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Russland - Ukraine

Ukraine - Russland
Mit dem militärischen Angriff Russlands auf die Ukraine haben sich die Rahmenbedingungen für Geschäfte mit diesen Ländern erheblich verändert. Die mittel- bis langfristigen Auswirkungen auf die Volkswirtschaften sind noch nicht abzuschätzen. Die IHK Dresden bietet Ihnen an dieser Stelle - je nach Kenntnisstand - kompakte Informationen zur Situation in beiden Regionen.
Um sich einen schnellen Überblick zu verschaffen, hilft die Themenseite des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK).

 

Aktuelle Sanktionslage

Die Sanktionsbriefings der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK Russland) bieten eine umfassende Chronologie der beschlossenen Sanktionspakete.

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA) hat eine Task Force für betroffene Unternehmen eingerichtet. Darüber hinaus findet man ausführliche Informationen zu den beschlossenen Sanktionen in den OA-Updates Sanktionen.

Auf der Sonderseite von Germany Trade,  erhalten Unternehmen die wichtigsten Informationen zu aktuellen Sanktionen der EU und anderer Länder, den russischen Gegenmaßnahmen sowie den Auswirkungen des Krieges auf einzelne Märkte und Branchen.

Dr. Frank Fuchs
0351 2802-171
fuchs.frank@dresden.ihk.de

 

