SACHSEN) ein praxisnahes Digitalprojekt im Tourismus. Mit Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr werden Beratungspakete für insgesamt 15 touristische Akteure im Freistaat ausgelobt.

Legionellen in Verdunstungskühlanlagen, Kühltürmen und Nassabscheidern

Auslegungsfragenkatalog zur 42. BImSchV veröffentlicht

12.11.2019 | 
    Gastronomie und Tourismus, Handel, Industrie, Umwelt, Umwelt- und Energiewirtschaft

In der unternehmerischen Praxis treten viele Fragen zum Anwendungsbereich, zu den Betriebsanforderungen sowie zu Informations- und Prüfpflichten der Verordnung über Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider auf. Die für den Vollzug zuständigen Länder haben nun Antworten abgestimmt und veröffentlicht.

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