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Unternehmensgründungen im 1. Halbjahr 2020 rückläufig

Existenzgründung / Startup, Konjunktur und Statistik | 03.09.2020

Bundesweit haben sich im ersten Halbjahr deutlich weniger Unternehmen in Deutschland gegründet als im Vorjahreszeitraum. 
Das statistische Bundesamt teilte mit, dass die Zahl der Betriebsgründungen von Januar bis Juni um 9,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf rund 58.000 sank. Bei Kleinunternehmen gab es sogar einen Einbruch von 21,1 % auf rund 68.100. Einzig die Anzahl der Nebenerwerbsgründungen erhöhte sich um 1,2 % auf knapp 140.100.

Für den gesamten Kammerbezirk Dresden kann die bundesweite Statistik bestätigt werden. Auch hier sanken laut statistischem Landesamt die Betriebsgründungen um 12,3 %, die Kleinunternehmensgründungen aber moderater um 7 %. Auch der statistisch positive Wert der Nebenerwerbsgründungen mit einem Plus von 0,7 % im Kammerbezirk Dresden folgt dem Bundestrend.
Allerdings gibt es regionale Unterschiede: Während die Landkreise Meißen (+20,5 %) und Bautzen (+2 %) bei den Neugründungen insgesamt zulegen konnten, gab es größere Einbrüche in den Landkreisen Görlitz(-12,3 %) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (-9 %) sowie der Stadt Dresden (-16,5 %)
Während einige wenige Branchen wie Energieversorgung, Information und Kommunikation sowie Finanzdienstleistungen bei den Gründungszahlen in Sachsen zulegen konnten, gab es erwartungsgemäß starke Rückgänge im Gastgewerbe, Großhandel und Erziehung und Unterricht.

Die Statistiker erklärten, dass wegen der Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie der Besucherverkehr in den Gewerbeämtern teilweise eingestellt worden sei und es zudem Personalengpässe gegeben habe. Der Rückgang der Firmengründungen sei maßgeblich dadurch zu erklären, dass es aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit weniger Betriebsgründungen, aber auch weniger Abmeldungen gab.

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