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Not der Reisebusbranche wird seitens der Politik endlich ernst genommen

Verkehr, Coronavirus | 14.05.2020

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will der durch den Lockdown in ihrer Existenz bedrohten Reisebusbranche mit 170 Millionen Euro helfen. Die Hilfe wäre ein erstes Signal, dass die Nöte der Branche in der Politik nicht völlig unbeachtet bleiben. Damit zeigt das hartnäckige Einfordern von Hilfen durch die Unternehmen, die Verbände aber auch durch die Industrie- und Handelskammern im ganzen Bundesgebiet erste Wirkung.

Wichtig ist nun, dass die Hilfe so schnell wie möglich, absolut unbürokratisch und vor allem als Zuschuss bei den Unternehmen ankommen. Die umfangreichen Kreditprogramme der KFW helfen nur bedingt, da Reisebusunternehmen traditionell nur sehr geringe Margen einfahren, so dass sich die Rückzahlung von zusätzlichen Krediten neben den Fahrzeugfinanzierungen als in der Praxis als schwierig realisierbar erweist. Neben diesen Hilfen ist eine pragmatische, schnelle Wiederzulassung von Busreisen notwendig, wofür sich die Kammern auch gegenüber der sächsischen Landespolitik wiederholt eingesetzt haben und auch weiter einsetzen werden. Unabhängig von der betriebswirtschaftlichen Komponente, die in der unternehmerischen Eigenverantwortung liegt, ist es nicht nachvollziehbar, warum ÖPNV-Busse oder DB-Fernverkehr unter virologischen Voraussetzungen fahren dürfen, private Reisebusunternehmen unter den gleichen Bedingungen jedoch nicht.  

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