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Taxonomie: Europäische Kommission arbeitet an Regeln für die nachhaltige Finanzierung

Offenlegungspflichten für größere Unternehmen ab 2022

Finanzdienstleister, Industrie, Umwelt | 23.03.2021

Die Taxonomie ist einer der zentralen Bausteine des Maßnahmenpakets zur Umsetzung des Aktionsplans der Europäischen Kommission für nachhaltige Finanzierung. Die Taxonomie-Verordnung ist im Juli 2020 in Kraft getreten und legt den Rahmen für die Entwicklung und die Anwendung einer einheitlichen Klassifizierung nachhaltiger Wirtschaftstätigkeiten in der EU fest. Anbieter grüner Finanzprodukte müssen z. B. angeben, inwiefern die investierten Finanzmittel in Unternehmen fließen, deren Wirtschaftstätigkeiten die Nachhaltigkeitskriterien der EU-Taxonomie erfüllen. Zudem sollen Staaten, die die Vermarktung nachhaltiger Finanzprodukte regulieren, sich an der Taxonomie orientieren.

Artikel 8 der Taxonomie-Verordnung etabliert darüber hinaus neue Offenlegungspflichten für größere Unternehmen. Diese müssen entsprechend der CSR-Richtlinie in ihrer nichtfinanziellen Erklärung ab dem Jahr 2022 zusätzlich angeben, inwiefern die eigenen wirtschaftlichen Tätigkeiten den Taxonomie-Kriterien entsprechen. Gleichzeitig ist damit zu rechnen, dass auch kleinere Unternehmen als Zulieferer von ihren Auftraggebern aufgefordert werden, ihre "taxonomy compliance" offenzulegen. Banken könnten dies von Unternehmenskunden verlangen, da sie selbst unter die Offenlegungspflicht des Artikels 8 fallen.

Derzeit arbeitet die Europäische Kommission an delegierten Rechtsakten, die die Anforderungen präzisieren. Die IHK-Organisation hat sich an der öffentlichen Konsultation beteiligt. Eine finale Entscheidung soll bis Ende April fallen, die Mitgliedsstaaten und das Europäische Parlament werden beteiligt.

Die Taxonomie-Verordnung finden Sie hier.

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