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Meldungen

Schutzschild der Bundesregierung für von Kriegsfolgen betroffene Unternehmen

03.05.2022

Das Kriegsgeschehen in der Ukraine hat spürbare Auswirkungen auf deutsche Unternehmen. Stark gestiegene Energiepreise stellen für viele Unternehmen eine Belastung dar. Auch die Sanktionen wirken sich auf die wirtschaftliche Situation der Unternehmen in Deutschland aus. Für die vom Krieg besonders betroffenen Unternehmen hatten Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck und Bundesfinanzminister Christian Lindner bereits am 8. April ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgestellt. Die ersten beiden Programme sind nun startklar.

Bundesregierung kündigt Schutzschild mit direkten Zuschüssen für Energiekosten an

11.04.2022

Am 8. April 2022 hat die Bundesregierung ein neues Paket zur Unterstützung der Wirtschaft angekündigt, das sich insbesondere auf Unternehmen konzentriert, die sehr stark von den steigenden Energiekosten betroffen sind. Das Programm sieht nicht nur Kredite und Bürgschaften, sondern auch direkte Zuschüsse vor.

Auswertung Blitzumfrage Ukraine-Russland

01.04.2022

Am 7. März 2022 startete die IHK Dresden eine Blitzumfrage zur Betroffenheit der Unternehmen aufgrund des Krieges in der Ukraine. Von den mehr als 290 kontaktierten Unternehmen haben 62 an der Blitzumfrage teilgenommen.

Internationalisierung in Krisenzeiten – Nutzen Sie die Unterstützungsprogramme!

01.04.2022

Neben der anhaltenden Corona-Pandemie ist mit dem Konflikt um die Ukraine eine weitere Herausforderung für international orientierte Unternehmen hinzugekommen. Neue Märkte zu erschließen, erfordert mehr denn je eine umfassende Vorbereitung. Die Förderprogramme des Bundes und des Landes Sachsen unterstützen Sie bei der Internationalisierung.

Starkregen- und Hochwasserereignis im Juli 2021 – Friständerung für Förderanträge

01.04.2022

Vom Starkregen- und Hochwasser im Juli 2021 betroffene Unternehmen können Fördermittel bei der Sächsischen  Aufbaubank - Förderbank - beantragen. Die Antragsfrist hierfür wird auf den 30. September 2022 vorverlegt. 

Call 2022 für Forschungsprojekte im Bereich Materialwissenschaften veröffentlicht

24.03.2022

Das weltweit größte Forschungsfördernetzwerk im Bereich Materialwissenschaften M-ERA.NET 3 hat den Call 2022 für Forschungsprojekte veröffentlicht. Mehr als 30 Förderstellen sind mit einem Gesamtbudget von rund 25 Millionen Euro involviert. Sachsen ist mit einem Budget von drei Millionen Euro beteiligt.

Kontakt

Referentin Unternehmensfinanzierung / Förderung

Ute Zesewitz

Telefon:  0351 2802-147

Veranstaltungen und Webinare

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Schutzschild der Bundesregierung für von Kriegsfolgen betroffene Unternehmen

  Erweiterungen der Bund-Länder-Bürgschaftsprogramme & KfW-Sonderkreditprogramm UBR 2022
  1. Die Erweiterungen bei den Bund-Länder-Bürgschaftsprogrammen für vom Ukraine-Krieg nachweislich betroffene Unternehmen sind bereits gestartet. Dies betrifft die Bürgschaftsbanken und das Großbürgschaftsprogramm. Hier können Anträge seit dem 29. April 2022 gestellt werden. Die Entscheidung über den Antrag erfolgt erst nach der beihilferechtlichen Genehmigung. Hierzu befindet sich die Bundesregierung in weit fortgeschrittenen Gesprächen mit der EU-Kommission.
  2. Das KfW-Kreditprogramm, das sogenannte KfW-Sonderprogramm UBR 2022, um kurzfristig die Liquidität der von dem Ukraine-Krieg nachweislich betroffenen Unternehmen zu sichern, startet in Kürze. Unternehmen aller Größenklassen und Branchen erhalten Zugang zu zinsgünstigen Krediten mit weitgehender Haftungsfreistellung der Hausbanken. Zusätzlich wird eine Konsortialfinanzierungsvariante mit substantieller Risikoübernahme angeboten. Dieses Programm startet voraussichtlich am 9. Mai 2022. Auch hier befindet sich die Bundesregierung in weit fortgeschrittenen Beihilfengesprächen mit der EU-Kommission.
 

