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Vorgaben zu Holzverpackungen im Export zwingend beachten

Internationales Geschäft, Umwelt | 28.07.2020

2002 wurde der Internationale Standard Phytosanitäre Maßnahmen Nr. 15 (kurz ISPM 15) "Richtlinie zur Regelung von Holzverpackungen im internationalen Handel" vereinbart. Ziel dieses Standards ist es, die Ein- und Verschleppung von Schadorganismen durch Holzverpackungen zu verhindern. Demnach müssen Holzverpackungen beim Export aus der EU in Drittländer aus entrindetem Holz hergestellt werden, einer vorgegebenen phytosanitären Behandlung unterzogen werden (in Deutschland die Hitzebehandlung) und mit einer offiziellen ISPM 15-Markierung versehen werden. Diese Markierung lässt die Rückverfolgbarkeit jeder Holzverpackung bis zu deren Hersteller zu.

Regelmäßig beanstanden Drittländer, dass Sendungen mit Holzverpackungen ohne ISPM-15-Markierung bei der Importkontrolle festgestellt werden. Das kann für den Exporteur unangenehme Folgen haben und teuer werden. Die USA z.B. sind seit geraumer Zeit dazu übergegangen, alle Sendungen zurückzuweisen, bei denen kein ISPM-15-konformes Verpackungsholz verwendet wurde. Dabei entstehen Kosten für den Rücktransport, die Umladung, den erneuten Transport und ggf. Konventionalstrafen, wenn Waren nicht vertragsgemäß in den USA ankommen. Kommt Schadorganismenbefall hinzu, verhängen die USA zusätzlich Strafen dem Importeur gegenüber, bis zur Höhe des Warenwertes.

Weitere Informationen zu ISPM 15 finden Sie hier.

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