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Muss alter Asphalt wirklich auf die Abfalldeponie?

Leitfaden soll für mehr Wiederverwendung und Verwertung sorgen

Industrie, Umwelt, Umwelt- und Energiewirtschaft | 21.06.2019

Der sächsische Umweltminister Thomas Schmidt hat am 19. Juni gemeinsam mit dem Präsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Chemnitz, Dr. h. c. Dieter Pfortner, vor der passenden Kulisse einer Straßenbaustelle in Chemnitz den Leitfaden zur "Wiederverwendung und Verwertung von Ausbauasphalt" vorgestellt.

Ausbauasphalt - also gebrauchter Asphalt, der bei Straßenbauarbeiten anfällt - landet zunehmend als Abfall auf Deponien. Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie hat in einer Studie festgestellt, dass sich die auf sächsischen Deponien entsorgte Menge zwischen den Jahren 2013 (ca. 8.000 Tonnen) und 2016 (ca. 93.000 Tonnen) mehr als verzehnfacht hat. Für die nächsten Jahre wird das Aufkommen an Ausbauasphalt aus Straßenbaumaßnahmen im Freistaat Sachsen auf jährlich rund 350 000 Tonnen geschätzt. Der Teil davon, der nicht verwertet werden kann, muss auf Deponien entsorgt werden.

Der Leitfaden soll eine Handlungsanleitung für Unternehmen und Behörden sein, den Wertstoff Ausbauasphalt künftig zu einem höheren Anteil im Straßenbau wiederzuverwenden oder wenigstens zu verwerten. Er schafft dafür einheitliche Begriffsdefinitionen, erläutert ausführlich die Rahmenbedingungen für Wiederverwendung sowie Verwertung von Ausbauasphalt und zeigt vielfältige Nutzungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb des Straßenbaus auf. Er schafft jedoch keine neuen Vorschriften.

Der Leitfaden wurde von einer Expertengruppe unter Federführung der IHK Chemnitz erarbeitet und unter Nutzung des sächsischen Beteiligungsportals mit den Akteuren abgestimmt. Beteiligte waren die Sächsischen Staatsministerien für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie für Umwelt und Landwirtschaft, Vertreter weiterer Behörden, von Verbänden, aus der Wirtschaft und aus der Wissenschaft.

Leitfaden - Wiederverwendung und Verwertung von Ausbauasphalt
Studie - Entsorgung von Ausbaustoffen mit teer-/pechtypischen Bestandteilen

Quelle: IHK Chemnitz, SMUL

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