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Finanzierungshilfen

 

Überbrückungshilfe III und Überbrückungshilfe III Plus

Die Bundesregierung verlängert die Überbrückungshilfen für betroffene Unternehmen und Soloselbstständige bis zum 30. September 2021 als Überbrückungshilfe III Plus. Die Überbrückungshilfe III Plus ist inhaltlich weitgehend deckungsgleich mit der Überbrückungshilfe III. Auch in der Überbrückungshilfe III Plus sind nur Unternehmen mit einem Corona-bedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent antragsberechtigt. Das neue Programm wird ebenfalls durch die prüfenden Dritten über das Corona-Portal des Bundes beantragt. Für beide Programme gemeinsam gilt künftig:
  • Die maximale monatliche Förderung in der Überbrückungshilfe III und der Überbrückungshilfe III Plus beträgt 10 Mio. Euro.
  • Die Obergrenze für Förderungen aus beiden Programmen beträgt maximal 52 Mio. Euro und zwar 12 Mio. Euro aus dem geltenden EU-Beihilferahmen bestehend aus Kleinbeihilfe, De-Minimis sowie Fixkostenhilfe plus 40 Mio. Euro aus dem neuen Beihilferahmen der Bundesregelung Schadensausgleich. Die neue EU-Regelung zum Schadensausgleich gilt für Unternehmen, die von staatlichen Schließungsmaßnahmen direkt oder indirekt betroffen sind. Diese können künftig Schäden von bis zu 40 Mio. Euro geltend machen.
  • Neu: Unternehmen, die im Zuge der Wiedereröffnung Personal aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen, erhalten wahlweise zur bestehenden Personalkostenpauschale eine Personalkostenhilfe ("Restart-Prämie") als Zuschuss zu den dadurch steigenden Personalkosten. Sie erhalten auf die Differenz der tatsächlichen Personalkosten im Fördermonat Juli 2021 zu den Personalkosten im Mai 2021 einen Zuschuss von 60 Prozent. Im August beträgt der Zuschuss noch 40 Prozent und im September 20 Prozent. Nach September 2021 wird kein Zuschuss mehr gewährt.
  • Ersetzt werden künftig Anwalts- und Gerichtskosten von bis zu 20.000 Euro pro Monat für die insolvenzabwendende Restrukturierung von Unternehmen in einer drohenden Zahlungsunfähigkeit.
Die FAQ zur Überbrückungshilfe III und zur Überbrückungshilfe III Plus finden Sie unter https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

 

Neustarthilfe und Neustarthilfe Plus für Soloselbständige

Soloselbständige können im Rahmen der Überbrückungshilfe III eine einmalige Betriebskostenpauschale ("Neustarthilfe") ansetzen.  Die Neustarthilfe für Soloselbstständige wird verlängert und wird bis zum 30. September 2021 als Neustarthilfe Plus weitergeführt. Die Neustarthilfe erhöht sich von bis zu 1.250 Euro pro Monat für den Zeitraum von Januar bis Juni 2021 auf bis zu 1.500 Euro pro Monat für den Zeitraum von Juli bis September 2021. Für den gesamten Förderzeitraum von Januar bis September 2021 können Soloselbstständige somit bis zu 12.000 Euro bekommen.

Im Tutorial zeigen wir Ihnen die wesentlichen Schritte zur Beantragung der Neustarthilfe.

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

 

KfW-Corona-Kredite für Unternehmen

Wenn Sie durch die Corona-Krise in finanzielle Schieflage geraten sind, Ihre Liquidität verbessern und laufende Kosten decken möchten, können Sie über Ihre Hausbank einen KfW-Kredit beantragen.

Die aktuellen KfW-Corona-Programme im Überblick

KfW-Corona-Programme im Überblick

Weitere Informationen zu den einzelnen Programmen finden Sie unter https://www.kfw.de/coronahilfe.

Tipp: Kreditantrag für Ihre Bank vorbereiten
Wenn Sie den passenden Kredit gefunden haben, können Sie Ihren Antrag schon vorbereiten. Das hilft Ihrer Bank, den Kreditantrag schnellstmöglich an die KfW weiterzuleiten.

