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Corona-Überbrückungshilfen II können ab sofort beantragt werden

Finanzierung / Förderung, Corona | 22.10.2020

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat am 21.10.2020 mitgeteilt, dass ab sofort die Corona-Überbrückungshilfe II für die Monate September bis Dezember 2020 beantragt werden kann.

Die Überbrückungshilfe II knüpft an die Überbrückungshilfe I (Juni - August 2020) an. Unterstützt werden kleine und mittelständische Unternehmen wie Soloselbständige und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind. Gezahlt werden nicht rückzahlbare Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten.

Das Antragsverfahren läuft wie bisher über sog. prüfende Dritte (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, vereidigte Buchprüfer), die für die betroffenen Unternehmen einen Antrag über die bundesweit geltende Antragsplattform des BMWi stellen.

Die Bedingungen für die Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten wurden nochmal verbessert und erleichtert. Angesichts steigender Infektionszahlen fördert die Überbrückungshilfe II auch Maßnahmen zur temporären Verlagerung des Geschäftsbetriebs in die Außenbereiche, wo die Ansteckungsrisiken geringer sind. Förderfähig sind hierfür z. B. die Anschaffung von Außenzelten oder Wärmestrahlern. Dies ergänzt die bereits zuvor mögliche Förderung von Hygienemaßnahmen, wie z. B. die Anschaffung von Desinfektionsmittel und Luftfilteranlagen.

Folgende Änderungen am Programm wurden vorgenommen:
  1. Flexibilisierung der Eintrittsschwelle: Zur Antragstellung berechtigt sind künftig Antragsteller, die entweder einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet haben.
  2. Ersatzlose Streichung der KMU-Deckelungsbeträge von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro.
  3. Erhöhung der Fördersätze. Künftig werden erstattet 90 Prozent der Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch (bisher 80 Prozent), 60 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 Prozent und 70 Prozent (bisher 50 Prozent) und 40 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent (bisher 40 Prozent).
  4. Die Personalkostenpauschale von 10 Prozent der förderfähigen Kosten wird auf 20 Prozent erhöht.
  5. Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen.
Link zum Antragsportal www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de und zu aktuellen FAQs.
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