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Lockdown stoppt Konjunkturerholung

Konjunktur und Statistik | 11.02.2021

Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn 2021 im IHK-Bezirk Dresden unter 635 Unternehmen der Industrie, der Bauwirtschaft, des Handels, des Dienstleistungsgewerbes, des Verkehrs und der Tourismuswirtschaft:

Geschäftslage wieder schlechter
Die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK Dresden zu Jahresbeginn zeigt, dass die deutliche Konjunkturerholung im dritten Quartal letzten Jahres vorerst beendet wurde. Die Einschätzungen der Gesamtwirtschaft im Kammerbezirk zur Geschäftslage verschlechtern sich aktuell im Vergleich zum Herbst, fallen aber nicht so stark wie beim ersten Lockdown der Coronakrise im Frühjahr 2020. Nach jetzigem Stand betreffen die pandemiebedingten Einschränkungen die Wirtschaftszweige unterschiedlich stark und durch verschiedene Ursachen. Sind es bei der Industrie vor allem Mitarbeiter-Engpässe durch Kinderbetreuung so ist die Tourismuswirtschaft und große Teile des Einzelhandels und der Dienstleister direkt durch Schließung am Geschäftsbetrieb gehindert.

Industrie stemmt sich gegen den Trend
Derzeit verhindert vor allem die Industrie, aber auch der Großhandel und die Bauwirtschaft einen weiteren Absturz der Konjunkturindikatoren. In Teilen der Dienstleistungsbranche und vor allem bei der Tourismuswirtschaft, dem Personenverkehr und dem Einzelhandel werden sowohl Lage als auch Prognosen besonders negativ eingeschätzt.

Der IHK-Geschäftsklimaindex, der sich im Herbst deutlich von der Talsohle des Frühjahrs entfernt hatte, sinkt im Gefolge der abflauenden Lage- und Erwartungssalden ebenfalls von 104 auf 96 und liegt damit aber noch 30 Punkte über dem Wert des ersten Lockdowns.

Corona beeinträchtigt Finanzlage der Unternehmen
Zusätzlich zu den Standardfragen der Konjunkturumfrage, die regelmäßig und zur Erstellung langer Reihen der wirtschaftlichen Entwicklung erhoben werden, wurden zu Jahresbeginn 2021 speziell auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaftsunternehmen des Kammerbezirkes abzielende Fragen gestellt. Der Frage nach der aktuellen Finanzlage zufolge leiden derzeit knapp ein Drittel der Unternehmen im Kammerbezirk unter einem Rückgang ihres Eigenkapitals, fast ein Fünftel berichtet über Liquiditätsengpässe. Insgesamt reichlich 5 Prozent der Betriebe sehen sich bei fortgesetztem Krisengeschehen sogar von einer Insolvenz bedroht. Auch hierbei unterscheiden sich die Branchen allerdings stark.

Konjunkturbericht Kammerbezirk Dresden Jahresbeginn 2021

Konjunkturbericht der LAG Sachsen Jahresbeginn 2021
 

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