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Weitere Coronahilfen vom Bund angekündigt

Finanzierung / Förderung, Corona | 04.11.2020

Für Corona-betroffene Unternehmen sind vom Bund weitere Fördermaßnahmen angekündigt worden. Unternehmen, Betrieben, Selbstständigen, Vereinen und Einrichtungen mit bis zu 50 Mitarbeitern, welche von coronabedingten Schließungen im November 2020 betroffen sind, gewährt der Bund im Rahmen der außerordentlichen Wirtschaftshilfe eine einmalige Kostenpauschale in Höhe von 75 Prozent. Grundlage für die Berechnung ist der wöchentliche Umsatz des Vorjahresmonats (November 2019). Für Existenzgründer, welche ihre Tätigkeit erst nach dem genannten Zeitpunkt aufgenommen haben, wird der Monat Oktober 2020 als Bemessungsgrundlage angesetzt. Soloselbstständige können nach ihrer Wahl auch den durchschnittlichen Jahresumsatz 2019 zugrunde legen. Die Kostenpauschale wird für jede angeordnete Lockdown-Woche gezahlt. Für größere Unternehmen gelten abweichende Prozentanteile vom Vorjahresumsatz. Ihre Höhe wird im Einzelnen anhand beihilferechtlicher Vorgaben ermittelt. Bereits erhaltene staatliche Leistungen (Kurzarbeitergeld, Überbrückungshilfe), welche für diesen Zeitraum bereits gezahlt wurden, werden mit der außerordentlichen Wirtschaftshilfe verrechnet. Die Anträge sollen über die bundeseinheitliche Plattform der Überbrückungshilfe gestellt werden können.

Der KfW-Schnellkredit soll auch Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern zur Verfügung stehen. Dieser ermöglicht es Unternehmen in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen, in Abhängigkeit des Umsatzes von 2019, einen Kredit in Höhe von max. 300.000 Euro bei ihrer Hausbank zu beantragen. Da der Bund als Rückbürge für die vollständige Kreditsumme einsteht, ist eine Risikoprüfung nicht notwendig und der Betrag kann zügig an die Unternehmen ausgezahlt werden.

Als weitere Unterstützung durch den Bund ist ein Paket zur Überbrückungshilfe III geplant. Dieses soll ab Januar 2021 bis Juni 2021 zur Verfügung stehen und zu besseren Konditionen für die hauptbetroffenen Wirtschaftsbereiche angeboten werden. Im Besonderen soll es zu Verbesserungen für die Kultur- und Veranstaltungsbrache sowie für Soloselbstständige kommen. Nähere Details sind bisher nicht bekannt.
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