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Konjunkturwetter: Abnehmende Bewölkung, teils heitere Aussichten

Konjunktur und Statistik | 05.02.2020

Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn 2020 im IHK-Bezirk Dresden unter 640 Unternehmen der Industrie, der Bauwirtschaft, des Handels, des Dienstleistungsgewerbes, des Verkehrs und der Tourismuswirtschaft lassen sich so zusammenfassen:

Ende des Abwärtstrends der Geschäftslage
Der Abwärtstrend bei den Einschätzungen der aktuellen Geschäftslage in der Wirtschaft des Kammerbezirks Dresden aus 2019 konnte laut der aktuellen Konjunkturumfrage zu Jahresbeginn 2020 gestoppt werden. Zwischen den Wirtschaftsbereichen gibt es aber wie gewohnt Unterschiede. In der Industrie ist die negative Entwicklung zwar abgeschwächt, aber noch nicht beendet, die Bauwirtschaft jedoch hat nach dem leichten Knick im Herbst wieder zur gewohnten Zuversicht zurückgefunden. Auch im Tourismus verbessert sich die Lageeinschätzung weiter, die im Herbst schon stark zugelegt hatte. Handel und Verkehrsgewerbe halten ihre Meinung im Vergleich zur Vorumfrage nahezu konstant.

Unternehmen wieder zuversichtlicher
Bewegung gibt es auch bei den Einschätzungen der Geschäftserwartungen, welche im Herbst noch branchenübergreifend stark gesunken waren. Der Ausblick hellt sich deutlich auf, vor allem die Dienstleister blicken zuversichtlich in die Zukunft und rechnen mehrheitlich mit einem baldigen Ende der Schwächephase. Insgesamt rechnen jedoch immer noch mehr Unternehmen mit einer Verschlechterung als mit einer Verbesserung der Lage.

Risiken bremsen Geschäftsaussichten
Auf die Entwicklung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und der Energie- und Kraftstoffpreise blicken die Unternehmen mit zunehmender Sorge. Dabei scheint der Brexit inzwischen weniger für Verunsicherung zu sorgen als der Nahostkonflikt, Handelsschranken, die Klima- und Energiepolitik und die gefühlt wachsende Bürokratie. Meistgenanntes Risiko bleibt zwar weiterhin der Fachkräftemangel, jedoch nimmt seine Bedeutung weiter leicht ab. Chancen sehen die Unternehmen in neuen Produkten und Geschäftsfeldern, Erschließung neuer Märkte, unter anderem im Ausland, und einem Anziehen der Konjunktur.

Nach wie vor verhaltene Investitionen
Das Investitionsengagement der Gesamtwirtschaft im Kammerbezirk bleibt wie zuletzt verhalten, aber es gibt unterschiedliche Entwicklungen in den Wirtschaftsbereichen. Besonders das Verkehrsgewerbe und die Industrie planen, sich bei Investitionen in diesem Jahr zurückzuhalten, während der Handel sich nach zögerlichen Aussagen im Herbst nun deutlich mehr engagieren will. Auch Dienstleister und Touristiker weiten ihre Investitionsplanungen aus.

Beschäftigtenentwicklung weitgehend gleichbleibend
Der Anstieg der Beschäftigung ist zunächst zum Erliegen gekommen. Jeweils ein knappes Viertel der Befragten gaben eine im letzten Jahr gestiegene oder gesunkene Beschäftigtenzahl an. Bei mehr als der Hälfte blieb diese Zahl konstant. Für die kommenden 12 Monate rechnen sogar knapp zwei Drittel mit Stabilität. Auch die Pläne für Auf- und Abbau von Personal halten sich fast die Waage.

Konjunkturbericht Kammerbezirk Dresden

Konjunkturbericht Sachsen
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