Hinweise für das Exportgeschäft

Russland: Verschärfung der Sanktionsmaßnahmen
Die EU hat mittlerweile mit fünf Sanktionspaketen umfangreiche Wirtschafts- und Finanz-Sanktionen gegen Russland sowie Handelsbeschränkungen in Bezug auf die nicht von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiete der ukrainischen Oblaste Donezk und Luhansk und gegen Belarus beschlossen.
Die Ausweitung der Sanktionen durch Änderungen der bereits bestehenden Embargoregelungen der Verordnung (EU) 833/2014 (Russland-Embargoverordnung), der Verordnung (EU) 269/2014 (Maßnahmen zur territorialen Unversehrtheit der Ukraine), der Verordnung (EG) Nr. 765/2006 (Belarus-Embargoverordnung) sowie durch die neue Verordnung (EU) 2022/266 zu nicht von der ukrainischen Regierung kontrollierten Gebiete der Oblaste Donezk und Luhansk unmittelbar umgesetzt.
Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um die folgenden Änderungen:
  1. Verordnung (EU) 2022/266 im Bezug zu den spezifizierten Gebieten (Donezk und Luhansk)
    Die Verordnung (EU) 2022/266 beinhaltet u. a. ein
    • umfassendes Importverbot für Güter mit Ursprung aus den spezifizierten Gebieten. Dies umfasst auch hiermit im Zusammenhang stehende Dienstleistungen (Technische Unterstützung/Vermittlungsdienste/Finanzielle Hilfe).
    • Investitionsverbote
    • Ausfuhrverbot für Guter des Anhangs II (inkl. Dienstleistungen). Anhang II beinhaltet Güter die i. Z. m. mit den Sektoren Transport, Telekommunikation und Erdöl stehen (entspricht Güterliste des Krim-Embargos 692/2014)
    • Verbot der Erbringung von Tourismusleistungen. Ausnahmen für bestimmte Fälle sind vorgesehen (insbesondere Altverträge).
  2. Ergänzung der Namensliste des Anhang I der Verordnung (EU) 269/2014
    Die Namensliste des Anhang I der Verordnung (EU) 269/2014 wurde um zahlreiche Personen und Entitäten mit den folgenden Durchführungsverordnungen erweitert: Gelder und wirtschaftliche Ressourcen, die sich im Eigentum oder Besitz der in Anhang I aufgeführten Personen befinden, sind eingefroren. Ferner dürfen diesen Personen weder unmittelbar noch mittelbar Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden oder zugutekommen. Ausnahmen sind für einen eng begrenzten Anwendungsbereich vorgesehen.
  3. Russland-Embargo
    Die Verordnung (EU) 833/2014 wurde durch die folgenden Verordnungen erweitert:
    • Verordnung (EU) 2022/262 - Kapitalmarktbeschränkungen
    • Verordnung (EU) 2022/328 - Verbote für den Verkauf, die Lieferung die Verbringung oder die Ausfuhr von gelisteten Dual-Use-Gütern des Anhangs I der Verordnung (EU) 2021/821 (EU-Dual-Use-VO), von Gütern, die dazu beitragen könnten, dass Russland technologische Verbesserungen in seinem Verteidigungs- und Sicherheitssektor erzielt (Anhang VII), von Gütern zur Verwendung bei der Ölraffination (Anhang X), von Gütern der Luft- und Raumfahrt (Anhang XI) sowie diverse weitere Beschränkungen i. Z. m. dem Finanzmarkt.
    • Verordnung (EU) 2022/334 - Verbot des Startens, des Landens und des Überfliegens des europäischen Luftraums für Luftfahrzeuge russischer Luftfahrtunternehmen.
    • Verordnung (EU) 2022/345 - Sendeverbote für bestimmte Anbieter.
    • Verordnung (EU) 2022/394 - Verbote für den Verkauf, die Lieferung die Verbringung oder die Ausfuhr von Gütern der Meeres- und Schiffahrtstechnik (Navigations- und Funkausrüstung gemäß Anhang XVI).
    • Verordnung (EU) 2022/428 - Anpassungen im Energiebereich, Verbot des Verkaufs, der Lieferung, der Verbringung oder der Ausfuhr von Gütern der Erdölförderung und -exploration (Anhang II) anstelle der bisherigen Genehmigungspflicht, Einfuhrverbot für Eisen- und Stahlerzeugnisse (Anhang XVII), Verbot des Verkaufs, der Lieferung, der Verbringung oder der Ausfuhr von Luxusgütern (Anhang XVIII), Verbot von Transaktionen mit staatseigenen Unternehmen (Anhang XIX), weitere Finanz- und Kapitalmarktbeschränkungen sowie Beschränkungen i. Z. m. Ratingdiensten
    • Verordnung (EU) 2022/576 - Ausweitung des Anhangs VII, Verbot des Verkaufs, der Lieferung, der Verbringung oder der Ausfuhr von Flugturbinenkraftstoffen und Kraftstoffadditiven (Anhang XX) sowie von Gütern, die insbesondere zur Stärkung der industriellen Kapazitäten Russlands beitragen könnten (Anhang XXIII), Ausweitung der Einfuhrverbote auf Güter, die Russland erhebliche Einnahmen erbringen (Anhang XXI), auf Kohle und feste fossile Brennstoffe (Anhang XXII), Beförderungsverbote für in Russland niedergelassene Kraftverkehrsunternehmen und Zugangsverbote zu Häfen in der Union für Schiffe, die unter der Flagge Russlands registriert sind sowie weitere kapitalmarktbezogene Beschränkungen, inklusive des Verbots der Vergabe öffentlicher Aufträge.
Weitere Informationen zu den Sanktionsmaßnahmen finden Sie auf der Internetseite des BAFA unter den Reitern Außenwirtschaft / Ausfuhrkontrolle / Embargos / Russland und Außenwirtschaft / Ausfuhrkontrolle / Embargos / Ukraine.

