Ihr Kontakt zur IHK
Anschrift: Langer Weg 4, 01239 Dresden
Telefon: 0351 2802-0

Pfad

Meldungen

Konjunkturumfrage im IHK-Bezirk: Unsicherheiten überschatten Ausblick

18.05.2022

Aktuell verbessern sich zumindest die Einschätzungen zur Geschäftslage der Gesamtwirtschaft im Kammerbezirk leicht und sind auch besser als vor einem Jahr. Zu verdanken ist dies vor allem den Bewertungen der noch zu Beginn des Jahres am stärksten von den Corona-Einschränkungen betroffenen Wirtschaftsbereiche. Das ergab die Konjunkturumfrage im IHK-Bezirk Dresden unter knapp 600 Unternehmen der Industrie, der Bauwirtschaft, des Handels, des Dienstleistungsgewerbes, des Verkehrs und der Tourismuswirtschaft.

Wirtschaft in Sachsen – Bruttoinlandsprodukt steigt 2021 um 2,5 Prozent

31.03.2022

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Sachsen wuchs 2021, wie das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen in Kamenz mitteilte, gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 2,5 Prozent, nachdem es im Vorjahr um 4,2 Prozent, und damit noch stärker als im Krisenjahr 2009, gefallen war. 

Kontakt

Referentin Landes-, Regional- und Bauleitplanung

Kerstin Degenkolbe

Telefon:  0351 2802-131

Referent Konjunktur und Statistik

Heiko Hebenstreit

Telefon:  0351 2802-222

Referent Landes-, Regional- und Bauleitplanung und stellv. Geschäftsführer

Maximilian Meinert

Telefon:  0351 2802-132
docID: D

Konjunkturumfrage im IHK-Bezirk: Unsicherheiten überschatten Ausblick

Die Situation der Wirtschaft im Frühjahr 2022 ist jedoch von großen Unsicherheiten geprägt. Den vom Wegfall der meisten Corona-Beschränkungen ausgehenden positiven Effekten stehen massive Hindernisse, hauptsächlich ausgelöst oder zumindest verstärkt durch den Krieg in der Ukraine und die Corona-Restriktionen in China, gegenüber. Das betrifft vor allem die drastisch gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise und nach wie vor Lieferprobleme bei Rohstoffen und Vorprodukten. Trotz Umsatzsteigerungen sinken deshalb bereits jetzt die Erträge deutlich. Für die kommenden Monate wird zudem mehrheitlich mit sinkenden Umsätzen gerechnet, was diesen Effekt noch verstärken dürfte. Die Geschäftserwartungen rutschen deshalb spürbar ab. Mehr als jedes dritte Unternehmen rechnet mit einer Verschlechterung in den nächsten Monaten, nur etwas mehr als jedes zehnte erwartet hingegen eine Verbesserung. Seit Beginn der Corona-Krise mit dem Tief der Erwartungen im Frühjahr 2020 sind dies die schlechtesten Werte. Außer im touristischen Bereich trüben sich die Erwartungen in allen Wirtschaftsbereichen mehr oder weniger stark ein.

Der IHK-Geschäftsklimaindex, der die Einschätzungen zur aktuellen Lage und zu den Erwartungen in den Unternehmen gleichrangig berücksichtigt, sinkt trotz verbesserter Lage im Gefolge der deutlich schlechteren Erwartungen seit dem Zwischenhoch im Herbst 2021 weiter spürbar auf 99 Punkte, nach 106 Punkten zu Jahresbeginn 2022.

Das Investitionsklima trübt sich auch im Frühjahr insgesamt weiter ein. Der Anteil der Unternehmen mit zukünftig steigenden Investitionsausgaben ist so niedrig wie seit Beginn der Coronakrise im Frühjahr 2020 nicht mehr. Der Arbeitsmarkt befindet sich zur Zeit trotz Krieg in der Ukraine und Kostensteigerungen auf Erholungskurs. Auch für die kommenden Monate planen 19 Prozent der Betriebe eine Aufstockung und 17 Prozent eine Reduzierung ihrer Mitarbeiterzahl. Damit dürfte es bei einer leicht positiven Entwicklung bleiben.

Nochmals drastischer als zuletzt schieben sich bei den Erwartungen die kostenbezogenen Risikofaktoren ins Blickfeld der Unternehmen. An erster Stelle werden die Energiepreise (76 Prozent) genannt, gefolgt von den Kraftstoffpreisen (71 Prozent) und den Rohstoffpreisen (68 Prozent). Der Fachkräftemangel erreicht trotz Brisanz mit 61 Prozent nur noch den vierten Platz des Risikoradars.
 

Kontakt

Referent Konjunktur und Statistik

Heiko Hebenstreit

Telefon: 0351 2802-222
docID: D115421