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Konjunktur mit gedrosseltem Wachstumstempo

Konjunktur und Statistik | 07.02.2019

Das sind die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage im IHK-Bezirk Dresden unter 620 Unternehmen der Industrie, der Bauwirtschaft, des Handels, des Dienstleistungsgewerbes, des Verkehrs und der Tourismuswirtschaft:

Geschäftslage gibt nach
Die Bewertung der Geschäftslage der Wirtschaft bewegt sich seit über einem Jahr auf einem stabilen, hohen Niveau. Derzeit geben die Lageeinschätzungen etwas nach. Das industrielle Wachstum ist robust und wie die Bauwirtschaft Treiber der Konjunktur geblieben. Daneben ist der  verbrauchergestützte Konsum wichtiger konjunktureller Impulsgeber. Niedrige Zinsen, stabile bzw. wachsende Beschäftigung und kräftige Einkommenszuwächse kurbelten die Nachfrage nach Waren und Leistungen an.

Aussichten skeptischer
Die Geschäftserwartungen der Unternehmen sind von zahlreichen Unwägbarkeiten gekennzeichnet und werden erneut zunehmend skeptischer beurteilt. Insbesondere bleibt die internationale Handelspolitik angespannt, was nicht ohne Folgen für die Auslandsbestellungen und die Exporte bleibt. Im Inland verursachen die Entwicklung der Arbeitskosten und der Rohstoff- und Kraftstoffpreise zunehmende Ausgaben. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen einschließlich überbordender Bürokratie bereiten weiterhin massiv Probleme. Für Zuversicht sorgen dagegen anhaltende Bauinvestitionen und die ungetrübte  Verbrauchernachfrage. Auch  im Breitbandausbau, in Online-Geschäften, im Export sowie der Neukundengewinnung im In- und Ausland sehen die Firmen gute Geschäftsaussichten.

Investitionen verhaltener
Die Investitionsabsichten der Unternehmen geben vor dem Hintergrund verhaltener und in vielen Fällen unsicherer Prognosen merklich nach. Dabei nimmt der Anteil investierender Betriebe ab und gleichzeitig steigt der Anteil abnehmender Investitionen. Während Industrie und Verkehrsgewerbe erneut zulegen, bleibt das Investitionsengagement in den anderen Wirtschaftsbereichen zurückhaltend.

Herausforderung Stellenbesetzung
Die Personalnachfrage hält zwar weiter an, stellt sich aktuell jedoch verhaltener als noch zu Jahresbeginn 2018 dar. Da für fast zwei Drittel der Firmen der Fachkräftemangel das entscheidende Geschäftsrisiko darstellt, orientieren zunehmend mehr Betriebe auf die Bindung ihrer Mitarbeiter und damit auf die Beibehaltung ihrer Personalbestände.

Konjunkturbericht Sachsen - Jahresbeginn 2019
Konjunkturbericht Kammerbezirk Dresden - Jahresbeginn 2019

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