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Prognosen verhalten optimistisch

Konjunktur und Statistik | 05.06.2019

Die Ergebnisse der Frühsommer-Konjunkturumfrage im IHK-Bezirk Dresden unter 560 Unternehmen aus Industrie, Bauwirtschaft, Handel, Dienstleistungsgewerbe, Verkehr und Tourismuswirtschaft zeigen ein Sinken des Geschäftsklimas, jedoch auch einen verhaltenen Optimismus für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung.

Nachdem die Einschätzung der Geschäftslage der Unternehmen im IHK-Bezirk im vergangenen Jahr durchweg Spitzenwerte erreichte, geben die Beurteilungen 2019 schon das zweite Mal in Folge nach. Betroffen vom Sinken der Lagesalden sind fast alle Wirtschaftsbereiche. Die aktuellen Stützen der Konjunktur sind der Bau und der (Einzel-)Handel. Deren wichtige binnenwirtschaftliche Triebkräfte, wie der private Konsum, sind weiterhin intakt. Der von Export und Weltwirtschaft abhängigen Industrie machen die dortigen Unwägbarkeiten zu schaffen. Die Stimmung bei den Dienstleistern profitierte in der Vergangenheit von der guten Konjunktur in der Industrie, und rutscht nun gleichzeitig mit deren Beurteilungen ab, wenn auch in etwas abgeschwächter Form.

Prognosen verhalten optimistisch
Die Geschäftserwartungen der Wirtschaft für die nächsten Monate, die zweimal in Folge leicht gesunken waren, haben sich konsolidiert, erreichen aber noch nicht die Werte aus der ersten Hälfte des vergangenen Jahres. Nach wie vor belasten vor allem außenpolitische Unsicherheiten, wie Brexit, Sanktionen und Handelsstreitigkeiten, die Zukunftsprognosen. Das meistgenannte Risiko der zukünftigen Geschäftsentwicklung ist der Fachkräftemangel gefolgt von steigenden Arbeitskosten und einer möglichen Verschlechterung der Inlandsnachfrage.

Investitionen folgenden den Prognosen
Nach dem starken Rückgang der Investitionsabsichten zum Jahresbeginn verharren die diesbezüglichen Planungen im Frühjahr auf nahezu gleichem Niveau. Im Branchenvergleich differenzieren die Planungen jedoch. Während in der Industrie die Zahl verstärkt investierender Betriebe abfällt, steigen die Absichten für neue Investitionen in der Baubranche, im Handel und im Verkehrsgewerbe wieder merklich an.

Die Beschäftigtenzahl wuchs in der Vergangenheit stetig, zuletzt aber weniger stark. Das setzt sich auch bei den Prognosen für die nächsten 12 Monate fort. Die Entwicklung insgesamt wird weiterhin positiv sein, jedoch im Vergleich zu den Planungen vom Jahresbeginn verhaltener. Den größten anteiligen Beschäftigungszuwachs dürfte es im Handel geben. Im Verkehrsgewerbe sinken die Beschäftigungszahlen der Befragung zufolge. Im Gastgewerbe halten sich Personalauf- und -abbau die Waage und in allen anderen Bereichen wird eine leichte Zunahme erwartet, die jedoch unter der der Vorbefragungen liegt. 

Konjunkturbericht Kammerbezirk Dresden - Frühjahr 2019

Gesamtausgabe der Broschüre 'Konjunkturbericht Sachsen - Frühjahr 2019'

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