1. Wesentliche Eckpunkte zu den Bund-Länder-Bürgschaftsprogrammen

1.1 Großbürgschaftsprogramm
Wer wird gefördert?

Unternehmen ab 20 Millionen Euro Bürgschaftsbedarf in strukturschwachen Regionen und ab 50 Millionen Euro Bürgschaftsbedarf außerhalb strukturschwacher Regionen

Was kann verbürgt werden?
Es können Betriebsmittel- und Investitionskredite verbürgt werden. Die Bürgschaftsquote beträgt in der Regel 80 Prozent, in besonders betroffenen Einzelfällen bis zu 90 Prozent.

Welche Zugangsvoraussetzungen gelten?
Nachgewiesene Betroffenheit, die aus den Sanktionen gegenüber Russland und Belarus oder den Kriegshandlungen in der Ukraine resultieren, beispielsweise durch
  • Umsatzrückgang durch weggebrochenen Absatzmarkt
  • nachgewiesene Produktionsausfälle in den Ländern Ukraine, Belarus und Russland
  • nachgewiesene Produktionsausfälle aufgrund fehlender Rohstoffe und Vorprodukte
  • Schließung von Produktionsstätten in Russland, Ukraine oder Belarus
  • besonders hohe Betroffenheit durch die gestiegenen Energiekosten (Energiekostenanteil mindestens 3 Prozent vom Jahresumsatz 2021).
Programmbefristung
Das erweiterte Großbürgschaftsprogramm ist gemäß Befristetem Krisenrahmen der Europäischen Kommission für staatliche Beihilfen ("Temporary-Crisis-Framework") bis zum 31. Dezember 2022 befristet.

1.2 Bürgschaftsbank
Überblick über die von der Bürgschaftsbank Sachsen GmbH angebotenen Produkte.
 

2. Wesentliche Eckpunkte des KfW-Sonderprogramms UBR KfW-Kreditprogramm mit zwei Programmkomponenten

  • eine für Kredite im Standardverfahren über Hausbanken bis zu einem Kreditbetrag von 100 Millionen Euro,
  • eine für individuelle, großvolumige Konsortialfinanzierungen.
Wer wird gefördert?
Kleine, mittelständische und große Unternehmen ohne Umsatzgrößenbeschränkung

Was wird gefördert?
Investitions- und Betriebsmittelkredite. Die KfW gewährt den Hausbanken eine
  • 80-prozentige Haftungsfreistellung für Kredite an mittelständische Unternehmen (bis maximal 500 Millionen Euro Jahresumsatz) und
  • 70-prozentige Haftungsfreistellung für Kredite an große Unternehmen.
Hierdurch wird die Kreditvergabebereitschaft der Banken erhöht.

Welche Zugangsvoraussetzungen gelten?
Nachgewiesene Betroffenheit, die aus den Sanktionen gegenüber Russland und Belarus oder den Kriegshandlungen in der Ukraine resultieren durch
  • Umsatzrückgang durch weggebrochenen Absatzmarkt
  • nachgewiesene Produktionsausfälle in den Ländern Ukraine, Belarus und Russland
  • nachgewiesene Produktionsausfälle aufgrund fehlender Rohstoffe und Vorprodukte
  • Schließung von Produktionsstätten in Russland, Ukraine oder Belarus
  • besonders hohe Betroffenheit durch die gestiegenen Energiekosten (Energiekostenanteil mindestens 3 Prozent vom Jahresumsatz 2021).
Welche Konditionen gelten?
Kredite mit folgenden Eigenschaften:
  • maximal 6 Jahre Laufzeit
  • bis zu 2 tilgungsfreie Anlaufjahre
  • 6 Jahre Zinsbindung
Vergünstigter Zinssatz im Standardverfahren in Abhängigkeit von der Bonität des Unternehmens, der Besicherung des Kredits und der Refinanzierungsbedingungen am Kapitalmarkt. Der tagesaktuelle Zinssatz ist der KfW-Seite zu entnehmen. Im Rahmen der Konsortialfinanzierungsvariante individuelle Kreditstrukturen mit einer Laufzeit von bis zu 6 Jahren. Die KfW übernimmt die Konditionen des Finanzierungspartners.

Programmbefristung
Das KfW-Kreditprogramm ist gemäß Befristetem Krisenrahmen der Europäischen Kommission für staatliche Beihilfen ("Temporary-Crisis-Framework") bis zum 31. Dezember 2022 befristet.

Pressemitteilung Ministerium der Finanzen    

Kontakt

Referentin Unternehmensfinanzierung / Förderung

Ute Zesewitz

Telefon: 0351 2802-147
docID: D115268