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Konzepte zu Berufsorientierung gehören auf den Prüfstand

Ausbildung | 30.10.2018

Viele Ausbildungsplätze bleiben auch in diesem Jahr in den neuen Bundesländern unbesetzt. Zur Förderung der dualen Ausbildung und zielgerichteten Gestaltung der Berufsorientierung haben die zwölf Industrie- und Handelskammern der ostdeutschen Länder eine Umfrage durchgeführt.

Befragt wurden die Berufseinsteiger des Jahres 2017 nach erfolgreich absolvierter Probezeit. Die Befragung, bei der Erfahrungen und Empfindungen der Jugendlichen während des Berufsorientierungs- und Bewerbungsprozesses im Mittelpunkt standen, fand bereits zum dritten Mal statt.

Die Ergebnisse wie auch die authentischen Statements der befragten Auszubildenden geben Anlass, bisherige Berufsorientierungskonzepte zu hinterfragen und über neue Wege nachzudenken. In der Phase der Berufswahl können Eltern, Lehrer, Freunde, aber auch Unternehmen die Schüler sehr gut unterstützen und so die ersten Schritte in Richtung Berufseinstieg begleiten.

Das Praktikum wurde von knapp 60 Prozent der Befragten als hilfreich für die Orientierungsphase empfunden. Schüler allgemeinbildender Schulen können sich in ihrem Wunschberuf meistens über zwei Wochen ausprobieren und erhalten am Ende der Praktikumszeit ein Feedback durch die Unternehmen. In dieser Erprobungsphase werden erste Einblicke in die Berufe und das jeweilige Unternehmen ermöglicht, so dass ein Abgleich mit den eigenen Vorstellungen und Wünschen stattfinden kann.

Viele Unternehmen interessiert, wie sie als Ausbildungsbetrieb bei potenziellen Bewerbern wahrgenommen werden. Als wichtige Berater an der Seite der Jugendlichen bleiben auch weiterhin die Eltern. Sie kennen die Stärken und Schwächen ihrer Kinder am besten. Daher ist es notwendig, diese Begleiter ebenfalls frühzeitig über duale Berufsausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Auch der Internetauftritt der Unternehmen bietet vielfältige Möglichkeiten, um das Ausbildungsangebot potenziellen Bewerbern vorzustellen. Die Ergebnisse zeigen, dass viele Firmen mit ihrer Präsentation im Internet auf dem richtigen Weg sind. Immer mehr Jugendliche nutzen die digitalen Medien, um sich ein breites Bild über wichtige Themen zu schaffen.

Das Bewerbungsverfahren beginnt für die meisten Ausbildungsplätze im August des Vorjahres. Bei größeren Unternehmen durchlaufen die Auszubildenden häufig ein mehrstufiges Auswahlverfahren. Dies alles kostet Zeit, die ein Bewerber für seinen Wunschberuf und sein Wunschunternehmen einplanen sollte. Frühes Engagement der Jugendlichen ist somit unabdingbar. Dass Jugendliche dies schon berücksichtigen und frühzeitig bemüht sind, wird durch die Ergebnisse der Befragung bestätigt.

Weiterführende Auswertung mit zusätzlichen Grafiken

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