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Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)

Kennen Sie eine der folgenden Situationen?

Ihr Auszubildender leistet eine gute praktische Arbeit, aber in der Berufsschule kommt er plötzlich nicht mehr mit. Ein Jugendlicher bewirbt sich bei Ihnen um einen Ausbildungsplatz. Er ist motiviert und interessiert sich für den Beruf und Ihre Firma, hat aber keine guten Schulnoten. Bestimmt ist er ein guter Praktiker, sie zweifeln aber daran, dass er den theoretischen Stoff meistern wird. Daran sollte eine Ausbildung jedoch nicht scheitern! Auch Jugendliche mit schlechteren Startchancen können erfolgreich in die betriebliche Ausbildung eingebunden, und so Ausbildungsabbrüche vermieden werden.

Für weitere Informationen stehen Ihnen unsere Ausbildungsberater gern zur Verfügung. Den jeweiligen Ansprechpartner finden Sie nach Auswahl des Ausbildungsberufes.

Rückläufige Schulabgängerzahlen und ein damit verbundener Rückgang an qualifizierten Bewerbern erschweren den Unternehmen zusehends die Besetzung ihrer freien Lehrstellen. Ein Lösungsweg, um den Fachkräftebedarf trotz dieser Situation zu sichern, ist die Nutzung der Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit für benachteiligte Auszubildende, zu denen die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH), eine sozialpädagogische Begleitung und das Ausbildungsmanagement zählen.
Durch abH werden nicht nur Lehrlinge gefördert, bei denen ein Abbruch der Ausbildung droht, sondern auch lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte Jugendliche, die ohne eine Förderung eine Berufsausbildung nicht beginnen, fortsetzen oder erfolgreich beenden können. Inhalt des Angebotes ist vor allem ein zusätzlicher Stützunterricht, um fachliche Inhalte zu festigen sowie Sprach- und Bildungsdefizite der Jugendlichen abzubauen. Parallel dazu kann je nach Bedarf eine sozialpädagogische Begleitung zur Herstellung eines positiven Lern- und Arbeitsverhaltens der Auszubildenden vereinbart werden. Auch die Unterstützung von Betrieben zur Schaffung von Ausbildungsvoraussetzungen und bei administrativen und organisatorischen Aufgaben im Rahmen eines Ausbildungsmanagements zählen mit zu diesem Angebot.
Wesentliche Vorteile für Unternehmen sind zum einen die Kostenübernahme durch die Agentur für Arbeit bzw. die Träger der Grundsicherung und zum anderen die Verlagerung der Schulungsaktivitäten auf Zeiten außerhalb der betrieblichen Ausbildungszeit.

Die Agentur für Arbeit und das Jobcenter bieten Ihnen ein wirksames Instrument, um Ausbildungserfolge zu sichern: ausbildungsbegleitende Hilfen (abH).
Dieses Förderinstrument dient zur Krisenintervention, wenn der erfolgreiche Abschluss zu scheitern droht. Es kann aber ebenso von Anfang an ausbildungsbegleitend eingesetzt werden, wenn dies im konkreten Einzelfall erforderlich ist.
Zu den Leistungsangeboten im Rahmen von abH gehören insbesondere ein zusätzlicher Stütz- und Förderunterricht (3 - 8 Std. wöchentlich) sowie sozialpädagogische Begleitung.
Die Förderung mittels abH orientiert sich am individuellen Leistungsstand des Auszubildenden und kann wenn nötig bereits in der Probezeit beginnen. Weder dem Unternehmen als Ausbildungsbetrieb noch dem Azubi entstehen durch abH zusätzlichen Kosten.
Die individuell erarbeiteten Maßnahmen finden üblicherweise außerhalb der betrieblichen Ausbildungszeit statt und werden durch die Agentur für Arbeit bzw. den Träger der Grundsicherung finanziert, wobei sich der mit der Durchführung beauftragte Bildungsträger mit dem Unternehmen und der Berufsschule abstimmt, um eine individuelle und zielgerichtete Unterstützung des Auszubildenden zu gewährleisten.
Sollte also Ihr Auszubildender ein Fall für abH sein, dann schicken Sie ihn bitte zur Berufsberatung der örtlichen Agentur für Arbeit. Dort bekommt  er weitere Informationen und wird bei entsprechendem Förderbedarf in eine abH-Maßnahme einbezogen.
docID: D57727