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Konjunkturelles Allzeithoch überschritten

Konjunktur und Statistik | 29.05.2018

Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage im Frühjahr 2018 im IHK-Bezirk Dresden unter 500 Unternehmen der Industrie, der Bauwirtschaft, des Handels, des Dienstleistungsgewerbes, des Verkehrs und der Tourismuswirtschaft liegen vor:

Geschäftsklima bleibt freundlich
Die kräftige Konjunktur, die der Wirtschaft zuletzt ein Allzeithoch bescherte, verliert derzeit etwas an Schwung. Die Geschäftslage gibt leicht nach, obwohl die Nachfrage immer noch für volle Auftragsbücher und eine hohe Kapazitätsauslastung sorgt. Vielmehr schlagen neben saisonalen Gründen eher zu- als abnehmende Geschäftsrisiken und wachsende außenwirtschaftliche Unsicherheiten zu Buche.

Die Industriekonjunktur ist in den ersten Monaten robust geblieben. Der verbrauchergestützte Konsum und die anhaltende Baunachfrage sind nach wie vor wichtige Konjunkturtreiber, allerdings saisonal abgeschwächter als im restlichen Jahresverlauf. Von der guten Entwicklung in den ersten Monaten profitieren auch das Dienstleistungs- und Verkehrsgewerbe.

Chancen sorgen für Zuversicht
Weitere Investitionen und zunehmende Auftragseingänge sorgen für Zuversicht. Bauinvestitionen stehen weiter im Vordergrund, aber auch die starke Nachfrage, die hohe Kapazitätsauslastung und die Bedingungen am Kapitalmarkt halten das Investitionsengagement am Laufen. Chancen sehen die Unternehmen in der Digitalisierung, im Breitbandausbau und in Online- Geschäften, im Bauboom, im Export sowie der Neukundengewinnung im In- und Ausland. Anhaltend gut bleiben wegen der Entwicklung am Arbeitsmarkt, weiteren Einkommenszuwächsen und niedrigen Zinsen die Voraussetzungen für den privaten Konsum. Die Personalentwicklung ist erneut auf Beschäftigungszuwachs ausgerichtet, zunehmend mehr Betriebe orientieren aber auf die Bindung ihrer Mitarbeiter.

Zunehmende Konjunkturrisiken
Der Fachkräftemangel ist wiederum das größte Geschäftsrisiko. Die Entwicklung der Arbeitskosten, der Inlandsnachfrage und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (z.B. Bürokratie, Abgabenlast, geopolitische Unsicherheiten) aber auch die Entwicklung der Rohstoff- und Kraftstoffpreise beeinträchtigen die Firmen ebenso. Dabei dürften die aktuell anziehenden Ölpreise Spuren bei der Konjunktur hinterlassen. Zudem bereiten neue bürokratische Regulierungen (z.B. DSGVO, Pauschalreiserichtlinie) oder die Verkehrssituation insbesondere auf der Bundesautobahn 4 Sorgen. Zur Verunsicherung tragen auch Diskussionen um die Zukunft bestimmter Technologien oder Produktionsstandorte bei. Konjunkturbericht der IHK Dresden

Konjunkturbericht IHK Dresden

Konjunkturbericht Sachsen

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