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Japan-Handel: Unternehmen wünschen sich mehr Klarheit

Internationales Geschäft | 16.05.2019

Das im letzten Jahr abgeschlossene Wirtschaftspartnerabkommen zwischen der EU und Japan (JEFTA) kommt bei den Unternehmen gut an. In einer Umfrage unter Federführung der IHK Region Stuttgart unter 540 Unternehmen erwarten 41 % die Verbesserung der aktuellen Geschäftsabwicklung als positiven Effekt von JEFTA. Immerhin 16 % rechnen damit, dass sie mit Hilfe des JEFTA-Abkommens ihr Geschäft in Japan ausweiten können. 8 % planen, erstmalig in den japanischen Markt einzutreten. 52 % der bereits in Japan aktiven Unternehmen bewerten ihr Japan-Geschäft positiv oder sogar sehr positiv. 36 % finden es befriedigend und nur 10 % negativ.

Allerdings gibt es auch Kritik an JEFTA: 34 % der befragten Unternehmen halten beispielsweise die Ursprungsregeln von JEFTA für zu komplex. Mehr als die Hälfte der Unternehmen (53 %) gaben an, die Vorteile des Abkommens bei öffentlichen Ausschreibungen, Zertifizierungen etc. nicht zu kennen. 12 % ist der Aufwand zu groß, sich mit den Vorteilen von JEFTA außerhalb der Senkung von Zöllen zu befassen.

An der Umfrage waren neben der IHK Region Stuttgart der IHK Japan Desk, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Ostasiatische Verein (OAV), die Auslandshandelskammer (AHK) Japan und das Enterprise Europe Network (EEN) als Kooperationspartner beteiligt. Als Konsequenz aus der Umfrage empfiehlt der DIHK der EU beispielsweise, bei  Verhandlungen das Hauptaugenmerk künftig auf die Handhabbarkeit und unbürokratische Verfahren bei der Ermittlung des präferenziellen Ursprungs zu legen. Zudem soll die EU verstärkt dafür sorgen, dass die europäischen Unternehmen auch die nicht-tarifären Vorteile von Handelsabkommen kennen und nutzen können.

Die Langfassung der Ergebnisse finden Sie hier.

Quelle: IHK Stuttgart

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