 

Corona Start-up Hilfsfonds

Durch die Einschränkungen der Corona-Krise sind viele Gründungsprojekte ins Stocken geraten. Start-ups haben covid-bedingte Finanzierungsprobleme, weil Finanzierungsrunden durch den Ausfall von Investoren nicht geschlossen werden können bzw. zustande kommen. 

Der Corona-Start-up-Hilfsfonds stellt Wagniskapital für sächsische Start-ups bereit. Der Fonds bietet zur Sicherung der Liquidität Eigenkapital und eigenkapitalähnliche Mittel bis zu einer Höhe von 800.000 Euro an.

Die wichtigsten Daten im Überblick
  • Antragstellung bis 31.06.2021 möglich
  • Art der Finanzierung: Stille Beteiligung
  • Laufzeit der Finanzierung: Bis 3 Jahre
  • Höhe der Finanzierung: 0,8 Mio. Euro
  • Gesamtvolumen des Fonds: 30 Mio. Euro
Kontaktaufnahme und Antragstellung über die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft (MBG).

 

Stabilisierungsfonds Sachsen

Der Freistaat Sachsen stellt in der Corona-Krise Eigenkapital für Unternehmen mittels eines Stabilisierungsfonds zur Verfügung. Die Beantragung ist ab sofort über die Sächsische Beteiligungsgesellschaft (SBG) möglich: http://www.sbg.sachsen.de/stabilisierungsfonds.html.

Hintergrund:
Während der ersten Phase der Corona-Pandemie haben viele Unternehmen Eigenkapital und Liquidität eingebüßt. Um betroffene Unternehmen zu unterstützen, ihre Kapitalstruktur und Kreditwürdigkeit wiederherzustellen, hat der Freistaat Sachsen einen Stabilisierungsfonds ins Leben gerufen. Er ist mit bis zu 370 Millionen Euro ausgestattet.

Wer wird unterstützt?
Der Stabilisierungsfonds richtet sich an produzierende Unternehmen und an produktionsnahe oder technologieorientierte Dienstleister in Sachsen - ergänzend zum Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes, der auf große Unternehmen ausgerichtet ist. Der sächsische Stabilisierungsfonds stellt Eigenkapital und eigenkapitalähnliche Mittel zunächst bis 800.000 Euro bereit. Darüber hinausgehende Beteiligungen bis maximal 2,4 Millionen Euro wird der Fonds ausreichen, wenn Deutschland die Genehmigung der EU-Kommission für höhere Eigenkapitalhilfen in eine eigene Bundesrahmenregelung übernommen hat. Das steht zurzeit noch aus.

Die begünstigten Unternehmen müssen vor der Krise wirtschaftlich gesund gewesen sein und eine gute Zukunftsprognose besitzen. Die Konditionen der Finanzhilfen sind den Beteiligungsgrundsätze des Stabilisierungsfonds zu entnehmen, die auf der Webseite der SBG veröffentlicht sind.

 

Corona-Härtefallhilfen für Unternehmen

Die Beantragung von Corona-Härtefallhilfen ist ab sofort möglich. Am 18.05.2021 sind bundesweit gleichzeitig die Härtefallhilfen gestartet. Das Programm zielt auf Unternehmen und Selbstständige ab, die aus den bisherigen Corona-Hilfsprogrammen des Bundes ausgeschlossen und durch die Krise in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Lage geraten sind.

Details:
  • Leistungszeitraum: Juni 2020 bis Juni 2021
  • Leistungsvoraussetzungen: Antragsteller ist aufgrund außergewöhnlicher Fallgestaltungen in den Corona-Hilfsprogrammen im jeweiligen Leistungszeitraum nicht antragsberechtigt (Subsidiarität)
  • Antragsteller hat pandemiebedingt außerordentliche Belastungen zu tragen, die absehbar die wirtschaftliche Existenz des Antragstellers bedrohen
  • Haupterwerbliche Tätigkeit
  • Der Leistungsumfang richtet sich nach den Leistungen im Programm Überbrückungshilfe im jeweiligen Leistungszeitraum. Es werden also bestimmte betriebliche Fixkosten wie die Miete, Versicherungsbeiträge usw. anteilig erstattet.
  • Deckelung der Leistung auf 100.000 Euro pro Unternehmen im Regelfall
Anträge können ausschließlich durch prüfende Dritte, d. h. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte, gestellt werden. In Sachsen ist die SAB mit dem Programmvollzug betraut. Darüber, ob ein Härtefall vorliegt, entscheidet ggf. die Corona-Härtefallkommission, in der neben den betroffenen Ministerien und der SAB als beratende Mitglieder auch die Kammern sowie der DGB vertreten sind.

