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Konjunkturelles Stimmungshoch hält an

Konjunktur und Statistik | 05.10.2017

Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage im Herbst 2017 im IHK-Bezirk Dresden unter 480 Unternehmen der Industrie, der Bauwirtschaft, des Handels, des Dienstleistungsgewerbes, des Verkehrs und der Tourismuswirtschaft zeigen, dass sich der konjunkturelle Schwung der Wirtschaft im Herbst 2017 fortsetzt. Die Unternehmen sind weiter in Hochstimmung. In den meisten Wirtschaftsbereichen berichtet wiederum die Mehrzahl der Unternehmen über eine gute Geschäftslage. Insbesondere zog die Industriekonjunktur wieder spürbar an, wobei sich die Nachfrage vor allem aus dem Ausland verstärkte. Ebenso blieben der verbrauchergestützte Konsum und die kräftige Baunachfrage wichtige Konjunkturtreiber. Weiterhin niedrige Zinsen, stabile bzw. wachsende Beschäftigung und Einkommenszuwächse kurbelten die Nachfrage nach Waren und Leistungen an.

Die Geschäftserwartungen der Unternehmen bleiben zwar optimistisch, geben aber aus saisonalen Gründen leicht nach. Insbesondere die Bauwirtschaft, das Verkehrsgewerbe und der Tourismus korrigieren ihre Prognosen etwas nach unten. Zudem dürfte sich eine Reihe von Impulsen abschwächen, die bislang aus Staatsausgaben im Zuge der Flüchtlingsmigration und aus den kräftigen Einkommenszuwächsen resultierten.

Die Investitionsabsichten bleiben gegenüber dem Frühjahr unverändert. Insgesamt kommen die Investitionen, abgesehen von den Bauinvestitionen, trotz stärkerer Nachfrage und guter Bedingungen am Kapitalmarkt nur langsam in Fahrt. Sollte der konjunkturelle Schwung anhalten und die Auslastung der Kapazitäten weiter zunehmen, dürfte sich auch das Investitionsengagement beleben.

Die Personalentwicklung ist in den kommenden Monaten auf Personalzuwachs ausgerichtet. Derzeit signalisieren nahezu alle Wirtschaftsbereiche, mit Ausnahme saisonal geprägter Branchen, einen erhöhten Fachkräftebedarf, der allerdings immer schwerer zu decken ist.

Sorgen bereiten neben der schwachen Investitionsneigung, die Breitbandanbindung, geopolitische Unsicherheiten, bürokratische Hürden und Hemmnisse sowie die demografische Entwicklung Sorgen. Das größte Geschäftsrisiko bleibt aber der Mangel an Fachkräften. Die Entwicklung der Arbeitskosten und die wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen belegen die weiteren Plätze.

Die Chancen sehen die Unternehmen in der Ausweitung der Investitionstätigkeit im wirtschaftlichen ebenso wie im öffentlichen Bereich, in der Digitalisierung und in Online- Geschäften, im anhaltenden Bauboom sowie der Neukundengewinnung im In- und Ausland. Bedeutung kommt dabei unter anderem der Aufhebung der Sanktionen gegen Russland zu.

Die Voraussetzungen für den privaten Konsum sind wegen der Entwicklung am Arbeitsmarkt weiterhin gut.

Den gesamten Konjunkturbericht für den IHK-Bezirk Dresden finden Sie hier:

Konjunkturbericht Kammerbezirk Dresden - Herbst 2017

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docID: D72867