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"Ausgepackt" wurde beim IHK-Fachforum...

...doch ein Geschenk ist das Verpackungsgesetz nicht!

Handel, Industrie, Umwelt | 15.02.2019

Jeder weiß, in erster Linie schützt eine Verpackung das Produkt, damit es nicht in Qualität, Optik oder beim Transport beeinträchtigt wird. Verpackungen sind auch emotional, bei jeder Kaufentscheidung spielen sie eine wesentliche Rolle. Aber was passiert nach dem "Eingepackt, Aufgerissen - Weggeschmissen" und wer übernimmt dafür die Verantwortung?

Wer verpackte Waren an private Endkunden liefert (Hersteller, online-/Händler, Importeure), wird mit dem am 1. Januar 2019 in Kraft getretenen Verpackungsgesetz mehr als bisher in die Produktverantwortung genommen - und zwar für seine Verpackung. Was genau müssen Betroffene tun, um ihrer Verantwortung gerecht zu werden und sich rechtskonform zu verhalten?

Auf dem IHK-Fachforum am 14. Februar in Dresden wurden rechtliche Anforderungen und deren Hintergründe erläutert und konkrete Informationen zur praktischen Umsetzung "ausgepackt". Schnell war den rund 90 Teilnehmern klar: ein Geschenk ist das Verpackungsgesetz nicht! 

Wer ist eigentlich "Hersteller" im Sinne des Gesetzes und welche Verpackungen sind gemeint? Welche Regelungen gelten und sorgen diese im individuellen Fall für Klarheit? Dazu stand Jurist Ludolf Ernst Rede und Antwort und ja, nicht alle Fälle sind eindeutig zu klären, ein wenig Rechtsunsicherheit blieb.
 
Wenn aber klar ist, dass ich Verpflichteter nach VerpackG bin, was muss ich dann eigentlich tun? Frau Dr. Bettina Sunderdiek von der Zentralen Stelle Verpackungsregister erläuterte den Unternehmen wie und wo man eine Registrierungsnummer erhält und wer hilft, wenn es bei Registrierung oder Mengenmeldung technische Schwierigkeiten gibt. Darüber hinaus stellte sie die umfangreich erarbeiteten Informationsmaterialien für Unternehmen vor, die auf der homepage der Zentralen Stelle Verpackungsregister zu finden sind.

Ganz verzichten auf Verpackung kann man nicht in jedem Fall, aber, und das demonstrierte Marcus Stein von der watttron GmbH eindrücklich, mit der richtigen Heiztechnologie kann man Material und damit auch Rohstoffe sparen. Das kam an und war auch während der parallel laufenden Begleitausstellung von großem Interesse.

Acht Unternehmen präsentierten dort anschaulich ihre Verpackungslösungen, von bekannten aus Pappe bis hin zu innovativen Ideen aus Bienenwachs und Graspapier.

Insgesamt, eine gelungene Veranstaltung! Es wurde viel diskutiert, sich ausgetauscht und Kontakte geknüpft, eine Plattform, genau, wie sie die IHK Dresden für ihre Mitgliedsunternehmen bietet.

Was auf jeden Fall bleibt, ist der Beratungsbedarf bei den Unternehmen zum Thema Verpackungsgesetz, das ist auch einen Tag nach der Veranstaltung ganz klar spürbar. Wir sind gern für Sie da!

Ansprechpartner

docID: D101134