Sanktionen gegen Belarus
Angesichts der erzwungenen Landung einer Ryanair-Maschine in Minsk und der Beteiligung von Belarus an der militärischen Aggression gegen die Ukraine sind die Sanktionsmaßnahmen gegen Belarus ausgeweitet worden. Neben weiteren personenbezogenen Listungen wurden auch neue güterbezogene Beschränkungen der Aus- und Einfuhr eingeführt. Die unmittelbare Umsetzung der Verschärfungen erfolgte durch Anpassungen der Grundverordnung, der Verordnung (EG) Nr. 765/2006. Neue güterbezogene Beschränkungen wurden insbesondere mit der Verordnung (EU) 2021/1030 des Rates vom 24. Juni 2021, der Verordnung (EU) 2022/212 des Rates vom 17. Februar 2022, als auch der Verordnung (EU) 2022/355 des Rates vom 2. März 2022 eingeführt. Am 8. April 2022 wurden mit der Verordnung (EU) 2022/577 die Maßnahmen um ein Verbot Beförderungsverbot für in Belarus niedergelassene Kraftverkehrsunternehmen sowie weitere Kapitalmarktbezogene Restriktionen erweitert.
Die Verbote entsprechen weitgehend den Verboten, die gegen Russland angeordnet wurden und beziehen sich im Bereich der Güter und güterbezogenen Dienstleistungen insbesondere auf das Verbot des Verkaufs, der Lieferung, der Verbringung und der Ausfuhr von gelisteten Dual-Use-Gütern des Anhangs I der Verordnung (EU) 2021/821 (EU-Dual-Use-VO), von Gütern, die zur militärischen und technologischen Stärkung von Belarus beitragen könnten (Anhang Va), von Gütern, die zur Erzeugung oder Verarbeitung von Tabakerzeugnissen verwendet werden (Anhang VI) sowie für bestimmte Maschinen gemäß Anhang XIV.
Einfuhrverbote bestehen für bestimmte Mineralerzeugnisse (Anhang VII), für Kaliumchloridprodukte (Anhang VIII), für Holzerzeugnisse (Anhang X), für Zementerzeugnisse (Anhang XI), für Eisen- und Stahlerzeugnisse (Anhang XII) sowie für Kautschukerzeugnisse (Anhang XIII).
Weitere Informationen zu den Sanktionsmaßnahmen finden Sie auf der Internetseite des BAFA unter dem Reiter Außenwirtschaft / Ausfuhrkontrolle / Embargos / Belarus.

Prüfschritte zur Betroffenheit im Exportgeschäft
  1. Prüfung der Sanktionslisten
    • An welche Personen bzw. an welche Unternehmen wird geliefert?
      Zur Bekämpfung der weltweiten Terrorismusaktivitäten hat die Europäische Gemeinschaft/Union, basierend auf Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, EU-Verordnungen erlassen. Den Personen, Organisationen oder Einrichtungen, die in den Anhängen der Verordnungen aufgeführt sind, dürfen weder direkt noch indirekt Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Die länderbezogenen EU-Embargos fallen ebenfalls unter dieses Verbot.
      In den EU-Verordnungen wurden keine Vorgaben getroffen, wie diese Maßnahmen innerbetrieblich umgesetzt werden sollen. Unternehmen sind hier selbst in der Verantwortung in geeigneter Weise dafür Sorge zu tragen, dass diese Verbote im Rahmen ihrer Auslandsgeschäftsaktivitäten eingehalten werden.

      Sofern die Sanktionsprüfung im Unternehmen nicht über eine Software-Lösung erfolgt, kann diese auch über folgende Datenbanken im Internet durchgeführt werden:
  2. Prüfung der Exportkontrollvorschriften
    • Welche Ware wird geliefert?
      Handelt es sich um eine Ware mit doppeltem Verwendungszweck, ein sog. Dual-Use-Gut, das sowohl militärisch als auch zivil eingesetzt werden kann? Dann besteht eine Genehmigungspflicht oder u. U. ein Ausfuhrverbot. Waren, die in diese Kategorie fallen, sind in der Güterlisten der EU-Dual-Use-Verordnung und der nationalen Ausfuhrliste zu finden.
    • In welches Land wird geliefert?
      Für einige Länder bestehen Embargomaßnahmen, die von Wirtschaftssanktionen, Waffenembargos über Teil- bis zu Totalembargos reichen. Das BAFA bietet einen Überblick zu den Embargovorschriften für die betreffenden Länder. Auch unkritische Güter können bei einer Lieferung in ein Embargoland genehmigungspflichtig sein. Die Vorschriften für Russland werden durch das BAFA schnellstmöglich aktualisiert und auf der Webseite integriert.
Die IHK Region Stuttgart und die IHK Düsseldorf haben zu den EU-Sanktionen gegen Russland ein aktuelles Prüfschema Russlandembargo für Güterlieferungen erstellt.

