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Nachfolge-Monitoring Mittelstand

Unternehmensnachfolge | 10.12.2019

Die KfW Mittelstandsbank veröffentlichte Anfang Dezember aktuelle Ergebnisse eines Nachfolge-Monitorings im Mittelstand. Das sind die Kernaussagen: Leichte Entspannung bei der Anzahl kurzfristig anstehender Unternehmensnachfolgen im Mittelstand: Bis Ende 2021 streben jährlich rund 76.000 Inhaber die Fortführung ihres Unternehmens durch eine geeignete Nachfolge an. Eine Ursache für die aktuelle Entlastung ist in dem zuletzt gewachsenen Interesse für Übernahmegründungen zu sehen. Das reduziert die Zahl offener Nachfolgewünsche.

Auch das Bewusstsein bei den Altinhabern, die Nachfolge frühzeitig zu finalisieren, ist wiederholt gestiegen. Der Anteil bereits finalisierter Übergaben liegt nochmals höher. Dennoch wird für knapp 32.000 Mittelständler die Zeit knapp. Sie planen innerhalb der kommenden zwei Jahre eine Nachfolge, haben aber noch keinerlei Aktivitäten für einen erfolgreichen Wechsel an der Spitze unternommen.

Familieninterne Nachfolgen scheinen beim Blick auf die Nachfolgeoptionen zum Auslaufmodell zu werden. Dagegen wird der Wunsch im Mittelstand nach externen Käufern für die Nachfolge stärker. Die von den Inhabern anvisierten Kaufpreise ziehen erneut an: Derzeit müssten potenzielle Käufer im Durchschnitt 372.000 Euro für den Kauf eines mittelständischen Unternehmens einplanen.

Der demografische Wandel wird den Bedarf an Nachfolgern erhöhen und die Nachfolgesuche erschweren. Bereits jetzt sind über 1,5 Mio. Inhaber 55 Jahre oder älter. In den kommenden zehn Jahren werden mehr Nachfolger gebraucht als heutzutage. Die Zahl nachrückender Junggründer ist dafür vermutlich allerdings zu niedrig.

Nachfolge-Monitoring Mittelstand

Quelle: KfW Mittelstandsbank, Fokus Volkswirtschaft Nr. 274, Dezember 2019

Ansprechpartner

Grit Fischer
Telefon: 0351 2802-134
docID: D103134