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Konjunktur trübt sich weiter ein

Konjunktur und Statistik | 29.10.2019

Die Ergebnisse der Herbst-Konjunkturumfrage im IHK-Bezirk Dresden, an der sich 620 Unternehmen aus Industrie, Bauwirtschaft, Handel, Dienstleistungsgewerbe, Verkehr und Tourismuswirtschaft mit rund 31.000 Beschäftigten beteiligten, zeigen ein Sinken des Geschäftsklimas und lassen für die kommenden Monate eine schwächere konjunkturelle Entwicklung erwarten.

Die aktuelle Geschäftslage der Wirtschaft im Kammerbezirk Dresden gibt auch im Herbst 2019 wieder ein Stück weit nach und entfernt sich zunehmend von den Höchstständen des letzten Jahres. Dabei ist die Veränderung in den Branchen unterschiedlich stark. Während sich die Lageeinschätzung im Dienstleistungsgewerbe verbessert hat und sich die Tourismusbranche nach dem Lagetief im Frühjahr deutlich erholt, trübt sich die Stimmung in der Industrie kräftig ein. Auch im Baugewerbe sinken die Lagebeurteilungen, bleiben aber dennoch auf hohem Niveau. Im Handel gibt es nur eine geringe Veränderung.

Prognosen zunehmend skeptisch
Die Geschäftserwartungen werden von den Unternehmen aller Branchen durchweg schlechter beurteilt als im Jahresverlauf. Hauptgeschäftsrisiko stellt weiter der Fachkräftemangel dar, auch die Entwicklung der Arbeitskosten (z.B. Mindestlohnerhöhung im Januar 2020) wird sehr kritisch gesehen. Eine sich abschwächende Inlandsnachfrage und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen sind weitere bedeutsame Risikofaktoren. Insbesondere weltweite Handelskonflikte, die Eintrübung der globalen und deutschen Konjunktur, der immer noch ungeklärte Ausgang der Brexit-Verhandlungen und die Krise der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer stellen große Herausforderungen dar. Sehr negativ für die konjunkturelle Entwicklung wird von den Unternehmen auch die Klimaschutzdebatte empfunden. Chancen werden in der Digitalisierung, einem sich möglicherweise leicht entspannenden Arbeitsmarkt, einer Lösung der globalen Konflikte und einer damit verbundenen steigenden Exportnachfrage gesehen.

Investitionsbereitschaft gesunken
Das Investitionsengagement der Gesamtwirtschaft im Kammerbezirk schwächt sich - nach Rückgang zu Jahresbeginn und Stagnation im Frühjahr - wieder ab und beschränkt sich in weiten Teilen auf die Beschaffung von notwendigem Ersatz und auf Investitionen in kostensenkende Rationalisierungsmaßnahmen.

Trendwende am Arbeitsmarkt zu befürchten
Der langjährige Zuwachs der Beschäftigtenzahl stagniert derzeit und könnte in eine leichte Verringerung umschlagen. Bereits aktuell haben geringfügig mehr Unternehmen einen Personalrückgang als einen Personalzuwachs zu verzeichnen. Dieser Trend dürfte sich in den nächsten Monaten verstärken.

Konjunkturbericht für den Kammerbezirk Dresden

Konjunkturbericht für Sachsen

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