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Großbritannien widerruft Sonderregeln zur Umsatzsteuerregistrierung

Internationales Geschäft, Recht und Steuern | 16.07.2020

Die Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer informiert, dass eine umsatzsteuerliche Registrierung im Vereinigten Königreich (VK) wieder nur dann beantragt werden kann, wenn steuerpflichtige Umsätze im VK bereits generiert werden oder diese innerhalb von drei Monaten nach Eingang des Registrierungsantrags bei HMRC mit Sicherheit zu erwarten sind. Umsatzsteuernummern, die durch das vor der Übergangsphase speziell eingeführte 'Advanced Notification of UK VAT registration'-Verfahren vergeben wurden, sind nicht mehr verwendbar.
Für Unternehmen, die nach Ablauf der Übergangsphase am 1.1.2021 Importe in das VK durchführen, kann der Registrierungsprozess daher bereits ab Oktober 2020 in die Wege geleitet werden, um auf die steuerlichen Änderungen vorbereitet zu sein. Dies betrifft beispielsweise Unternehmen, die derzeit ausschließlich steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen von Deutschland in das VK ausführen oder von einer EU-Vereinfachungsregelung Gebrauch machen.

Im vergangenen Jahr gab die britische Finanzbehörde HMRC ausländischen Unternehmen die Möglichkeit, sich für ein spezielles Verfahren, das sogenannte 'Advanced Notification of UK VAT registration', anzumelden, um eine britische Umsatzsteuernummer für den Fall eines ungeregelten Brexits ("no Deal") zu erhalten. Mit Beginn der Übergangsphase wurden diese vorsorglichen Umsatzsteuernummern von HMRC gelöscht, und die Umsatzsteuerregistrierung folgt wieder den bisherigen Regeln. Nach derzeitigem Stand ist keine erneute Implementierung eines derartigen Sonderverfahrens durch HMRC geplant.

Ansprechpartner

Eric Dreuse
Telefon: 0351 2802-187
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