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Türkei: Allgemeine Ursprungsangabe „Europäische Union“ im Ursprungszeugnis zulässig

Internationales Geschäft | 04.11.2020

Wie in unserer Meldung im September 2020 berichtet, war zwischenzeitlich unklar, inwieweit der türkische Zoll weiterhin die allgemeine Ursprungsangabe "Europäische Union" in IHK-Ursprungszeugnissen akzeptiert oder diese nur noch in Kombination mit der Angabe des einzelstaatlichen Ursprungs der EU-Mitgliedstaaten anerkennt.

Mit einer Stellungnahme hat die türkische Generalzolldirektion die Zollämter am 02.10.2020 darüber informiert, dass die allgemeine Ursprungsangabe "Europäische Union" in IHK-Ursprungszeugnissen auch ohne Präzisierung des einzelstaatlichen Ursprungs anzuerkennen ist. Nur bei Waren, bei denen die Türkei handelspolitische Maßnahmen gegen einen einzelnen EU-Mitgliedsstaat erlassen hat, ist der einzelstaatliche Ursprung zusätzlich anzugeben.

Zwar gibt es gegenwärtig auf EU-Waren keine Zusatzzölle oder Ausgleichszölle. Auch Antisubventionsmaßnahmen ("EMY") sind derzeit gegen EU-Länder nicht in Kraft. Anti-Dumping-Maßnahmen können jedoch vorliegen. Einen unverbindlichen Auszug über die gegen einzelne EU-Staaten verhängten Anti-Dumping-Maßnahmen der Türkei finden Sie hier.

Nähere Informationen zu den Anti-Dumping-Maßnahmen finden Sie auch auf der Website des türkischen Handelsministeriums.

Quelle: DIHK
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