Navigation

Pfad

Inhalt

Schienenverkehr

Die Schiene ist neben der Straße unverzichtbarer Bestandteil des Personen- und Güterverkehrs und aus dem Leben nicht wegzudenken. Einen Beitrag zu ihrer positiven Fortentwicklung zu leisten, ist ein wichtiges Tätigkeitsfeld der IHK Dresden.

Sachsen war ein deutscher Pionier in Sachen Eisenbahn und ist heute mit rund 2600 Kilometern Strecke das Bundesland mit dem vergleichsweise dichtesten Schienennetz.
Die Industrie- und Handelskammer Dresden setzt sich seit jeher engagiert dafür ein, diesen Stand zu erhalten und zu verbessern. Hierfür gilt es, notwendige Infrastrukturprojekte der Eisenbahn zu initiieren oder bestehende voranzubringen. Neben einem bereits sehr gut entwickelten Personennahverkehr steht vor allem der Personenfernverkehr auf der Schiene im Focus des Handelns.
Es ist unerlässlich, sächsische Städte so gut wie möglich in das Schienenfernverkehrsnetz einzubinden, die vorhandenen Strecken zu ertüchtigen und Neubauprojekte zu unterstützen. Am Bedarf orientierte Verbindungen und kurze Taktzeiten sind im Fernverkehr ein weiterer Schwerpunkt des Handelns, denn hier besteht immer noch Nachholbedarf. Einzige Anbieterin im Schienenpersonenfernverkehr von Sachsen in andere Regionen der Bundesrepublik ist die Deutsche Bahn AG.

 

Schienenpersonennahverkehr - Nahverkehrsnetze im Überblick

Das vorhandene Eisenbahn-Nahverkehrsnetz verbindet die sächsischen Zentren untereinander und stellt die Verbindung zu den benachbarten Bundesländern her. Es verbindet aber auch die Region selbst mit übergeordneten Zentren und übernimmt dabei den Berufs- und Schülerverkehr sowie wesentliche Relationen im Freizeit- und touristischem Verkehr. Mit dem Neubau von separaten Gleiskörpern für die S-Bahn zwischen Dresden-Pirna und Dresden-Coswig kann ein 15-Minuten-Takt angeboten werden. Das S-Bahn Netz der Landeshauptstadt ermöglicht die Aufnahme der Einpendlerströme in das Industrie- und Dienstleistungszentrum. Durch Einführung des Taktfahrplanes, eines einheitlichen Tarifsystems innerhalb des Verkehrsverbundes und den Einsatz moderner Schienenfahrzeuge konnte ein deutlicher Gewinn an Nutzern im Personennahverkehr erreicht werden. Die vorhandenen Möglichkeiten weiter zu optimieren und ein noch besseres Angebot zu erreichen, ist ebenfalls ein wichtiges Handlungsfeld der IHK Dresden.

Aktuell beteiligt sich die IHK Dresden aktiv an der Strategiekommission des Freistaates für den ÖPNV. Ein zuverlässiger ÖPNV mit attraktiven Angeboten ist für sich genommen bereits ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, aber auch allgemein eine Grundvoraussetzung für eine stabile, funktionierende Wirtschaft.

 

