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Meldung

Kennzeichnung bestimmter Einwegkunststoffprodukte

Deutschsprachige Piktogramm liegen jetzt vor

Handel, Industrie, Umwelt | 18.03.2021

Auf der Grundlage ihres Aktionsplans zur Kreislaufwirtschaft und ihrer Strategie für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft hat die Europäische Union am 5. Juni 2019 die Richtlinie (EU) 2019/904 über die Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt erlassen (ABl. L 155 vom 12.6.2019, S. 1). Diese sieht zahlreiche Maßnahmen vor, um den Verbrauch von bestimmten Einwegkunststoffprodukten zu reduzieren, das achtlose Wegwerfen von Abfällen zu begrenzen und die Ressource Kunststoff besser zu bewirtschaften.

Die Umsetzung der Kennzeichnungsregeln in deutsches Recht erfolgt mit Hilfe der Verordnung über die Beschaffenheit und Kennzeichnung von bestimmten Einwegkunststoffprodukten (Einwegkunststoffkennzeichnungsverordnung - EWKKennzV), die sich derzeit im parlamentarischen Verfahren befindet.

Demnach dürfen Hersteller ab 3. Juli 2021 keine ungekennzeichneten Einwegkunststoffprodukte mehr in Verkehr bringen.

Das betrifft Hygieneeinlagen, Tampons, Feuchttücher, Tabakprodukte mit Filtern sowie Getränkebecher. Es gilt eine Übergangsfrist bis 3. Juli 2022, in der die Hersteller nicht ablösbare Aufkleber auf den Produkten anbringen können. Damit wird ein Abverkauf nicht gekennzeichneter Produkte durch die Händler möglich, um die Vernichtung der Produkte zu verhindern. Die Kennzeichnung soll deutlich sichtbar angebracht werden und besteht aus einem Piktogramm sowie einem Text zur Kennzeichnung.

Die genauen Vorgaben zur Kennzeichnung ergeben sich aus der Durchführungsverordnung (EU) 2020/2151 der Europäischen Kommission, die Sie hier nachlesen können.

In dieser Fassung sind nur englischsprachige Piktogramme aufgeführt, obwohl Artikel 3 der Durchführungsverordnung bestimmt, dass die Schriftzüge in der Sprache des Landes sein sollen, in dem das Produkt in Verkehr gebracht wird. Die korrigierte Fassung mit deutschsprachigen Piktogrammen finden sie hier.

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