Weitere Informationen sowie der Link zur Antragstellung finden sich auf der Webseite www.haertefallhilfen.de sowie auf der Website der SAB.

 

Soforthilfe Bund - SAB-Postfach für Rückzahlung

Mit dem Soforthilfe-Zuschussprogramm unterstützt der Bund kleine Unternehmen, die aufgrund von Liquiditätsengpässen in Folge der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage geraten sind. Die Antragstellung war in Sachsen bei der SAB bis zum 31.05.2020 möglich.

Zur Ermittlung der Zuschusshöhe war jedes Unternehmen aufgefordert, den individuellen Liquiditätsengpass abzuschätzen und dies per Eigenerklärung gegenüber der SAB zu versichern. Für Unternehmen, die den gewährten Zuschuss für die betrieblichen Kosten nicht oder nicht in voller Höhe benötigt haben, hat die SAB ein gesondertes Postfach eingerichtet. Fragen zum Vorgehen rund um die Rückerstattung des "Soforthilfe-Zuschuss Bund” können an corona-rueckzahlung@sab.sachsen.de gerichtet werden.

 

Kurzarbeitergeld

Durch den erneuten Lockdown im Dezember werden wieder viele Unternehmen Kurzarbeitergeld nutzen, um ihre Beschäftigten im Betrieb zu halten. Viele von ihnen waren seit Sommer nicht mehr von Kurzarbeit betroffen und müssen Kurzarbeit neu anzeigen. Das gilt immer, wenn seit dem letzten Kurzarbeitergeldbezug eine Unterbrechung von drei Monaten vorliegt oder die ursprüngliche Anzeigedauer auf Kurzarbeit in Kürze abläuft oder bereits abgelaufen ist. Um dies möglichst schnell zu realisieren, sollten die Online-Formulare unter https://www.arbeitsagentur.de/kannsteklicken genutzt werden.

Fristen beim erleichterten Kurzarbeitergeld beachten.
Der Gesetzgeber beschloss mit dem Gesetz zur Beschäftigungssicherung die Verlängerung der Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld bis Ende des Jahres 2021. Mit der Verlängerung sollen Entlassungen möglichst vermieden werden. Einige der Sonderregelungen gelten nur für Unternehmen, die bis zum 31. März 2021 mit Kurzarbeit begonnen haben.

Betriebe, die vor mehr als drei Monaten Kurzarbeitergeld bezogen haben, müssen Kurzarbeit neu anzeigen.
Sind seit dem letzten Monat, für dem Kurzarbeitergeld gewährt wurde, drei Monate verstrichen, muss eine erneute Anzeige auf Kurzarbeitergeld gestellt werden. Die Neuanzeige erfolgt für den Monat, in dem der Arbeitsausfall eingetreten ist. Eine neue Anzeige ist auch nötig, wenn noch ein bewilligter Zeitraum für Kurzarbeit vorliegt. Bei einer Unterbrechungszeit von mindestens drei Monaten beginnt eine neue Bezugsdauer, sofern wieder alle Voraussetzungen erfüllt werden.

Beispiel:
  • Bewilligung der Anzeige über Arbeitsausfall durch die Agentur für Arbeit: März 2020 bis Dezember 2020
  • Unterbrechungszeit: Juli 2020 bis November 2020
  • Anzeige der Kurzarbeit erneut erforderlich: im Dezember 2020
Ergebnis:
Für den Arbeitsausfall im Dezember 2020 ist erneut eine Anzeige über Arbeitsausfall erforderlich. Diese Anzeige muss auch im Dezember 2020 bei der zuständigen Agentur für Arbeit eingegangen sein.

Alle Betriebe, die erstmals von Kurzarbeit betroffen sind, müssen Kurzarbeit anzeigen.
Betriebe, die noch kein Kurzarbeitergeld bezogen haben und im Dezember von einem Arbeitsausfall betroffen sind, müssen bei der Agentur für Arbeit Kurzarbeit anzeigen. Die Anzeige muss spätestens in dem Monat erfolgen, in dem das Unternehmen von Kurzarbeit betroffen ist.

