Navigation

Pfad

Inhalt

docID: D

Meldung

VerpackG: Überarbeitung des Mindeststandards für recyclinggerechtes Design

Konsultationsverfahren eröffnet

Handel, Industrie, Umwelt, Umwelt- und Energiewirtschaft | 15.07.2020

Hersteller bestimmter Verpackungen müssen sich an Systemen beteiligen, damit die Verpackungsabfälle gesammelt und verwertet werden. Seit 2019 sind die Entgelte hierfür auch danach zu bemessen, wie gut sich eine Verpackung recyceln lässt. Die Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) hat einen neuen Entwurf des Mindeststandards zur Bemessung des recyclinggerechten Designs von Verpackungen - Ausgabe 2020 gemäß §21 VerpackG erarbeitet.

Die vorliegende Konsultationsfassung stellt eine inhaltliche Fortentwicklung der Ausgabe 2019 dar und wird mit Veröffentlichung am 1. September dieses Jahres zur Ausgabe des Mindeststandards 2020.

Nach § 21 VerpackG sind die Systeme verpflichtet, im Rahmen der Bemessung der Beteiligungsentgelte Anreize zu schaffen, um bei der Herstellung systembeteiligungspflichtiger Verpackungen die Verwendung von Materialien und Materialkombinationen zu fördern, die unter Berücksichtigung der Praxis der Sortierung und Verwertung zu einem möglichst hohen Prozentsatz recycelt werden können.

Der Standard adressiert in erster Linie duale Systeme in Deutschland. Allerdings wird er auch für Unternehmen, die Verkaufsverpackungen in Deutschland in den Verkehr bringen, Auswirkungen haben und sich auf den Aufwand und die Kosten der Systembeteiligung auswirken.

Auf folgende Änderungen wird insbesondere hingewiesen:

2. Mindestkriterien

Bezüglich der Bemessung der Recyclingfähigkeit wurde klargestellt, dass mit Erfüllen dieser Kriterien eine maximale Recyclingfähigkeit gegeben ist. Zusätzlich können die Systeme jedoch zusätzliche Kriterien berücksichtigen.

Anhang 1

Anhang 1 wurde grundsätzlich überarbeitet. Zur Überprüfung der Recyclingfähigkeit einer Verpackung werden folgende Arbeitsschritte benannt:
  1. Zuordnung Hauptkomponente
  2. Prüfung, ob Verpackung die Kriterien der "Gutmaterialien" erfüllt
  3. Prüfung, ob die Verpackung in der Spezifikation liegt
  • Wenn die ersten 3 Schritte positiv ➔ Identifikation des Wertstoffs
  • Wenn die ersten 3 Schritte negativ ➔ Prüfung, ob das Vorhandensein einer Recyclinginfrastruktur ohne weiteren Nachweis vorausgesetzt werden kann.
Weiter wurden die Materialgruppen grundlegend überarbeitet.

Den Entwurf finden Sie hier.

Die IHK Dresden nimmt Hinweise betroffener Mitgliedsunternehmen bis 31. Juli 2020 entgegen.

(Quelle: DIHK, berab. Katrin Ullrich)

Ansprechpartner

docID: D107867