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Neue Erhebung im Handel und Dienstleistungsbereich ab März

Konjunktur und Statistik | 11.02.2021

Wie das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen mitteilt, wird es ab März 2021 eine neue monatliche Erhebung im Handel und im Dienstleistungsbereich geben. Diese neue Befragung hat zum Ziel, im Bereich der Konjunkturstatistik Aktualität und Datenqualität zu erhöhen. Die rechtliche Grundlage bildet dabei das neue Handels- und Dienstleistungsstatistikgesetz, welches voraussichtlich Mitte März 2021 verabschiedet und per 1. Januar 2021 rückwirkend angewendet wird.

Das bedeutet für per Stichprobenverfahren ausgewählte und damit berichtspflichtige Unternehmen, dass sie voraussichtlich Mitte März nachträglich zu Angaben ab Berichtsmonat Januar 2021 befragt werden.

Die neue Konjunkturerhebung ist ein Resultat der Modernisierung der Unternehmensstatistiken der Europäischen Union und wird die bestehenden Konjunkturerhebungen in den Bereichen Handel, Gastgewerbe und Dienstleistungen ab März 2021 in Deutschland ersetzen. Neu ist die monatliche Angabe über Umsätze und Beschäftigte im Dienstleistungsbereich und die Erweiterung des Erfassungsbereiches auf die Branchen Grundstücks- und Wohnungswesen (68), Vermietung von beweglichen Sachen (77), Hausmeisterdienste (81.1) und Garten- und Landschaftsbau (81.3).

Im Gegenzug sind verschiedene Maßnahmen zur Entlastung der Unternehmen geplant. Kleinere Unternehmen werden nicht befragt, die Meldeschwelle beim Umsatz wird im Kfz-Handel von zehn auf elf Mio. Euro angehoben und bezüglich der Beschäftigtenzahl von 100 auf 250. Beim Gastgewerbe steigt die Umsatzuntergrenze von 150.000 auf 165.000 Euro und im Einzelhandel von 250.000 auf 450.000 Euro. Zudem sollen maximal 50 Prozent der oberhalb der Meldeschwellen liegenden Unternehmen befragt werden. Unternehmen, die in mehreren Bundesländern aktiv sind, müssen nur einmal jährlich im Januar die Angaben zu den Beschäftigten nach Bundesländern aufteilen, in den restlichen Monaten genügt die Gesamtzahl. Im Handel und Gastgewerbe gibt es zukünftig keine Unterscheidung mehr zwischen Voll- und Teilzeitbeschäftigten. 

Das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen plant, die durch die Stichprobenauswahl für die neue Konjunkturerhebung gezogenen Unternehmen vor Beginn der Erfassung darüber zu informieren. Den Mitarbeitern des Landesamtes ist durchaus bewusst, dass die Einführung der neuen Erhebung in Pandemie-Zeiten - zumal in teilweise stark von den aktuellen Einschränkungen betroffenen Wirtschaftsbereichen - nicht nur auf Wohlwollen stoßen wird. Jedoch sind auch und gerade in schwierigen Zeiten belastbare und qualitativ hochwertige Daten über den wirtschaftlichen Zustand unserer Unternehmen verschiedener Branchen für Politik, Verwaltung und die Wirtschaft selbst von hoher Bedeutung.

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