Kontakt zum BAFA:
  • Bei Fragen zu einem beabsichtigten Ausfuhrvorhaben, zu Empfängern in Russland oder zur Einstufung von Gütern ist das Formular "Sonstige Anfrage" im ELAN-K2 Ausfuhr-System zu nutzen.
  • Bei rechtlichen Grundsatzfragen senden Sie eine E-Mail an: ru-embargo@bafa.bund.de. Die E-Mail kann insbesondere auch von Hilfsorganisationen und Privatpersonen genutzt werden.
  • Bei telefonischen Anfragen zum Russland-Embargo wenden Sie sich bitte an die Hotline: 06196 908-1237
Susanne Leszkiewicz
0351 2802-175
leszkiewicz.susanne@dresden.ihk.de

Vertragliche Rechtsbeziehungen

Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat auf viele Verträge unmittelbare Auswirkungen. Neue Sanktionen und das Abbrechen von Lieferketten erschweren die Vertragsabwicklung zunehmend. Um Lösungen zu finden, sollte daher jeder Vertrag individuell geprüft werden. Gerne helfen wir Ihnen dabei.

Eric Dreuse
0351 2802-194
dreuse.eric@dresden.ihk.de

Hilfeleistungen

Über die Plattform https://mitdenken.sachsen.de/hilfe-ukraine können sämtliche Hilfeleistungen wie z. B. die Unterbringung von Geflüchteten, Übersetzungsleistungen oder Betreuungsangebote unterbreitet werden. Diese werden dann an die entsprechenden Stellen (Hilfsorganisationen, Kreisfreie Städte und Kommunen etc.) weitergeleitet, die dann direkt Kontakt mit den Hilfesuchenden und Unterstützenden aufnehmen. Hierdurch wird eine zielgenaue Hilfe vor Ort ermöglicht.

Beschäftigung ukrainischer Flüchtlinge - was Arbeitgeber wissen müssen

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine sollen in Deutschland schnell und unbürokratisch aufgenommen werden, und einen erleichterten Zugang zum Arbeitsmarkt erhalten. Welche Regeln dabei gelten, finden Sie nachfolgend.

Aufenthaltserlaubnis
  • Flüchtlingen aus der Ukraine wird auf der Grundlage der EU-Richtlinie 2001/55/EG ein vorübergehender Schutz (ein Jahr bis zu drei Jahre) gewährt. Sie erhalten eine Aufenthaltserlaubnis durch die örtlich zuständigen Ausländerbehörden. Die Aufnahme in eine Erstaufnahmeeinrichtung - wie in der Flüchtlingskrise 2015/16 - ist nicht erforderlich.
  • Ein separater Asylantrag ist aufgrund der o. g. Richtlinie ebenfalls nicht erforderlich.
Geltungsbereich
  • Die vorübergehenden Schutz wird ukrainischen Staatsbürgern gewährt, die vor dem 24. Februar 2022 ihren Aufenthalt in der Ukraine hatten; Staatsangehörigen anderer Länder, die vor dem 24. Februar 2022 in der Ukraine internationalen Schutz oder einen gleichwertigen nationalen Schutz genossen haben; Familienangehörigen dieser beiden Gruppen sowie Bürgern aus Drittländern, die nachweisen können, dass sie sich vor dem 24. Februar 2022 auf der Grundlage eines nach ukrainischem Recht erteilten gültigen unbefristeten Aufenthaltstitels rechtmäßig in der Ukraine aufgehalten haben, und die nicht in der Lage sind, sicher und dauerhaft in ihr Herkunftsland oder ihre Herkunftsregion zurückzukehren.
Arbeitserlaubnis / Selbstständigkeit
  • Die Aufenthaltserlaubnis gilt NICHT als Arbeitserlaubnis. Um eine unselbstständige Tätigkeit aufzunehmen, bedarf es einer gesonderten Erlaubnis, die ebenfalls von den regional zuständigen Ausländerbehörden ausgestellt werden.
  • Eine sog. Vorrangprüfung und Genehmigung für den Beschäftigungszugang durch die Bundesagentur für Arbeit entfällt. Nach dem Willen des Bundesinnenministeriums sollen der Aufenthaltstitel und die Arbeitserlaubnis unbürokratisch zusammen von den Ausländerbehörden ausgestellt werden.
  • Für eine selbstständige Tätigkeit bedarf es keiner gesonderten Erlaubnis.
Einreise und Corona
  • Die Ukraine ist seit dem 27. Februar 2022 kein Hochrisikogebiet mehr. Damit besteht nach der Coronavirus-Einreiseverordnung nur eine allgemeine Testpflicht vor Einreise, aber keine Quarantäne- und Anmeldeerfordernis. Den ukrainischen  Flüchtlingen werden Corona-Schutzimpfungen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Lars Fiehler
0351 2802-220
fiehler.lars@dresden.ihk.de

