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Neues Infoblatt zu elektronischen Registrier- und offenen Ladenkassen

Recht und Steuern | 27.11.2019

Der DIHK hat das Informationsblatt zu den steuerlichen Anforderungen an Registrierkassen aktualisiert und dabei die neuen, ab Jahresbeginn 2020 geltenden Vorgaben zur Belegausgabe und der Verwendung einer zertifizierten Sicherheitseinrichtung (tSE) eingearbeitet. Wegen der besonderen Relevanz insbesondere bei bargeldintensiven Unternehmen werden die wichtigsten Grundlagen für eine ordnungsgemäße Kassenführung sowohl bei elektronischen Kassen(-systemen) als auch bei offenen Ladenkassen erläutert.

Bei Betriebsprüfungen werden die Finanzbehörden verstärkt ihren Fokus auf Registrierkassen bzw. Kassensysteme legen und sehr genau die Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung überprüfen. Betroffen sind besonders Gaststätten, der Einzelhandel und Dienstleister mit Ladenlokalen. Leider schließt das Gros der Kassenprüfungen mit Beanstandungen ab. Das führt in der Regel zu Hinzuschätzungen. Sie können eine Höhe von 10 % des Jahresumsatzes plus Sicherheitszuschlag erreichen. Im schlimmsten Fall kann es zur Einleitung eines Strafverfahrens kommen.

Die Anforderungen an eine ordnungsgemäße Kassenführung haben sich insbesondere seit 2018 erheblich verschärft. Wichtig sind vor allem folgende Vorgaben:
  • Ab dem 1. Januar 2020 (Übergangsregelung bis 30. September 2020) müssen grundsätzlich alle Kassen mit einer sog. zertifizierten elektronischen Sicherheitseinrichtung (tSE) ausgestattet werden.
  • Ab dem 1. Januar 2020 gilt eine Belegausgabepflicht für elektronische Kassen. Sie verpflichtet die Unternehmen zur sofortigen Ausstellung eines Kassenbons. Hierdurch wird die seit 2018 nunmehr gesetzlich geregelte Einzelaufzeichnungspflicht ergänzt: Jeder Verkaufsvorgang muss detailliert im elektronischen System aufgezeichnet werden. Ein sogenannter Z-Bon reicht nicht aus!
  • 2018 wurde auch die sog. Kassennachschau eingeführt. Prüfer der Finanzverwaltung dürfen unangekündigt die Kassenbuchführung überprüfen und Zugriff auf die Kasse verlangen.
  • Erforderlich ist außerdem eine Verfahrensdokumentation. Diese muss auch die Organisationsunterlagen zum eingesetzten Kassensystem, wie z.B. Kassenfabrikat, Seriennummer, Einsatzzeiten, Programmieranleitungen etc. enthalten.
DIHK-Informationsblatt

Ansprechpartner

Thomas Ott
Telefon: 0351 2802-150
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