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49-Euro-Ticket soll kommen

Ein bundesweit gültiges Nahverkehrsticket mit einem Einstiegspreis von 49-Euro im Monat ist beschlossene Sache. Das Ticket soll ausschließlich online erwerbbar sein und im Abonnement mit einer Dauer von 12 Monaten. Nutzer sollen jedoch bei einer Kündigung nicht an diesen Zeitraum gebunden sein, sondern monatlich kündigen können. Umfragen von Verbänden haben ergeben, dass potenzielle Nutzer das Ticket etwa für acht Monate im Jahr kaufen würden. Vom Umfang bietet das neue Ticket das gleiche Spektrum wie das im  Sommer 2022 erhältliche 9-Euro-Ticket. Namentlich die Fernverkehrszüge der deutschen Bahn bleiben außen vor. Das gleiche gilt für FlixBus, obwohl man sich dort für eine Beteiligung offen gezeigt hatte.

Nach den Wünschen der Politik soll des 49-Euro Ticket am 1. Januar 2023 starten. Dies ist nach Aussage des Hauptgeschäftsführers des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Oliver Wolff zu ambitioniert, da erst die entsprechendes digitalen Strukturen für ein reibungsloses Funktionieren des Tickets geschaffen werden müssen. Deswegen ist mit einem Start nicht vor März 2023 zu rechnen.

Dieser Ticketpreis ist nicht kostendeckend. Aktuell haben sich Bund und Länder dahingehend geeinigt, dass jährlich jeweils 1,5 Milliarden Euro, als insgesamt drei Milliarden Euro zugeschossen werden müssen, um Kosten zu decken. Eine weitere Milliarde soll über die sogenannten Regionalisierungsmittel zur Sicherung des Angebotes im ÖPNV auch bei der zu erwartenden Mehrbelastung des Systems vom Bund an die Länder fließen. Nicht sicher geklärt ist die Frage einer Nachschusspflicht bei Kostensteigerungen. Es ist wohl davon auszugehen, dass das 49-Euro-Ticket von Seiten der Verkehrsunternehmen nur dann nachhaltig angeboten werden kann, wenn die dadurch entstehenden Einnahmeverluste durch den Wegfall anderer Ticketmodelle wie etwa Abotickets dauerhaft ausgeglichen werden.

In der Mehrheit wird das neue Ticket positiv gesehen. Aus Sicht der IHK Dresden ist es jedoch unverzichtbar, die Verkehrsunternehmen dauerhaft und auskömmlich bei Erhalt und Ausbau des aktuellen Angebotes in den ländlichen Raum hinein zu unterstützen. Gleiches gilt für die tatsächlichen Kosten des neuen Angebotes. 

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