Online-Angebot nutzen
Kurzarbeitergeld sollte digital unter https://www.arbeitsagentur.de/kannsteklicken angezeigt und beantragt werden. Die Anzeige über den Arbeitsausfall kann alternativ schnell und direkt über das Online-Formular gestellt werden: https://www.arbeitsagentur.de/datei/anzeige-kug101_ba013134.pdf. Über die Kurzarbeit-App können zudem erforderliche Unterlagen gescannt und als PDF oder Bilddatei übertragen werden.

Kurzarbeit richtig abrechnen.
Viele Unternehmen und Lohnbüros haben wenig Erfahrung bei der Abrechnung von Kurzarbeitergeld, dies führt zu Fehlern und in der Folge zu Rückforderungen. Dabei müssen verschiedene Punkte beachtet werden.

Ebenfalls bis September 2021 verlängert wurden die vereinfachten Zugangsregeln zur Kurzarbeit. Auch über den Juni 2021 hinaus werden die Sozialversicherungsbeiträge bei Kurzarbeit vollständig übernommen. Ab Oktober 2021 werden die Beiträge dann noch zur Hälfte übernommen, wenn mit der Kurzarbeit bis zum 30. September begonnen wurde. Zudem soll es für die Anmeldung von Kurzarbeit weiter ausreichen, wenn mindestens zehn Prozent der Beschäftigten betroffen sind und nicht wie sonst ein Drittel.

Kontakte:
  • Hotline vom Arbeitgeberservice: 0 800 4 5555 20
  • Regionale Kurzarbeitergeld-Hotline für Arbeitgeber aus der Region

 

Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

Die Corona-Krise erschwert es vielen Ausbildungsbetrieben, weiterhin junge Menschen als Fachkräfte von morgen auszubilden. Daher können Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber die Ausbildungsprämie oder andere Förderungen aus dem Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" beantragen. Die Förderrichtlinie liegt und die entsprechenden Antragsunterlagen stehen auf der Internetseite www.arbeitsagentur.de zur Verfügung.

Die Erste Förderrichtlinie enthält:
  • Ausbildungsprämien in Höhe von 2.000 bzw. 3.000 Euro für Betriebe, die - obwohl sie die Corona-Krise stark getroffen hat - ihr Ausbildungsniveau halten bzw. erhöhen,
  • Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung, wenn der Ausbildungsbetrieb Auszubildende und Ausbilder nicht mit in Kurzarbeit schickt,
  • Übernahmeprämien an Betriebe, die Auszubildende von insolventen Betrieben übernehmen.
  • Ab November 2020 werden Auftrags- und Verbundausbildungen extra gefördert. Ab Anfang November kann die Förderung von Auftrags- und Verbundausbildungen bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) http://www.kbs.de/bpa beantragt werden. Gefördert werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU), überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die Auszubildende temporär übernehmen, wenn das ursprünglich ausbildendende KMU vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Einschränkungen betroffen ist.
Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern" wird verlängert und verbessert

Das Bundeskabinett hat am 17.03.2021 die Verlängerung und Weiterentwicklung des Bundesprogramms "Ausbildungsplätze sichern" gebilligt.

