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Wirtschaft in Sachsen – Bruttoinlandsprodukt steigt 2021 um 2,5 Prozent

Der Anstieg in Sachsen fiel etwas schwächer aus als im deutschen Durchschnitt, der 2,9 Prozent betrug, aber stärker als in den anderen östlichen Bundesländern (1,9 Prozent, ohne Berlin). 2021 erreichte das BIP in Sachsen reichlich 134,5 Milliarden Euro in jeweiligen Preisen, und war damit nominal 5,5 Prozent höher als im Vorjahr.

Ausschlaggebend für die Situation in Sachsen war nach den aktuellen Berechnungen des Arbeitskreises "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder" in beiden "Corona-Jahren" die Entwicklung der Bruttowertschöpfung (BWS) im Verarbeitenden Gewerbe. Im Jahr 2020 gab es im Verarbeitenden Gewerbe einen realen Rückgang der BWS um fast elf Prozent gegenüber 2019. Im Jahr 2021 erhöhte sich die BWS im Verarbeitenden Gewerbe preisbereinigt um 7,8 Prozent. Dies bedeutete das zweitstärkste Wachstum unter den Ländern.

Nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder" gab es dagegen einen Rückgang der preisbereinigten Bruttowertschöpfung beim Baugewerbe (-2,9 Prozent) und der Land-, Forstwirtschaft und Fischerei (-1,7 Prozent), Das Baugewerbe war 2020 noch gegen den allgemeinen Trend um 1,2 Prozent gewachsen. Über alle Dienstleistungsbereiche betrug das Wachstum zum Vorjahr 1,8 Prozent. Den größten Zuwachs der preisbereinigten Bruttowertschöpfung innerhalb der Dienstleister verzeichnetet der Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation mit 2,4 Prozent. Wobei das vor allem dem Teilbereich Information und Kommunikation und Teilen des Handels zu verdanken sein dürfte und besonders Gastgewerbe und Verkehr wachstumssenkend gewirkt haben.

Das sächsische Bruttoinlandsprodukt wurde im letzten Jahr in 2,850 Milliarden Arbeitsstunden von 2,05 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsplatz in Sachsen erwirtschaftet. Je sächsischem Einwohner betrug das BIP 33.254 Euro.

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Referent Konjunktur und Statistik

Heiko Hebenstreit

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