Navigation

Pfad

Inhalt

Meldung

Einigung bei Stromeigenversorgung für KWK-Neuanlagen zwischen Bund und EU

Energie, Industrie, Umwelt- und Energiewirtschaft | 16.05.2018

Bundesregierung und EU-Kommission haben sich, vorbehaltlich einer abschließenden Prüfung durch Brüssel, auf die künftige EEG-Belastung bei der Eigenversorgung durch KWK-Neuanlagen (Anlagen ab August 2014) geeinigt. Nach einer längeren Hängepartie erlangen betroffene Unternehmen damit nun wieder mehr Rechtssicherheit.

Folgendes wurde dabei vereinbart:
  • Den reduzierten Satz von 40 Prozent der EEG-Umlage zahlen künftig KWK-Neuanlagen mit einer Größe unter 1 MW sowie über 10 MW.
  • Ebenfalls 40 Prozent zahlen alle Betreiber von KWK-Neuanlagen in der stromintensiven Industrie.
  • Anlagen mit weniger als 3.500 Vollbenutzungsstunden im Jahr zahlen weiterhin 40 Prozent EEG-Umlage, bei höherer Auslastung steigt die Umlage kontinuierlich an. Betrachtet man den gesamten Eigenverbrauch, werden bei mehr als 7.000 Vollbenutzungsstunden im Jahr 100 Prozent EEG-Umlage fällig.
  • Eine abgestufte Übergangsregelung bis 2019 bzw. 2020 gilt für KWK-Neuanlagen, die zwischen 1. August 2014 und Ende 2017 errichtet wurden.
Die erzielte Einigung gilt rückwirkend ab dem 1. Januar 2018.

Zur besseren Einschätzung dieses Kompromisses würden wir uns freuen, wenn Sie uns Stimmen und Einschätzungen aus betroffenen Unternehmen mit KWK-Anlagen ab 1 MW schicken würden. Gerne können die Stimmen auch anonym bleiben.

(Quelle: DIHK, Dr. Sebastian Bolay)

Ansprechpartner

docID: D88283