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Grünes Licht für Ausbauplanungen auf der A4

Verkehr | 27.08.2019

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat am 19. August 2019 den Planungsbeginn für den acht- bzw. sechsstreifigen Ausbau der Autobahn A 4 zwischen dem Autobahndreieck (AD) Nossen und Bautzen-Ost möglich gemacht. Gewöhnlich setzt ein solches Vorhaben eine komplizierte Bewertung in Bezug auf prognostische Bedarfe voraus. Darauf wurde in diesem Fall verzichtet, weil die Aufnahme des Ausbaus der A4 bis zur Bundesgrenze Deutschland/Polen in das Strukturstärkungsgesetz zum Kohleausstieg vorgesehen ist. Damit wäre eine zwischen Görlitz und Nossen durchgängig sechsspurige Autobahn Realität. Im Raum Dresden ständen dann acht Fahrspuren zur Verfügung. Durch den Verzicht auf das komplizierte Verfahren nach den Regeln zur Aufnahme in die Verkehrswegepläne des Bundes kann die Maßnahme ohne einen jahrzehntelangen Vorlauf in die Planung gehen. 

Dieser außergewöhnliche Schritt ist  auch dem unablässigen Drängen der Lausitzer Wirtschaft hin zu einer Verbesserung der Infrastruktur zu verdanken. Mit dem Kohleausstieg muss sich eine ganze Region neu orientieren. Tragfähige wirtschaftliche Strukturen entwickeln sich nur in gut erschlossenen Gebieten. Die Belastung der A4 hat bereits heute einen Punkt erreicht, der ein Handeln unverzichtbar macht. Im Bereich Pulsnitz, also noch östlich von Dresden, wurden bereits Spitzenbelastungen von bis zu 67.000 Fahrzeugen gemessen, im Bereich Görlitz liegt der Schwerlastanteil bei rund 42 Prozent des gesamten Verkehrsaufkommens.

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