Die wichtigsten Änderungen im Einzelnen:
  • Die Ausbildungsprämien für von der Corona-Krise betroffene Betriebe, die durch Neueinstellungen ihr Ausbildungsniveau halten oder erhöhen, werden - rückwirkend zum 16. Februar 2021 - zunächst in bisheriger Höhe verlängert.
  • Für das neue Ausbildungsjahr werden die Prämien zum 1. Juni 2021 von 2.000 und 3.000 Euro auf 4.000 und 6.000 Euro verdoppelt.
  • Die Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit während einer Ausbildung werden attraktiver: Künftig können auch Zuschüsse zur Vergütung der Ausbilderin oder des Ausbilders gezahlt werden. Wie bisher kann zudem die Ausbildungsvergütung bezuschusst werden.
  • All diese Leistungen können künftig Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitenden beziehen. Bisher liegt die Grenze bei 249 Mitarbeitenden.
  • Mit einem neuen Sonderzuschuss werden Kleinstunternehmen erreicht, die im zweiten Lockdown ihre normale Geschäftstätigkeit weitgehend einstellen mussten: Betriebe mit bis zu vier Mitarbeitern können pauschal 1.000 Euro erhalten, wenn sie ihre Ausbildungstätigkeit für mindestens 30 Tage fortgesetzt haben.
  • Die Übernahmeprämie wird bis Ende 2021 verlängert und auf 6.000 Euro verdoppelt. Mit ihr wird künftig neben der Übernahme eines Auszubildenden aus einem Insolvenzfall auch bei pandemiebedingter Kündigung oder bei Abschluss eines Auflösungsvertrages unterstützt.
  • Die Förderung einer Auftrags- oder Verbundausbildung wird attraktiver. Die Mindestlaufzeit wird auf vier Wochen verkürzt, die Höhe der Förderung nach der Laufzeit bemessen. Insgesamt können bis zu 8.100 Euro gezahlt werden. Künftig kann auch der Stammausbildungsbetrieb statt des Interimsausbildungsbetriebs die Förderung erhalten. Für Interimsausbildungsbetriebe entfällt die Begrenzung auf bis zu 249 Mitarbeitende ersatzlos.
  • Künftig können für pandemiebetroffene Unternehmen die Kosten für externe Abschlussprüfungsvorbereitungskurse für Auszubildende hälftig bezuschusst werden, maximal mit 500 Euro.
Die bei diesen Förderleistungen vorgesehenen Verbesserungen werden im Rahmen der Ersten Förderrichtlinie umgesetzt; die Änderungen werden im Laufe des Monat März 2021 bekannt gemacht. Anträge können bei der für den jeweiligen Ausbildungsbetrieb zuständigen Agentur für Arbeit gestellt werden.

Die Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung einschließlich der anteiligen Kostenübernahme für externe Abschlussprüfungsvorbereitungskurse wird von der Knappschaft-Bahn-See im Rahmen der Zweiten Förderrichtlinie durchgeführt. Die Änderungen dieser Förderrichtlinie erfolgen schnellstmöglich und treten anschließend unmittelbar in Kraft.

 

Grundsicherung für Selbstständige, ALG I und II, Wohngeld

Hilfsbedürftige Gewerbetreibende haben aber die Möglichkeit, Arbeitslosengeld II (ALG II) als Grundsicherung für Selbstständige vom Jobcenter zu erhalten. Unter https://www.arbeitsagentur.de/m/corona-grundsicherung erhalten Sie alle weiteren Informationen.

Selbstständige aus dem Landkreis Bautzen, die Grundsicherung beantragen wollen, finden die erforderlichen Formulare auf den Seiten des  Landratsamtes Bautzen.

Die Anträge für Selbständige aus dem Landkreis Görlitz können von der Website des Landratsamtes Görlitz heruntergeladen werden.

Je nach Einkommenssituation kann auch die Beantragung von Wohngeld infrage kommen.

Kompakte Übersicht zu den ergänzenden Leistungen Wohngeld, Kinderzuschlag, und Arbeitslosengeld II

 

Entschädigung wegen Verdienstausfall bei Quarantäne

Sächsische Betriebe, Selbstständige und Freiberufler, die aufgrund des Corona-Virus offiziell (durch ein Gesundheitsamt veranlasst) unter Quarantäne gestellt werden, einem Tätigkeitsverbot unterliegen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, können über die Landesdirektion Sachsen eine Entschädigung beantragen.
Bei Angestellten zahlt in der Regel der Arbeitgeber das Arbeitsentgelt zunächst weiter. Dieser kann sich das Geld im Nachhinein von der Landesdirektion Sachsen auf Antrag erstatten lassen. Grundlage für die Entschädigung ist das Infektionsschutzgesetz. Danach bemisst sich die Entschädigung für die ersten sechs Wochen einer Quarantäne nach dem Verdienstausfall, also dem Netto-Arbeitsentgelt. Vom Beginn der siebenten Woche an richtet sich die Entschädigung nach der Höhe des Krankengeldes.