 

Finanzierungshilfen

Schutzschild der Bundesregierung für von Kriegsfolgen betroffene Unternehmen

  1. Bürgschaftsprogramme
    ​Um Unternehmen, die nachweislich vom Ukraine-Krieg betroffenen sind, beim Erhalt von Betriebsmittel- und Investitionskrediten zu unterstützen, werden die Programme bei den Bürgschaftsbanken und das Großbürgschaftsprogramm des Bundes bis Ende 2022 erweitert.
    1. Bürgschaftsbanken
      Verdoppelung des Bürgschaftshöchstbetrages für vom Ukraine-Krieg betroffene Unternehmen von 1,25 auf 2,5 Mio. Euro ermöglicht schnellere Unterstützung insbesondere der Bestandskunden "aus einer Hand". Überblick über die von der Bürgschaftsbank Sachsen GmbH angebotenen Produkte. Für die Beantragung sprechen Sie bitte Ihre Hausbank an.
    2. Großbürgschaftsprogramm
      Öffnung des Programms ab einem Bürgschaftsbetrag von 50 Millionen Euro auch für Bürgschaften an Unternehmen außerhalb strukturschwacher Regionen für vom Ukraine-Krieg betroffene Unternehmen. Die Bürgschaftsquote liegt in der Regel bei 80 Prozent. Für in Einzelfällen besonders stark vom Ukraine-Krieg betroffene Unternehmen wird auch die Möglichkeit von über 80%igen (bis maximal 90%igen) Bürgschaften eingeräumt. Für die Beantragung sprechen Sie bitte Ihre Hausbank an.
  2. KfW-Sonderprogramm UBR 2022
    Das "KfW-Sonderprogramm UBR 2022 - Mittelstand und große Unternehmen" ermöglicht Unternehmen, Einzelunternehmen und Freiberuflern, die vom Ukraine-Krieg und den in diesem Zusammenhang von der EU und ihren internationalen Partnern erlassenen und gegebenenfalls noch zu erlassenden Sanktionen sowie möglichen wirtschaftlichen Gegenmaßnahmen beispielsweise Russlands betroffen sind, eine zinsgünstige Finanzierung. Die besondere Betroffenheit der Unternehmen kann durch Umsatzrückgänge, Produktionsausfälle, Schließungen von Produktionsstätten oder gestiegene Energiekosten nachgewiesen werden. Den durchleitenden Finanzierungspartnern (Banken und Sparkassen) wird eine Haftungsfreistellung von 70 Prozent (große Unternehmen) bzw. 80 Prozent (Mittelstand) gewährt. Voraussetzung ist, dass der Antragsteller mindestens über eine Unternehmenshistorie mit aussagefähigen Jahresabschlussunterlagen von zwei vollständigen Geschäftsjahren verfügt. Das KfW-Programm ist bis zum 31. Dezember 2022 befristet. Für die Beantragung sprechen Sie bitte Ihre Hausbank an.
    KfW-Sonderprogramm UBR 2022
Ute Zesewitz
0351 2802-147
zesewitz.ute@dresden.ihk.de

