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Wirtschaft in Sachsen - Bruttoinlandsprodukt bricht 2020 um 4,4 Prozent ein

Konjunktur und Statistik | 30.03.2021

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Sachsen sank 2020 gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 4,4 Prozent, wie das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen in Kamenz mitteilte. Damit fiel der Verlust in Sachsen etwas schwächer aus als im deutschen Durchschnitt, der 4,9 Prozent Rückgang ausweist. 2020 betrug das BIP in Sachsen reichlich 125,5 Milliarden Euro in jeweiligen Preisen und war damit 2,6 Prozent geringer als 2019 (Deutschland -3,4 Prozent), jedoch geringfügig höher als im Jahre 2018.

Der reale Rückgang des BIP in Sachsen, der vor allem durch die Corona-Pandemie bedingte war, fiel damit größer aus als im Krisenjahr 2009 und stellt damit die bisher deutlichste Verminderung des sächsischen BIP seit der Wende dar.

Nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder" lag der preisbereinigte Rückgang der Bruttowertschöpfung (BWS) beim Verarbeitenden Gewerbe in Sachsen bei 9,2 Prozent. Einzig das Baugewerbe konnte einen leichten realen Zuwachs von 0,3 Prozent BWS vorweisen. Über alle Dienstleistungsbereiche betrug hier die Veränderung zum Vorjahr -4,2 Prozent. Den größten Rückgang der preisbereinigten Bruttowertschöpfung innerhalb der Dienstleister verzeichnetet der Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation mit -4,4 Prozent. Wobei vor allem Gastgewerbe und Verkehr stark negativ zu Buche geschlagen haben dürften, während Information und Kommunikation wohl eher gestützt haben. Der Beitrag des Handels war stark sortimentsabhängig.

Das sächsische Bruttoinlandsprodukt wurde im letzten Jahr in 2,797 Milliarden Arbeitsstunden von 2,05 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsplatz in Sachsen erwirtschaftet. Je sächsischem Einwohner betrug das BIP 30.903 Euro.

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