Pläne der DB für Fernverkehrsanschlüsse bis 2032

Neue Pläne der DB Fernverkehr, die nicht zuletzt auf die permanenten Bemühungen der sächsischen Industrie- und Handelskammern zurückgehen, bringen zukünftig spürbare Verbesserungen bei den Fernverkehrsanschlüssen von, nach und in Sachsen.
Für die wichtige Strecke Dresden/Leipzig - Frankfurt gibt es zweistündliche, direkte ICE Verbindung mit bis zu 60 Minuten Fahrzeitverkürzung. Möglich wird dies durch die Inbetriebnahme der Neubaustrecke Leipzig/Halle - Erfurt im Rahmen des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nummer 8.2 (VDE 8.2) Die Stadt Riesa ist auch weiterhin im Stundentakt an den Fernverkehr angeschlossen. Für diesen bedeutenden Industriestandort im Herzen des Landes ist diese Entscheidung ein wichtiger Standortfaktor. Die Strecke Dresden-Berlin wird es Fahrzeitverkürzungen auf zum Teil unter zwei Stunden geben, wenn die alte Strecke der "Dresdner Bahn" wieder in Betrieb gehen kann. Auch in Richtung Süden sind Verbesserungen bei den Hochgeschwindigkeitsverbindungen geplant. Mit der zweiten Ausbaustufe des VDE 8 wird eine neue ICE-Direktverbindung von Leipzig nach Stuttgart über Mannheim ins Leben gerufen. Auch eine deutlich schnellere direkte ICE-Verbindung von Leipzig nach München über Nürnberg, die als schnelle Umsteigeverbindung auch Dresden zu Gute kommt, wird ab Dezember 2017 von der Bahn angeboten. Der neue Knotenpunkt Erfurt wird dann von Dresden ebenfalls in rund zwei Stunden erreichbar sein.
Einen großen Fortschritt bedeutet das neue Flächennetz der Bahn. Mit dem neuen, bis zu 160 Km/h schnellen, IC-basierten Netz will die Bahn altes Terrain zurückerobern. Am schnellsten realisiert werden soll eine IC-Linie Dresden-Rostock, die wieder über die alte Strecke der "Dresdner Bahn" laufen und somit endlich wieder direkten Anschluss an den Hauptstadtflughafen BER bieten wird. Die Linie soll im Dezember 2019 in Betrieb gehen und bis 2022 über Chemnitz, Zwickau und Regensburg weiter nach München geführt werden. Zum gleichen Zeitpunkt kommt ebenfalls eine neue IC-Linie von Leipzig nach Schwerin. Abgeschlossen werden soll der Ausbau mit der Verlängerung der IC-Linie Karlsruhe-Nürnberg bis Leipzig im Jahr 2030 und der Anbindung von Chemnitz an die Ost-Westachsen im Jahr 2032. Neu ist auch, dass das Flächennetz auf allen Strecken in einem zweistündigen Takt bedient werden soll. Ein solches Projekt braucht infrastrukturelle Voraussetzungen sowohl in Bezug auf das Schienennetz als auch auf die darauf rollenden Fahrzeuge. Im Focus stehen die durchgängige Elektrifizierung der Strecken Hof-Regensburg und Weimar-Gößnitz. Zum wirtschaftlichen Betrieb des Flächennetzes setzt die Bahn auf eine ganz neue Generation doppelstöckiger IC-Züge die rund 450 Passagieren Platz bieten und sich in Komfort und Ausstattung an die ICE-Züge anlehnen. Diese funktionieren nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten zunehmend besser.

 

Verbindend: Von Dresden nach Breslau mit dem Zug

Diese Strecke wird derzeit durch den Trilex von Montag bis Freitag dreimal täglich und am Wochenende zweimal täglich mit Dieselzügen bedient. Weil polnische Züge den Bahnhof Görlitz auch direkt anfahren, ergeben sich von dort etliche weitere Verbindungen nach Polen. Wie die IHK Dresden haben sich insbesondere auch die IHK Cottbus und die beteiligten Zweckverbände um eine Wiederbelebung der Verbindung bemüht.

Leider sind die Fahrzeiten der Züge auf Grund der immer noch fehlenden durchgängigen Elektrifizierung der deutschen Strecken heute doppelt so lang wie vor 1945 - Fahrzeit: deutlich über drei Stunden. Das Problem besteht auf nahezu allen grenzüberschreitenden Schienenverbindungen zwischen Deutschland und Polen. Hier stehen Bundesregierung und Deutsche Bahn in der Verantwortung, in intensiver Zusammenarbeit mit der polnischen Seite schnellstens praktikable Lösungen zu entwickeln und alle notwendigen Infrastrukturinvestitionen unverzüglich zu tätigen. Ziel muss die feste Verankerung deutsch-polnischer Schienenverbindungen im internationalen Fernverkehr sein.
Durch Umstieg im Bahnhof Görlitz ist Breslau auch wieder für Reisende der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg ab dem 13. Dezember 2015 mit dem Zug erreichbar. Sieben Mal täglich verkehrt der Regionalexpress ab Görlitz ins polnische Breslau.

 

Neubaustrecke Dresden-Prag

Im August 2017 ist das Projekt einer Neubaustrecke zwischen der sächsischen Landeshauptstadt und der tschechischen Hauptstadt Prag in den so genannten vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen worden. Damit besteht eine reale Chance, ein sehr großes, aber auch sehr wichtiges Projekt in länderüberschreitender Zusammenarbeit Wirklichkeit werden zu lassen. Vorhaben dieses Umfanges benötigen Jahrzehnte für die Umsetzung. Deswegen wird frühestens in den 30er Jahren dieses Jahrhunderts damit zu rechnen sein, dass der erste Zug über diese Strecke rollen kann.

Näheres zur Neubaustrecke finden Sie hier: http://www.nbs.sachsen.de.

Ansprechpartner