Sind Arbeitnehmer allerdings arbeitsunfähig - also vom Arzt krankgeschrieben -, treten die Leistungen des Arbeitgebers und der Krankenversicherung vorrangig ein. Für die Zeit einer Krankschreibung besteht daher kein Anspruch auf Entschädigung. Nach dem Infektionsschutzgesetz erhalten auch Selbstständige und Freiberufler den Verdienstausfall ersetzt. Grundlage der Berechnung der Entschädigung ist der letzte vorliegende Einkommenssteuerbescheid. Die Anträge sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Tätigkeitsunterbrechung oder dem Ende der Quarantäne bei der Landesdirektion Sachsen zu stellen.

Das Sächsische Kabinett hat am 11.05.2021 die Änderung der Infektionsschutzgesetz-Zuständigkeitsverordnung beschlossen, die am 15.05.2021 in Kraft getreten ist. In diesem Zusammenhang wurde das Verfahren der Bearbeitung von Antragen für die Abwicklung der Entschädigungsleistungen nach §56, Abs.1 und 1a des Infektions-schutzgesetzes des Bundes verändert.

Die Antragstellung durch Unternehmen und Selbstständige erfolgt künftig nur noch online über Amt24. Außerdem wurden die Antragsformulare bei Amt24 inhaltlich aktualisiert. Ziel ist eine deutliche Beschleunigung des Verfahrens. Anträge in Papierform sind somit nicht mehr möglich. Deshalb werden ab 25.05.2021 Anträge, die noch auf dem Postweg eingehen, abgelehnt.

 

Steuerliche Maßnahmen bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Folge des Coronavirus nutzen

Wenn es in Unternehmen aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus zu Beeinträchtigungen und Liquiditätsengpässen kommt, stehen betroffenen Unternehmern auf Antrag bis 31.12.2020 verschiedene steuerliche Hilfsangebote der Finanzämter bei Bundes- und Landessteuern sowie der Städte und Gemeinden bei Gemeindesteuern zur Verfügung.

Finanzämter:
  • zinsfreie Stundung fälliger Steuerzahlungen (Voraus- oder Nachzahlungen)
  • Erlass von Säumniszuschlägen
  • Herabsetzung laufender Vorauszahlungen zur Einkommensteuer 2020 bzw. Körperschaftsteuer 2020
  • Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrags für Zwecke der Gewerbesteuervorauszahlungen 2020
  • nachträgliche Herabsetzung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung (1/11) für das Jahr 2020 bis auf Null EUR
  • Sollte bereits eine Mahnung fälliger Steuerzahlungen erfolgt sein, empfiehlt sich eine unverzügliche Kontaktaufnahme unter den auf der Mahnung angegebenen Kontaktdaten, um vorübergehend Vollstreckungsmaßnahmen zu vermeiden.
  • Aufschub für die Abgabe der Lohnsteueranmeldung
  • Antrag auf nachträgliche Herabsetzung der Vorauszahlungen für 2019 (pauschaler Verlustrücktrag 2020)
Ab sofort steht das sächsische Formular zur Beantragung von Steuererleichterungen aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus zur Verfügung.

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat am 6. April 2020 FAQs zum Thema steuerliche Maßnahmen in der Corona-Krise veröffentlicht. Hier finden sich neben den Aussagen zur Stundung und Herabsetzung von Vorauszahlungen auch Ausführungen zu Außenprüfungen. Eine Verschiebung der Anmeldefristen für Umsatz- und Lohnsteuer ist nicht enthalten.

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat darüber informiert, dass die steuerlichen Erleichterungen für die von den Folgen der Corona-Krise betroffenen Steuerpflichtigen über den 31.12.2020 hinaus verlängert werden. Von besonderer Bedeutung ist die Möglichkeit, Steuerforderungen weiterhin zinslos zu stunden. Detaillierte Informationen finden Sie unter folgendem Link.

 

Steuerfreie Sonderzahlungen für Beschäftigte in der Corona-Krise

Arbeitgeber können ihren Beschäftigten nun Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren. Erfasst werden Sonderleistungen, die die Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 erhalten. Voraussetzung ist, dass die Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen. Andere Steuerbefreiungen und Bewertungserleichterungen bleiben hiervon unberührt. Die Beihilfen und Unterstützungen bleiben auch in der Sozialversicherung beitragsfrei.

Mit der Steuer- und Beitragsfreiheit der Sonderzahlungen wird die besondere und unverzichtbare Leistung der Beschäftigten in der Corona-Krise anerkannt.
docID: D104750