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Neue Fälle von Branchenbuchschwindel im Vorweihnachtsgeschäft drohen!

Handel, Recht und Steuern | 06.11.2018

Vielen Unternehmern ist das Thema "Branchenbuchschwindel" mittlerweile bekannt. Dabei werden Firmen immer wieder angeschrieben und aufgefordert, unter Hinweis auf angeblich gespeicherte Daten, die Richtigkeit der Daten für einen Eintrag in ein Online-Branchenbuch zu überprüfen und zu korrigieren.

Beigefügt findet der Adressat ein teilweise vorausgefülltes Formular, das der flüchtige Leser als Aktualisierungsbogen wahrnimmt. Liest man dann weiter, wird unten in relativ kleiner Schrift darauf hingewiesen, dass es sich um ein Angebot zum Abschluss eines Vertrages mit einer Laufzeit von mehreren Jahren handelt. Interessant ist vor allem der Preis, denn dieser ist exorbitant hoch für den recht schlanken Online-Eintrag, z.B. 900 €.

Grundsätzlich ist Unternehmen anzuraten, jedes Schreiben, insbesondere Rechnungen und Formulare zur Aktualisierung oder Korrektur usw. genauestens auf ihre Berechtigung zu überprüfen. Ist es schon zu spät, sollte sofort eine Anfechtung gem. §123 BGB erklärt und keinesfalls auf Rechnungen oder Mahnungen reagiert werden.

Die IHK Dresden möchte an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich vor der Korrektur und Rücksendung dieser Formulare warnen. Die Anbieter solcher Einträge nutzen gekonnt die stressigsten Teile des Geschäftsjahres, um auch schon informierte Unternehmer zu überrumpeln. Da nun das Weihnachtsgeschäft bzw. das Jahresendgeschäft stattfindet, sollte unbedingt besonderes Augenmerk auf den konkreten Inhalt zu unterzeichnender Urkunden gelegt werden.

Die IHK Dresden hat Hinweise zum Umgang mit dem sog. Adressbuchschwindel zusammengefasst:

Registerschwindel / Adressbuchabzocke

Ansprechpartner

docID: D100465