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Unternehmensnachfolge: Bewusstsein im Mittelstand steigt

DIHK-Nachfolgereport 2017 veröffentlicht

Unternehmensnachfolge | 08.01.2018

Mit dem DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge 2017 legt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag eine Einschätzung der IHK-Organisation zur Nachfolgesituation im deutschen Mittelstand vor. Grundlage für die Aussagen sind Erfahrungsberichte der IHK-Berater zur Unternehmensnachfolge.

Mit nahezu jährlich 21.000 Beratungen und Veranstaltungsteilnehmern leisten die IHKs deutschlandweit einen wichtigen Beitrag, Senior-Unternehmer zum Thema Nachfolge zu sensibilisieren, über den Nachfolgeprozess zu informieren und bei der Nachfolgersuche zu unterstützen. Zudem suchten 4.150 Personen die IHK-Beratung auf, die sich für die Übernahme eines Unternehmens interessieren.

Insgesamt steigt das Bewusstsein im Mittelstand, sich rechtzeitig der Herausforderung der Unternehmensnachfolge zu stellen. Zwölf Prozent mehr Beratungen mit Alt-Eigentümern fanden in den IHKs statt. Eine wesentliche Herausforderung auf Übergeberseite ist die rechtzeitige Vorbereitung der eigenen Nachfolge - hier wird empfohlen, spätestens drei Jahre vor der geplanten Übergabe mit der Vorbereitung zu beginnen. Bei gut einem Drittel der Senior-Unternehmer beobachten die IHKs zudem, dass sie emotional nicht "loslassen" können. Im Nachfolgereport wurden zudem die Nachfolgersuche, überhöhte Kaufpreisvorstellungen sowie die erwartete Erbschaftssteuerbelastung als wesentliche Herausforderungen im Nachfolgeprozess gesehen. In diesen Punkten fällt die Einschätzung der IHK Dresden aber wesentlich optimistischer aus als im Bundesdurchschnitt.

Knapp die Hälfte der Unternehmen, die sich 2016 an eine IHK gewandt haben, findet keinen passenden Nachfolger. Demnach ist die Situation bei Industrieunternehmen am schwierigsten. Dort kommen bundesweit 1,8 Alt-Inhaber auf einen Übernahmeinteressenten. Im Bereich der IHK Dresden ist die Situation genau umgekehrt. Hier gibt es besonders viele Nachfolgeinteressenten für produzierende Unternehmen. Hingegen ist das Verhältnis insbesondere im Handel und in der Gastronomie anders. Hier gibt es wenige Interessenten, aber viele abgabewillige Unternehmer, die noch einen Nachfolger suchen.

Insbesondere in Industrie, Handel, bei Gaststätten, Hotels sowie im Verkehr berichten die IHKs von angestautem Investitionsbedarf im Zuge der Unternehmensnachfolge. Vielfach müssen Nachfolger in neue Prozesse und IT-Systeme investieren. Ein flächendeckender Ausbau des Glasfasernetzes würde es vielen Nachfolgeunternehmern gerade auch auf dem Lande erleichtern, den übernommenen Betrieb fit für die Digitalisierung zu machen.

Die IHK Dresden berät sowohl Unternehmer als auch Übernahmeinteressierte individuell zu Ihrem Nachfolgevorhaben.  

Ansprechpartner

Grit Fischer
Telefon: 0351 2802-134
docID: D80400