Erschließung ausländischer Märkte

Neben der Corona-Pandemie ist mit dem Konflikt um die Ukraine eine weitere Herausforderung für international orientierte Unternehmen hinzugekommen. Neue Märkte zu erschließen, erfordert mehr denn je eine umfassende Vorbereitung. Die Förderprogramme des Bundes und des Landes Sachsen unterstützen Sie bei der Internationalisierung. Hier eine Übersicht der wichtigsten außenwirtschaftlichen Fördermöglichkeiten:
  • Beratungsförderung (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Sächsische Aufbaubank)
    • Erschließung neuer Auslandsmärkte
    • über Betriebsberatung / Coaching (SAB) sind auch die Beratungsleistungen der Auslandshandelskammern förderfähig
  • Markterschließungsprogramm (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz)
    • KMU-Förderung für den Einstieg in ausländische Märkte
    • Informationsveranstaltungen, Markterkundungen, Geschäftsanbahnungen, Informationsreisen
  • IOSax - Internationalisierungsoffensive Sachsen
    • Einzelberatungen zu allen Fragen der Internationalisierung durch IHK-Exportscouts
    • Marktstudien, Länderinformationstage, Unterstützung durch Auslandsbeauftragte
    • Markteinstieg Messeteilnahmen mit Gemeinschaftsständen auf Branchen - Leitmessen, Unternehmerreisen und Empfang ausländischer Geschäftsdelegationen
  • Messeprogramm für innovative KMU - 2022 (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)
    • Messeteilnahme auf Einzelständen an ausgesuchten Messen mit hoher Internationalität in Deutschland
  • Messeprogramm für junge innovative Unternehmen 2022 (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)
    • Teilnahme auf vom Messeveranstalter organisierten Gemeinschaftsständen
Ausführliche Informationen finden Sie in der Broschüre Zuschuss, Darlehen und Co. - Ausgewählte Förderprogramme zur Erschließung ausländischer Märkte der IHK Dresden.

Stefan Lindner
0351 2802-182
lindner.stefan@dresden.ihk.de

Dr. Frank Fuchs
0351 2802-171
fuchs.frank@dresden.ihk.de

Meldungen

Erst-Check soll Ukraine-Geflüchteten Berufseinstieg erleichtern

12.05.2022

Die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern bieten Geflüchteten aus der Ukraine ab sofort als neuen Service einen Erstberatungs-Check zu Berufsqualifikationen an.

Außenwirtschaftsnachrichten im Mai

04.05.2022

Mit dem aktuellen Heft beleuchten wir gleich zu Beginn die Geschäftschancen im Zusammenhang mit den Vereinten Nationen. Im Jahr 2020 gingen Aufträge im Wert von über 390 Millionen US-Dollar an deutsche Unternehmen, allerdings liegt Deutschland im weltweiten Ranking noch auf Platz 15. Das verspricht Potenzial, welches die Bundesregierung mit entsprechenden Programmen unterstützt.

Schutzschild der Bundesregierung für von Kriegsfolgen betroffene Unternehmen

03.05.2022

Das Kriegsgeschehen in der Ukraine hat spürbare Auswirkungen auf deutsche Unternehmen. Stark gestiegene Energiepreise stellen für viele Unternehmen eine Belastung dar. Auch die Sanktionen wirken sich auf die wirtschaftliche Situation der Unternehmen in Deutschland aus. Für die vom Krieg besonders betroffenen Unternehmen hatten Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck und Bundesfinanzminister Christian Lindner bereits am 8. April ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt. Die ersten beiden Programme sind nun startklar.

EU/Russland/Belarus: Elektronische Antragstellung für Ausnahmen vom LKW-Beförderungsverbot

21.04.2022

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bittet um Antragsstellung über ELAN-K2, was Ausnahmegenehmigungen vom neuen LKW-Beförderungsverbot für russische und belarussische LKW angeht.

Ukraine/Russland/Belarus: Neues zum Carnet A.T.A.-Verfahren

13.04.2022

Wie Euler Hermes/Allianz Trade informiert, dürfen nun auch Carnets A.T.A. für die Ukraine bis auf Widerruf nicht länger ausgestellt werden. Vor dem Hintergrund der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und Russland auf ukrainischem Territorium übernimmt die Allianz Trade/Euler Hermes ab sofort keine Rückhaftung mehr für neue Carnets.

Aussetzung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots für Militärtransporte

08.04.2022

Das Sächsische Verkehrsministerium (SMWA) hat eine Ausnahmegenehmigung vom Sonn- und Feiertagsverbot für Militärtransporte erlassen.

Kontakt

Referatsleiter Außenwirtschaft und stellv. Geschäftsführer

Robert Beuthner

Telefon:  0351 2802-224

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Veranstaltungen und Webinare

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